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Österreich: Erlebnisse beim Infotag am Traunsee

Freitag, 4. April 2003

Vor einiger Zeit veranstalteten Praktizierende aus Österreich und Deutschland gemeinsam in Gmunden am Traunsee einen Infostand. Während der 3-stündigen Autofahrt dorthin, begleitete uns ständig eine dunkle Wolkendecke. Ich sandte fast während der ganzen Zeit der Fahrt Aufrichtige Gedanken aus, damit unsere Infoveranstaltung nicht ins Wasser fällt. Denn wenn es regnete, würden nicht soviele Leute an unserem Infostand vorbei kommen. Dort angekommen, bauten wir den Infotisch auf und begannen sofort Übungen zu machen und Flugblätter zu verteilen. Zur gleichen Zeit fand in Gmunden der alljährliche Christkindlmarkt statt. Ich besuchte systematisch jeden Stand und übergab Infomaterial. Einige Leute sprachen mich direkt an, warum wir hier wären und warum ich das machen würde. Ich erklärte Ihnen, dass ich seitdem ich angefangen habe zu praktizieren, mein Leben in allen Situationen an Schönheit und Tiefe gewann und dass ich die 3 Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“ die Falun Gong lehrt, so edel finde, dass ich den Wunsch habe, sie als Maßstab für mich zu nehmen, damit ich mich mit der Zeit an sie angleiche und dass alle anderen die praktizieren den gleichen Wunsch haben. Ich sagte, dass wenn man aufrichtig sei, was auch bedeute wahrhaftig zu sein, dann könne man nicht Zuhause im Wohnzimmer sitzen und Fernsehen mit dem Wissen, dass in China Menschen für diesen gleichen Wunsch und den Glauben an diese drei Prinzipien verfolgt, eingesperrt, gefoltert und getötet werden. Würde ich mich da nicht selbst anlügen? Würde ich so sagen können, ich praktiziere Falun Gong? Jeder der den gleichen Wunsch im Herzen hat wie ich, ist für mich wie ein Bruder oder eine Schwester. Und würde ich nicht das Gleiche für sie tun? Sicherlich. Außerdem muss es jemanden geben, der die Lügen der Chinesischen Regierung über Falun Gong und Herrn Li Hongzhi richtig stellt. Sie waren sehr ergriffen, sie wussten darauf nichts zu sagen, außer dass sie uns von Herzen alles Gute wünschten und den Menschen in China das Ende der Verfolgung.

Mit einer Dame habe ich über die alten Zeiten geredet und wie schrecklich sich die Gesellschaft durch den Verfall der Moral in Richtung Sackgasse entwickle. Sie war so verwundert einen jungen Menschen mit meiner Einstellung kennen zu lernen, dass Sie fast zu weinen anfing. Danach sprach ich mit Ihr über die Verfolgung von Falun Gong in China und die grausamen Methoden der Folter. Sie war wirklich erschüttert. Sie bedankte sich für das Gespräch und wünschte uns allen hier bei der Veranstaltung viel Erfolg und dass sich die Situation in China bald bessern würde.

Beim Infomaterial verteilen an die Stände des Christkindlmarktes, sagte ich zu den Menschen: „Hier bitteschön, für Sie!“ Die meisten fingen an zu lächeln als sie das Infoblatt anschauten und bedankten sich.

Das Wetter schien mir den ganzen Verlauf des Tages unsere Aufrichtigkeit auf die Probe stellen zu wollen. Von einer Seite kamen nur dunkle Wolken, auf der anderen Seite war ein klarer Himmel und die Sonne schien. Ich sandte so oft ich dachte, Aufrichtige Gedanken und merkte, dass wir in einem sehr barmherzigen Feld waren. Einmal, es war schon später, da unterhielten wir Praktizierende uns vermehrt miteinander, da wir uns auch nicht so oft sahen und nur zwei Leute verteilten Flyer. Da kam ein Wind auf und es begann kurz aber leicht zu regnen. Ich fasste es als Warnung auf, dass wir mit unseren Herzen bei der Sache sein sollten, und fing sogleich an „Aufrichtige Gedanken auszusenden“ und Flyer zu verteilen. Meine stillschweigende Handlung motivierte anscheinend die Anderen und so begannen auch die sie wieder Flyer zu verteilen und Übungen zu machen. Der Wind legte sich und es hörte auf zu regnen.

Der ganze Tag hat mir wieder einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir mit aufrichtigen Herzen bei dem sind was wir tun. Ich denke, dass es eben eine Verkörperung von tatenlos ist, einfach das zu tun, was man tun soll und das zu sagen, was man sagen soll, ganz natürlich. Auf einem Infostand haben wir eben keinen Erfahrungsaustausch, sondern die Aufgabe den Menschen eine Chance für Ihre Zukunft zu geben, und das Böse zu beseitigen indem wir die Wahrheit erklären. Erfahrungen können wir auch anschließend bei einem Essen austauschen oder eben speziell ein Treffen zum Erfahrungsaustausch veranstalten.

Dieses Bild vom Traunsee mit der Möwe ist einfach so entstanden, ich hatte nicht vor ein Bild zu machen. Als ich es machte, kam mir die Stimmung meiner Umgebung, obwohl es viele Menschen dort gab und es eigentlich laut war, sehr ruhig, fast still vor. Es kam mir vor, als wenn die Umgebung erstarrt wäre und nur auf das Aufheben der Erstarrung wartete … stillschweigend.

Wir konnten viele Menschen erreichen und ich sehe alles was wir gemeinsam machen als Erhöhung zu einer Einheit an. Es bringt uns näher zu einander, wenn wir offen und aufrichtig sind, kommt alles von selbst.
Dies sind meine Erlebnisse und Eindrücke von diesem Tag. Ich danke Euch für die Möglichkeit diese hier mit Euch zu teilen, denn wären die Herzen nicht vorhanden, dann hätte ich auch nicht diese Möglichkeit.

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