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Israel: Zweigstelle von Amnesty International schreibt an den israelischen Außenminister – Helfen Sie bei der Rettung von Frau Xiong Wei

Sehr geehrter Herr Außenminister Benjamin Netanyahu,

Wir schreiben an Sie anstelle von Herrn Zion Xiong, einem israelischen Bürger, dessen Schwester vor einem Jahr wegen ihrer Zugehörigkeit zur „Falun Gong“ Organisation inhaftiert wurde. Wir würden gerne berichten, was uns über die Verfolgung, die in China gegen die Mitglieder dieser Bewegung stattfindet, bekannt ist und sie bitten der Familie zu helfen, damit sie mit Wei Xiong Kontakt aufnehmen kann.

[…]

Seit dem Beginn der Unterdrückung im April 2001 weiteten die örtlichen Behörden ihre Befugnisse aus und legten die gleichen Maßstäbe an wie auch für Gewissensverdächtige, eingeschlossen Mitglieder von Organisationen oder Bewegungen, die als illegal erklärt wurden.

Die „Falun Gong“ Organisation wurde in den frühen 90ern gegründet. Im Ganzen ist es ein System, dass körperliche Entspannungsübungen mit Meditation und spiritueller Praktik verbindet. Die Organisation gewann Millionen von Anhängern in China und in der ganzen Welt, auch in Israel. Laut internationalem Gesetzesstandard gibt es keinen Grund für das Verbot des Systems. Es scheint dass das Zusammenfinden von Millionen von Menschen in einer einzigen Bewegung für das Regime eine Gefahr für die Stabilität bedeutet. Seit ihrem Verbot wurden Tausende von Aktivisten ohne Rechtsurteil in Zwangsarbeitslager geschickt. Es muss erwähnt werden, während der Haftstrafe im Zwangsarbeitslager sind die Inhaftierten ernsthafter Folter ausgesetzt. In vielen Fällen führt diese Tortur zum Tode. Amnesty International hat Berichte über 200 Fälle von Falun Gong Aktivisten, davon die Hälfte Frauen, die in Untersuchungshaft infolge Folter gestorben sind.

Aufgrund der Beweise, die wir Ihnen geschildert haben, gehen wir davon aus, dass Xiong Wei ein Gewissenshäftling ist, die nur inhaftiert wurde [weil sie Falun Gong Praktizierende ist], und dass sie, wie es scheint, keine faire Verhandlung bekommen hat. Wir sind besorgt über ihr Befinden und haben Angst, dass sie ernsthafter Folter ausgesetzt, sowie ihr Leben in Gefahr ist. Wir teilen den Schmerz der Familie und die große Angst um Xiong Wei, die sie in der langen Zeit ihrer Gefangenschaft nur einmal besuchen konnten. Xiong Wei soll ein weiteres halbes Jahr im Lager verbringen, wobei sie einer sogenannten „Umerziehung“ unterzogen werden soll.

Wir bitten sie, tun Sie ihr Möglichstes herauszufinden, wie es Xiong Wie geht und ob sie gefoltert oder fair behandelt wird. Mit Ihrer Hilfe werden wir weiterhin die Freilassung von Gewissenshäftlingen anstreben, egal wo. Nicht desto weniger glauben wir, dass der israelische Außenminister intervenieren sollte, um das Leid des israelischen Bürgers Zion und seiner Familie zu mildern.

Hochachtungsvoll

Yael Weisz-Rind,
Manager
Amnesty International, Zweigstelle Israel

Wie Sie helfen können

Englische Version unter: http://www.clearharmony.net/articles/200302/10270.html
Übersetzt am: 18.02.03

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