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Schweiz: Eine dringende Nachricht an die Regierung Australiens von 1000 Bürgern aus aller Welt, die sich in Genf versammelt haben

Sehr geehrte Regierungsbeamten der ständigen Vertretung Australiens bei der UN, Australische Regierungsbeamte aller Ebenen,

Wir sind 1000 Menschen aus über 20 Ländern der ganzen Welt, die sich bei der UN Menschenrechtskommission versammelt haben. Wir sind freiwillig und auf eigene Kosten hergekommen und benutzen unsere Freizeit, um die Aufmerksamkeit der Internationalen Gemeinschaft auf die Folter, die Verfolgung und den Mord dem Falun Gong Praktizierenden in China gegenüberstehen, zu lenken. Unter uns sind einige, deren Familienmitglieder bei dieser brutalen Verfolgung zu Tode gefoltert wurden, wie auch viele, die am eigenen Leib die Grausamkeiten im Zwangsarbeitslager erlebt haben: Prügel, alle Arten der Folter, Elektroschocks, und einige von Uns, sind beinahe getötet worden. Aus der tiefen Sorge über die brutale Verfolgung heraus, die Millionen von Falun Gong Praktizierende erleiden, haben wir unsere Zeit und unser Geld geopfert, um an die Herzen der internationalen Gemeinschaft zu appellieren, sich ohne Verzug für ein Ende dieser Grausamkeiten einzusetzen.

Wir haben uns die Zeit genommen, an sie ungefähr 1000 individuelle Briefe zu schreiben, um der Australischen Regierung und den Medien unsere ernste Besorgnis auszudrücken, dass zwei alte Falun Gong Praktizierende, Herr Juntao Wang und Frau Liluan Wang aus Australien gefährdet sind, nach China abgeschoben zu werden, wo sie ernsthaft in Gefahr sind, gefoltert und sogar getötet zu werden.
Die UN hat die brutale Verfolgung von Falun Gong Praktizierenden bestätigt. In den letzten zwei Jahren haben mindestens sechs Spezialberichterstatter durchgehend von Folter und Tod oder andere Misshandlungen von Praktizierenden in China berichtet, denen sie sich ständig als Verfolgung ihres Glaubens gegenübersehen. Zusätzlich haben Drei von ihnen die erschreckenden Fälle von drei Praktizierenden in Gefangenschaft beleuchtet.

Der Spezialberichterstatter für Gewalt gegen Frauen hat die Verfolgung von weiblichen Falun Gong Praktizierenden dargestellt: „Die Methoden, die gegen weibliche Praktizierende angewandt wurden sind u. A.: sie nackt ausziehen; schwere Prügel mit Fäusten und verschiedenen Gegenständen wie Stöcken gegen die Schienbeine, Oberschenkel, Schultern und andere Körperteile; Tritte; die Verwendung von Elektroschockgeräten, Unter anderem an den Genitalien, Achselhöhlen, Fußsohlen und dem Mund; Die Verwendung von Handschellen oder Seilen, um die Gefangenen auf eine Art zu fesseln, die intensive Schmerzen verursacht; Aufhängen an den Armen oder Beinen, oft kombiniert mit dem Aussetzen an extreme Kälte oder Hitze; die Benutzung von Zigarettenanzündern, um ihre Körper zu verbrennen; Nadeln unter die Fingernägel einstechen, oder die Fingernägel mit Zangen herausreißen; Pfeffer, Chilli oder andere Substanzen in Mund, Nase oder Genitalien streuen; Die Benutzung von Injektionen, die die Opfer geistig aus dem Gleichgewicht bringt, oder sie der Fähigkeit beraubt, zusammenhängend zu sprechen.“

Der UN Bericht zu China erwähnt Kommentare des Spezialbeauftragten für die Religions- und Glaubensfreiheit: „ der Spezialbeauftragte verweist auf Informationen, wonach seit 1999 mehr als 350 Anhänger von Falun Gong in Gefangenschaft gestorben sind, 80 von ihnen als Folge von Folter. Ungefär 100 000 Praktizierende sind in Gefangenschaft, und mehr als 20 000 wurden ohne Gerichtsverfahren in Zwangsarbeitslager gebracht.“ Am 4. Juli 2001 hat ABC TV in Australien berichtet, dass fast die Hälfte derjenigen, welche in China in Zwangsarbeitslager gefangengehalten werden, Falun Gong Praktizierende sind.
Siehe dazu: http://www.abc.net.au/news/2001/07/item20010704200115_1.htm

Jeder Falun Gong Praktizierende ist mit Leiden in unterschiedlicher Form durch die systematische landesweite Verfolgung konfrontiert, und riskiert, jederzeit eingesperrt und gefoltert zu werden. Fast jede Menschenrechtsverletzung wird an Praktizierenden benutz. Kinder wie Alte Leute werden misshandelt. Millionen Praktizierender wurden ihrer Arbeit, Zuhause Stipendien Renten und Einkünfte beraubt. Praktizierende wurden ohne ordentliches Gerichtsverfahren zu horrenden Strafen verurteilt, und ohne Limit bestraft.

