Begebenheiten auf dem Weg meiner Kultivierung

Verehrter Meister, liebe Mitpraktizierende

Gerne möchte ich von ein paar Begebenheiten auf dem Weg meiner Kultivierung berichten.

Es war für mich eine große Prüfung, diesen Erfahrungsbericht zu schreiben, denn das Nach- innen- Schauen fällt mir enorm schwer und meist finde ich keine Zeit dazu. Zudem habe ich Bedenken und immer noch großes Lampenfieber vor dem Vortragen. Dennoch gebe ich mein Bestes und möchte trotz meiner leider noch vorhandenen Ängste folgende Begebenheiten mit Euch teilen.

Informationsmaterialien ‘Im Reich der Mitte’ verteilen

Eines Tages verteilten wir zu zweit – in unterschiedlichen Bereichen eines Ortes – unsere aufschlussreiche Broschüre ‘Im Reich der Mitte’. Bei der Begegnung eines eher randständigen Mannes mittleren Alters sprach mich dieser an, er sei kurz zuvor meinem Kollegen begegnet. Ein richtiges Gespräch fand jedoch nicht statt, da dieser sich sogleich wieder entfernte. Zudem dachte ich, dass er bereits eine Broschüre erhalten habe.

Drei Tage später war ich im selben Ort am Verteilen. Bei einem Hochhaus hielt mir freundlicherweise ein Bewohner die Haustüre auf, da diese bei Hochhäusern meist verschlossen ist. Beim Vorbeigehen bemerkte ich, dass dies derselbe Mann war, dem ich letztes Mal begegnet war. Auch er erkannte mich erst jetzt und bemerkte zur Situation, dass ich wohl wieder am Broschüren verteilen sei. In seiner Stimme nahm ich allerdings eine gewisse Enttäuschung wahr. Prompt sagte er mir dann auch, dass er bis jetzt noch immer keine Broschüre erhalten habe. Schnell gab ich ihm eine und begründete, dass wir systematisch im ganzen Ort verteilen würden. Worauf er mir seine Straße, an welcher er wohnt, nannte. Zudem teilte er mir mit, dass seine Mutter in diesem Hochhaus wohnen würde. Er hat mir mit dem Zutritt ermöglicht, ca. 30 Broschüren verteilen zu können und war mir somit bei der Errettung der Lebewesen behilflich.

Mein Eindruck war, dass sich die innere Haltung dieses Mannes in den letzten drei Tagen stark geändert hatte und gewahrte nun seine Zufriedenheit und eine gewisse Glücklichkeit. Wir verabschiedeten uns sogar mit einem Händedruck.

Aus dieser Schicksalsverbindung erkannte ich, dass ich keinerlei Vorurteile irgendjemandem gegenüber haben sollte, was ich mir sehr zu Herzen genommen habe. Zudem wurde mir wieder bewusst, dass die Menschen mit Schicksalsverbindung wirklich auf uns warten und wir keine Gelegenheit zur Erklärung der wahren Umstände, wenn es sich ergibt, auslassen sollten.

Der Meister schreibt in einem Gedicht:

„Welt verdorben, später Herbst
5000-jährige Zivilisation, verwelkt die Blumen
Menschenherz nicht mehr rein, alles im Chaos
Wenn die große Katastrophe kommt, wer kann erretten?
Fa verbreitet in der Endzeit, es hat seinen Grund
Zügellosigkeit und Verdorbenheit währt nicht lang
Gut und Böse, rechtschaffen und häretisch, trennen sich
Die Errettung der guten Menschen wünschen die Gottheiten
Nektar überall in der Menschenwelt versprüht
Wahrheit, göttliche Worte, in der ganzen Welt
Das Netz auf einer Seite bleibt offen, sucht sie schnell
Nur die Wahrheit kann retten“

(Nur die Wahrheit kann erretten, 26.10.2007, in: Hong Yin III)

Beseitigung der Lactose Intoleranz

Nach rund 6 Jahren der Kultivierung im Falun Dafa, hat mir Meister Li mit seiner unendlichen Barmherzigkeit meinen Körper wiederholt gereinigt und meine einzig verbliebene Unpässlichkeit, der Lactose Intoleranz (eine Milchzuckerverwertungsstörung), beseitigt.

