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Alte Kultivierungsgeschichte: He Zhizhang und der alte Taoist Wang

Die Chinesische Volkskunst kennt sehr viele Geschichten über Kultivierung, Unsterbliche und Taoisten. Diese Geschichten spiegeln die Tiefe wieder, bis zu der die gesamte chinesische Kultur, Tradition und Geschichte von dem Konzept der Kultivierung durchdrungen ist. Diese Geschichten haben keinen direkten Bezug zu Falun Gong, aber sie wurden auf Clear Harmony veröffentlicht, weil sie für westliche Menschen von Interesse sind, da sie ihnen einen Einblick in die tief verwurzelte kulturelle Tradition von Kultivierungswegen in China gibt.

He Zhizhang lebte an der Xuanping Strasse in Xijing (der heutigen Stadt Changan). Gegenüber von seinem Haus stand ein Haus mit einer kleinen Brettertür. Er sah oft einen alten Mann auf einem Esel reiten und durch die kleine Brettertür kommen und gehen. Fünf oder sechs Jahre vergingen, aber das Aussehen und die Kleidung des alte Mannes blieben die Gleichen; es schien so, als ob die äußere Erscheinung des alten Mannes sich nie änderte. Er sah auch niemals eine der Verwandten des alten Mannes. Als er seine Nachbarn fragte, sagte ihm jeder, dass der alte Mann Wang hieß und dass seine Arbeit war, auf dem Westmarkt Schnüre zu verkaufen, um Münzen aufzufädeln.

Nach sorgfältiger Beobachtung kam He Zhizhang zu dem Schluss, das der alte Mann eine ungewöhnliche Person sein müsse. Er ging ihn nun oft in seiner Freizeit besuchen. Der alte Mann hieß ihn respektvoll willkommen. Er hatte nur einen Jungen als Diener und als ihn He Zhizhang über seine Arbeit befragte, antwortete der alte Mann ausweichend. Als sie sich besser kennenlernten, entwickelten sie nach und nach Respekt füreinander und die Themen, über die sie sprachen, wurden immer tiefgründiger.

Der alte Mann erzählte, dass er Tao (auch als „Dao“ bekannt, einem Taoistischen Begriff für „der Weg der Natur und des Universums“) kultivierte und dass er Pillen herstelle, die es einem ermöglichten, unsterblich zu werden. He Zhizhang hatte immer an den Tao geglaubt und ihn respektiert und so wollte er, dass ihn der alte Mann formell als seinen Schüler annahm. Eines Tages kamen He Zhizhan und seine Frau zu dem alten Mann und sie hielten eine helle Perle in der Hand. Dann sagten sie dem alten Mann, dass diese Perle aus Hes Heimatstadt kam und dass sie sie viele Jahre lang gehütet hatten. He Zhizhang sagte, er wolle sie speziell dem alten Mann zum Geschenk machen und er bat ihn, ihm den Tao und das Fa (Gesetz und Prinzipien der Buddha Schule) beizubringen.

Der alte Mann nahm die Perle an und schickte sofort seinen Jungen damit zum Markt, er solle sie gegen Brötchen eintauschen. Der Junge kam mit 30 Sesambrötchen zurück und der alte Mann traktierte He Zhizhang mit den Brötchen. He Zhizhang war darüber sehr unglücklich. Er war der Ansicht, dass die Perle ein besonders wertvolles Geschenk für den alten Mann war. Wie konnte der alte Mann es so willkürlich verwenden und es gegen 30 Sesambrötchen eintauschen?

Der alte Mann sagte darauf: „Der Tao und das Fa (Gebot) können nur erzielt werden wenn man sein Herz opfert. Wie kann man ihm so vehement nachjagen? Wenn der Eigensinn auf Geld und persönlichen Besitz nicht beseitigt würde ist es unmöglich, den Tao zu erreichen. Du solltest in eine Wüste und einsame Berggegend gehen, um Tao fleißig und mit großer Hingabe zu kultivieren. Es ist schwierig Tao zu erreichen, wenn man in der Stadt wohnt.“ He Zhinzhang wurde es bei seinen Worten plötzlich klar. Er dankte dem alten Mann von Herzen und ging.

Einige Tage später verschwand der alte Mann. Bald danach dankte He Zhizhang bei seiner öffentlichen Stellung ab, und er ging in seine Heimatstadt zurück, um den Tao zu kultivieren.

Anmerkung: He Zhizhang, auch Jizhen genannt, kam aus Yongxing, Huiji (heute Shaoxing). Seit seiner Kindheit war er bekannt für seine Essais und Gedichte, die er schrieb. Er bekam den Rang eines Jinshi (ein erfolgreicher Kandidat mit den höchsten kaiserlichen Prüfungen) und bekam später den Titel eines Taichang Doktors. Zhizhang war sein ganzes Leben unkonventionell und wurde in seinen späteren Jahren immer unkonventioneller. Er nahm den Künstlernamen „Four Siming“ oder „Verrückter Gelehrter“ an. Er schrieb normalerweise Gedichte, nachdem er sich betrunken hatte und wenn er einmal in diesem Zustand war, konnte er sehr gute Gedichte in kürzester Zeit verfassen.

Er beherrschte sowohl die kursive Schrift als auch die offizielle Schrift. Die Leute sammelten seine Werke und hielten sie für Schätze. Am Anfang der Regierungszeit von Tianbao, ging er in Pension und zog in seine Heimatstadt, um als Taoist zu leben. Der Kaiser verfügte einen kaiserlichen Erlass, der ihn mit einem Musikstück genannt: „Spiegel See und Shan Fluss“ ehrte. Außerdem schrieb der Kaiser ein Gedicht, um seinen Abschied zu würdigen. Der Kronprinz kam herunter und schüttelte Hes Hände, um ihn zu verabschieden. He Zhizhang starb im Alter von 88 Jahren. Kaiser Suzung gab ihm aus Respekt den Titel „Minister der Minister der Reime“. Seine Gedichte wie „nach Hause kommen“ und „Gesang der Weide“ usw. werden weithin gelesen und rezitiert.

Von Taiping Guangji

Chinesische Version:
http://www.zhengjian.org/zj/articles/2003/4/10/21151.html

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