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August 2021: Insgesamt 91 Praktizierende wegen ihres Glaubens als verurteilt gemeldet

Bis August 2021 wurden weitere 91 Falun-Dafa-Praktizierende [1] wegen ihres Glaubens verurteilt, sodass sich die Zahl der gemeldeten Verurteilungen seit Jahresbeginn auf 827 erhöht hat.

Von den 91 neu gemeldeten Fällen ereigneten sich vier im Jahr 2020, acht im ersten Halbjahr 2021, 39 im Juli 2021 und 40 im August 2021.

Die 91 verurteilten Praktizierenden stammen aus 16 Provinzen und Gemeinden, wobei Jilin mit 25 die meisten Fälle verzeichnete, gefolgt von Liaoning (12), Heilongjiang (12), Shandong (10) und Hebei (9). In den übrigen elf Regionen traten ein bis vier Fälle auf.

Nach Minghui.org vorliegenden Angaben war der jüngste verurteilte Praktizierende ein 19-jähriger Student, fünf Praktizierende waren über 30 Jahre alt, neun über 50, 13 über 60, zehn über 70 und drei über 80 Jahre alt, wobei der älteste 88 Jahre war.

Die verurteilten Praktizierenden kommen aus allen Gesellschaftsschichten, darunter Lehrer, ein Betriebsleiter und ein pensionierter Ingenieur.

Die Praktizierenden wurden zu Haftstrafen von sechs Monaten bis zehn Jahren verurteilt. Die durchschnittliche Haftdauer betrug drei Jahre und neun Monate.

32 Praktizierende wurden zu Geldstrafen von insgesamt 466.000 Yuan (rund 61.000 Euro) verurteilt; davon 20 zu einer Geldstrafe zwischen 2.000 und 6.000 Yuan (rund 260 bis 790 Euro) und 12 zu 10.000 bis 120.000 Yuan (rund 1.300 bis 15.700 Euro). Im Durchschnitt betrug die Geldstrafe 14.562 Yuan (1.900 Euro) pro Person.

Es folgt ein Auszug der im August 2021 gemeldeten Fälle.

Ältere und bettlägerige Menschen bleiben nicht verschont

88-Jähriger zu einem Jahr Haft verurteilt – Aufenthaltsort unbekannt

Der allein lebende 88-jährige Praktizierende Xin aus der Stadt Jilin in der Provinz Jilin wurde 2020 verhaftet, weil er mit drei anderen Praktizierenden Transparente mit Informationen über Falun Dafa aufhängen wollte. Nachdem er gegen Kaution freigelassen worden war, legte die Polizei seinen Fall der Staatsanwaltschaft des Bezirks Chuanying vor. Sie erhob Anklage gegen Xin und gab den Vorgang an das Bezirksgericht Chuanying ab.

Im August 2021 fand die Anhörung statt. Der Richter Li Zhongcheng verurteilte den Praktizierenden zu einem Jahr Haft. Ein Beamter brachte ihn zunächst in die Haftanstalt der Stadt Jilin, die eine Aufnahme aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands ablehnte. Später am Tag durfte er nach Hause zurück. Am nächsten Tag brachten Beamte den Praktizierenden zur Untersuchung in ein anderes Krankenhaus, von der er nicht zurückkehrte. Sein Aufenthaltsort ist nicht bekannt.

79-Jähriger in ernsthaftem Zustand zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt

Zeng Jiageng, ein 79-jähriger ehemaliger Ingenieur, aus der Stadt Guangzhou in der Provinz Guangdong wurde am 28. Juli 2021 zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, obwohl er einen gefährlich hohen Blutdruck, Herzleiden sowie Seh- und Hörbehinderungen hatte.

Zeng Jiageng

Am 10. Juli 2019 wurde Zeng verhaftet. Die Polizei beschuldigte ihn, sein Telefon als Hotspot zu nutzen, um Informationen über Falun Dafa zu verbreiten.

