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Ein Spaziergang im Aprikosenwald: Hua Tuo und die Pfingstrose

[ Notiz: Im Chinesischen bedeutet „Aprikosenwald“ medizinische Gemeinschaft. Mehr über diesen Ursprung finden sie unter: http://de.yuanming.info/articles/189912/6635.html]

Eine Legende besagt, dass der berühmte Arzt, Hua Tuo der drei Königreiche, die verschiedensten Blumen und Kräuter in seinem Vor- und Hintergarten pflanzte. Er bestand darauf alle vorsichtig zu probieren, um seine Vorzüge herauszufinden, bevor er sie seinen Patienten verschrieb. Deshalb hatte er auch niemals ein schädliches Medikament verschrieben.

Eines Tages gab jemand Hua Tuo eine Pfingstrose, die er vorne im Garten pflanzte. Nachdem er die Blätter, den Stengel und die Blüte probiert hatte, fand er, dass er nicht ungewöhnliches an ihr entdecken konnte. So entschied er die Pfingstrose nicht zum Heilen von Krankheiten zu benutzen.

Eines späten Abends, als Hua Tuo einige Bücher unter dem Licht las, hörte er plötzlich das Weinen einer Frau. Er hob seinen Kopf und sah draußen vor dem Fenster eine wunderschöne weinende Frau im Mondlicht. Hua Tuo war etwas durcheinander und ging raus in den Garten, aber niemand war zu sehen. Auf dem Platz, wo er die Frau gesehen hatte, war die Pfingstrose. Dann kam ihm ein Gedanke, dass die Frau die Pfingstrose war, aber sofort darauf schüttelte er den Kopf und lachte über diese lächerliche Idee. Hua Tuo sagte zur Pfingstrose, “Du hast vom Kopf bis zu den Füßen nichts Einzigartiges. Wie kann ich dich für die Medizin verwenden?” Er ging zurück in seinen Raum und fuhr mit dem Lesen fort. Sobald er sich hinsetzte, hörte er die Frau wieder weinen. Er ging zum zweiten Mal aus dem haus, konnte aber außer der Pfingstrose niemanden sehen. Das passierte mehrere Male.

Verwundert über die seltsamen Vorfälle, wachte Hua Tuo am nächsten Tag auf und erzählte seiner Frau in allen Einzelheiten, was passiert war. Seine Frau schaute auf alle Blumen und Kräuter im Garten und sagte, „Jedes Kraut und jeder Baum in diesem Garten ist als Medizin gut und hat das Leben unzähliger Menschen gerettet, nur die Pfingstrose nicht. Ich glaube, dass die Pfingstrose trauert, weil du sie als nutzlos bezeichnet hast, bevor die ihre Vorzüge ausfindig gemacht hast.“ Hua Tuo lachte und sagte, „Ich habe alle Kräuter probiert und dadurch ihre medizinische Wirkung genau studiert. Ich habe immer das Beste aus den Kräutern herausgeholt und nicht ein einziges dabei vergessen. Bei dieser Pfingstrose habe ich jedoch den Stengel, die Blätter und die Blüte mehrere Male probiert, bevor ich zum Schluss kam, dass sie keine medizinische Wirkung hat. Wie kannst du sagen, dass ich ihr Unrecht getan habe?” Seine Frau antwortete, „Du hast ihren Stengel, die Blätter und ihre Blüte probiert, hast du auch ihre Wurzeln probiert?“ Hua Tuo wurde bei diesem Thema müde und ging schlafen. Seine Frau bemerkte, dass ihr Mann nicht so aufmerksam auf die Ratschläge anderer hörte, wie früher und machte sich sorgen, dass er anfangen könnte Fehler zu machen. Mehrere Tage später bekam sie ihre Menstruation. Das Blut lief heraus, wie bei einem Wasserfall. Außerdem bekam sie noch ernsthafte und hartnäckige Krämpfe im Unterleib. Ohne das Wissen ihres Mannes ging sie in den Garten, grub die Wurzel der Pfingstrose aus und machte sich daraus eine Suppe. Innerhalb eines halben Tages verminderte sich der Schmerz und der Blutfluss kam wieder regelmäßig. Als sie ihrem Mann davon erzählte, wurde Hua Tuo klar, dass er der Pfingstrose wirklich Unrecht getan hatte. Er dankte seiner Frau für die Lehre, dass die Pfingstrose Schmerz stillend wirkte und Blutungen stoppte.

Pfingstrosen haben eine schöne Erscheinung. Ihre Stengel und Blüten sind schön, deshalb trägt sie diesen Namen. [Notiz: Pfingstrose wird im Chinesischen “Shao Yao” genannt, was “schön” bedeutet.]

Chinesische Version:
http://www.zhengjian.org/zj/articles/2003/1/18/20074.html

Englische Version: http://www.clearharmony.net/articles/200302/10086.html

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