Das war ein sehr eindrücklicher Prozess des Loslassens. In meinem tiefsten Inneren hatte ich nämlich immer eine Sicherheit verspürt, diese belastende und mühsame Sache irgendwann los zu sein. Ich war aus tiefstem Herzen davon überzeugt – ohne Anhaftung und ohne danach zu trachten. Es einfach so annehmen, wie es sich auch immer zeigte. Es war ein realer Prozess, denn die Symptome, wie Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall, verringerten sich zusehends, was in mir wiederum die Zuversicht stärkte. So traute ich mir beim Essen immer mehr zu und konnte auch die psychosomatische Belastung dahinter zusehends und allmählich ablegen.

Letztendlich blieben die Symptome ganz aus, und ich konnte wieder alles zu mir nehmen, ohne auf die darin eventuell enthaltene Lactose zu achten. Meine Erkenntnis und zwischenzeitliche Erfahrung dieser Erscheinung bei der Kultivierung zeigt mir wiederum, dass ich nicht auf dieser Ebene bleiben darf. Denn es gab seither auch kleine Rückschläge, wenn ich mich nicht gut kultiviert hatte. Das heißt konkret, wenn ich mich im Alltag geärgert und/oder beschwert habe, meinen Mund nicht gut kultiviert oder ansonsten meine {{Xinxing}} nicht bewahren konnte. Dann war meine Verdauung wieder gestört.

Ich nehme wahr, dass mein Weg immer schmaler wird, dabei habe ich noch so viele Anhaftungen, welche ich einfach nicht loslassen kann, bzw. – wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin – in meinem Innersten leider noch nicht loslassen will; zum Beispiel den Dämon der Erotik! Auch dieses Problem ist mir sehr bewusst geworden… Das ist nicht mein wahres Selbst, denn wenn mein Hauptbewusstsein stark ist, kann ich die aufkommenden Gedanken verdrängen und verneinen, das bin nicht ich, der diese Dinge denkt! Immer und immer wieder – ich darf auf keinen Fall aufgeben oder zweifeln und muss beharrlich weitergehen; Tag für Tag, Schritt für Schritt.

Der Meister lehrt uns:

„… Als wir das Fa und den Kultivierungsweg verbreitet haben, haben viele gemeint, dass das Fa zwar gut ist, es für sie aber sehr schwierig sei, danach zu handeln. Ich denke, ob es schwierig oder nicht schwierig ist, kommt in Wirklichkeit auf den Menschen selbst an. Ein ganz normaler gewöhnlicher Mensch, der nicht den Wunsch hat, sich zu kultivieren, wird denken, die Kultivierung sei einfach zu schwierig und unvorstellbar. Es sei nicht möglich, sich zur Vollendung zu kultivieren. Er ist ein gewöhnlicher Mensch und will sich nicht kultivieren, deshalb hält er die Kultivierung für sehr schwierig…“ (Zhuan Falun, 2019, S. 479)

Anzeichen einer scheinbaren Blutvergiftung

Ein weiteres einschneidendes Ereignis auf meinem Weg der Kultivierung:

Anfang 2023 hat sich der vorderste Teil des Zeigefingers meiner linken Hand plötzlich stark entzündet, war knallrot und schwoll beträchtlich an. Begleitet war diese massive Entzündung von sehr intensiven, pochenden Schmerzen, welche mir nachts zeitweise nicht einmal mehr erlaubten, einschlafen zu können, oder ich wachte von Schmerzen geplagt immer wieder auf. Zudem dehnte sich die Entzündung weiter aus, so dass bereits der halbe Zeigefinger davon betroffen war. Im geschwollenen Bereich sammelte sich auch eine Flüssigkeit immer mehr an. Das Ganze machte den Anschein einer Blutvergiftung.