Zwei Monate nach der Festnahme litt Zeng an gefährlichem Bluthochdruck und einem Herzleiden. Tan Junhua, ein Wärter im ersten Gefängnis der Stadt Guangzhou, informierte die örtliche Polizeibehörde am 10. September über Zengs Zustand. Er forderte die Polizei auf, die Bearbeitung des Falls zu beschleunigen. Zengs Familie und sein Anwalt beantragten Freilassung auf Kaution, was jedoch abgelehnt wurde.

Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Haizhu erhob im November 2019 Anklage gegen Zeng und gab den Vorgang an das Gericht Haizhu ab.

Als Zengs Verteidiger das Video über die Anhörung vom Tag der Festnahme überprüfte, stellte er Unstimmigkeiten mit dem Vernehmungsprotokoll fest. Auf dem Video war zu sehen, wie Polizisten Zeng befragten, welches Gerät er bei seiner Verhaftung bei sich getragen habe, woher er den Wifi-Hotspot hatte, wie er ihn benutzt, ob er damit Informationen über Falun Dafa verbreitet hatte und ob die Polizisten Bücher und Materialien über Falun Dafa oder einen Computer in seiner Wohnung gefunden hätten.

Während des gesamten Verhörs sagte Zeng nichts. Das Anhörungsprotokoll hingegen führte auf, dass Zeng alle Fragen beantwortet habe, wobei Zeng „zugegeben“ hatte, dass „ich einen weißen Wifi-Hotspot bei der Verhaftung bei mir trug; das Gerät wurde mir auf einem lokalen Markt von einer Person gegeben; ich benutze es nur, um für Falun Gong zu werben; ich schaltete das Gerät ein, wenn ich rausging; und die Polizei beschlagnahmte bei mir Falun-Gong-Bücher und entsprechende Materialien.“

Zengs Anwalt fand heraus, dass die Behörde weitere Unterlagen zu seinem Fall aufbewahrt. Aber weder Staatsanwalt noch Richter gestatteten dem Verteidiger, diese einzusehen.

Am 17. August 2020 fand Zengs Video-Anhörung vor dem Gericht statt. Wegen seiner starken Schwerhörigkeit bat der Vorsitzende Richter Zhou Zhengyuan den Verteidiger, die Fragen aufzuschreiben, die er Zeng stellen wollte. Als die Anhörung am Nachmittag fortgesetzt wurde, stellte der Anwalt fest, dass der Richter einige Fragen zur Unrechtmäßigkeit der Verfolgung von Falun Dafa gestrichen hatte. Zuvor hatte er hingegen versprochen, alle eingereichten Fragen zu übermitteln.

Der Staatsanwalt fügte der Anklage ein Beweisstück hinzu. Dabei handelte es sich um eine anwaltliche Stellungnahme, die Zeng zum Zeitpunkt des Verhaftung seines Sohnes bei den Behörden eingereicht hatte. Zeng Hao war wegen seines Glaubens an Falun Dafa verhaftet und verurteilt worden. Ein anderer Anwalt hatte schriftlich vorgetragen, dass Falun Dafa zu Unrecht verfolgt werde. Zeng hatte das Dokument vorgelegt, um die Unschuld seines Sohnes darzulegen.

Am 23. September fand eine weitere Anhörung von Zeng statt. Dabei schlug Staatsanwalt Xu Weigua auf den Tisch und erklärte, dass er das Land vertreten würde. Als der Verteidiger argumentierte, dass es keine Rechtsgrundlage für die Verfolgung gebe, beantragte der Staatsanwalt eine Gefängnisstrafe von acht Jahren.

Bis zur Zeit der Verkündung des Urteils verschlimmerte sich Zengs Zustand weiter. Sein Blutdruck stieg, Hör- und Sehvermögen verschlechterten sich. Häufig litt er unter Schlaflosigkeit und konnte beim Gehen das Gleichgewicht nicht halten.

Die wiederholten Anträge der Familie und des Verteidigers, ihn auf Kaution freizulassen, wurden ignoriert. Auch auf die Anrufe des Anwalts reagierte der zuständige Richter Jia Cunjin nicht.

Am 28. Juli 2021 verurteilte das Gericht Zeng zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (rund 1.300 Euro).

Ganzer Bericht unter Minghui

Chinesische Version

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