Es ist verständlich dass so ein altes Ehepaar wie Herr und Frau Wang, welche schon um die 60 Jahre alt sind, die Sprache und Kultur Australiens nicht kennen, und welche zu Recht Angst haben, dass sie nach China zurückgeschickt werden, ihnen unter diesen Umständen einige Verfahrensfehler bei der Beantragung eines Flüchtlingsstatus unterlaufen sein können. Trotzdem kann die Tatsache, dass ein Mensch einen Protokoll oder Verfahrensfehler macht, niemals eine Rechtfertigung dafür sein, dass er dahin zurückgebracht wird, wo er Verfolgung, und vielleicht Folter und Tod gegenübersteht.

Gesetze, einschließlich derjenigen für Flüchtlinge, wurden geschaffen, um die Gerechtigkeit aufrecht zu erhalten. Das Verfahren für Flüchtlinge selbst wurde aus humanitären Gründen geschaffen. Also müssen Gesetze, und dieses Gesetz insbesondere, mit Gewissen angewendet werden. Die Gesetze sind keine Formeln, welche über dem Zweck, zu dem sie geschaffen stehen. Wenn wir nur einfach Reglementierungen folgen, und dabei die Grundprinzipien und Menschenrechte verletzen, zu deren Schutz diese Gesetze und Verfahren geschaffen wurden, haben wir das Wichtigste außer Acht gelassen.

Während demokratische Länder und internationale Organisationen ihr bestes tun, um Falun Gong Praktizierende, welche in China verfolgt werden zu retten, wäre es eine Schande für die Australische Regierung, gegen diese Bemühungen zu arbeiten. Bis jetzt hat in der ganzen Welt nur Kambodia Falun Gong Praktizierende nach China deportiert, eine Tat, die von der UN Flüchtlingskommission verurteilt wurde. Diese Praktizierenden wurden verhaftet, und sind gegenwärtig in China eingesperrt. Ihre aktuelle Situation ist unbekannt.

Es wird gesagt, dass einige Bürger Australiens nicht immer eine positive Haltung zu der großen Anzahl an Asylanträgen einnehmen. Trotzdem , die australischen Bürger sind gutherzige Menschen, welche die Menschenrechte schätzen, und dies ist definitiv kein Problem in Bezug darauf, dass gute Menschen gerechtfertigte Flüchtlingsansprüche geltend machen, insbesondere, wenn sie Folter und Tod für ihren Glauben erleiden müssten.

Einen Falun Gong Praktizierenden zurück nach China zu schicken würde einen zu dunklen Fleck in der Geschichte Australiens- nicht nur der Einwanderungsbehörde- sondern des ganzen Landes hinterlassen. Die Menschen schauen mit Unverständnis und Scham darauf zurück, dass Schiffe mit Jüdischen Flüchtlingen, welche dem Holocaust zu entkommen versuchten, abgewiesen wurden. Auch in diesem Fall kann es sein, dass den Menschen der Welt das Außmaß der Grausamkeiten, die dunschuldige Menschen unnötig erleiden, erst später klar wird. Auch in diesem Fall werden diejenigen, welche auf der Seite der Gerechtigkeit gestanden haben, wirkliche Anerkennung für ihren Einsatz für Prinzipien und Gerechtigkeit erfahren, während diejenigen welche,- und sei es irrtümlich- die Opfer nicht unterstützten, oder sogar zu ihrem Leiden beitrugen, einen schwarzen Fleck in der Geschichte hinterlassen werden, und es sehr schwer sein wird, ihre Taten wieder ungeschehen zu machen.

Als besorgte Bürger der Welt und als Menschen, welche selbst aus einem Gerechtigkeitsgefühl heraus Opfer gebracht haben, bitten wir sie, auch im Sinne der Gerechtigkeit zu handeln, und wichtige Prinzipien für das Ansehen und die Zukunft Australiens aufrechtzuerhalten. Herr und Frau Wang dürfen nicht nach China zurückgeschickt werden. Wenn sie nicht in Australien bleiben können, bitten wir sie, Vorkehrungen dafür zu treffen, dass sie in ein sicheres Drittland gehen können, in dem sie vor der brutalen Verfolgung von Falun Gong in China sicher sind.

Hochachtungsvoll

1000 Falun Gong Praktizierende und Unterstützer, die sich zum Appelieren vor der UN in Genf versammelt haben

Abschriften an: Regierungsstellen und Medien

Aus dem Englischen übersetzt: http://www.falunau.org/indexArticle.jsp?itemID=433

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