Zu jeder Zeit war für mich jedoch klar, nicht zum Arzt zu gehen. Ich bestritt meinen Tagesablauf möglichst wie gewohnt, praktizierte die Übungen, las das Fa des Meisters, sandte aufrichtige Gedanken aus und ging meiner Arbeit nach. Da zudem die Shen-Yun-Aufführung in Basel bevorstand, nahm ich an Promotions-Ständen teil und verteilte Werbematerialien. Ich schenkte dem Ganzen so wenig wie möglich Beachtung. In dieser Zeit schützte ich den Finger einfach mit einem Heftpflaster, sodass Kunden oder Mitarbeiter möglichst nicht darauf aufmerksam wurden.

Dennoch war ich etwas ratlos, wie ich mich in der ganzen Situation verhalten sollte und schaute nach innen. Mir wurde dann bewusst, dass ich die Anhaftung hatte, auf andere zu zeigen, insbesondere auf meinen Chef. Ich beschwerte mich oft über ihn und hegte Groll, Wut und Hass gegen ihn, denn ich konnte seine Handlungen, totale Kontrolle und Taten einfach nicht verstehen und nachvollziehen. Waren doch all seine Bestrebungen seit rund 20 Jahren, in die schwarzen Zahlen zu gelangen, wie mit diversen Internetshops, YouTube Videos, usw., erfolglos.

Mein Chef hatte meine Arbeit jahrelang immer unterstützt. Seit er dieses Jahr drei Tage pro Woche auch im Geschäft mitarbeitet, hat er angefangen mich zu kritisieren und mich zu beschuldigen, da er andere Vorstellungen im Verkauf hat als ich.

Nun habe ich mich seinen Wünschen soweit wie möglich angepasst, ihm nachgegeben und meinen alt bewährten Stil in Beratung und Verkauf komplett über Bord geworfen.

Dann versuchte ich die gefüllte Blase im geschwollenen Bereich des Fingers mit einer Nadel aufzustechen. Die gestaute Flüssigkeit ließ sich jedoch nicht ablassen. Somit wartete ich wiederum mehrere Tage. Dann sah ich, dass sich in der immer größer werdenden Blase gelblicher Eiter gebildet hatte.

In meiner Verzweiflung stand ich vor das Bild des Meisters und bat ihn aus tiefstem Herzen, mir ein Zeichen zur Hilfe zu geben, während ich wiederum die Intuition hatte, die Blase aufzustechen. Da bekam ich den Eindruck, dass der Meister mit dem Kopf nickte und mir somit das Einverständnis zum neuerlichen Aufstechen gab.

Siehe da, diesmal – mit der Erlaubnis des Meisters – gelang es mir, die übelriechende Flüssigkeit aus dem Finger auszudrücken. Wie froh, erleichtert und äußerst dankbar ich doch war. Danach verarztete und desinfizierte ich den Finger weiterhin selber, drückte das Eiter immer wieder aus. In der Woche danach klang dann die Entzündung weiter ab und die Geschwulst bildete sich langsam zurück. Auch die Schmerzen klangen nach dem Aufstechen schnell ab und verschwanden.

Im darauffolgenden Monat bildete sich langsam alles wieder zurück und die starke Rötung des Zeigefingers klang ebenfalls ab. Der vordere Drittel des Fingers schälte sich danach und löste sich ab, so dass erst nur eine ganz feine und dünne Hautschicht vorhanden war. Der Finger fühlte sich wund und sehr verletzlich an, weshalb ich ihn weiterhin mit Heftpflaster schützte.

Ein Teil des Fingernagels, welcher nach dieser heftigen Entzündung deformiert gewachsen war, wuchs wieder normal nach. Rund vier bis fünf Monate dauerte die ganze Regeneration des Zeigefingers, bis alles wieder in Ordnung war.

Dies war für mich eine eindrückliche, starke Kultivierungserfahrung und hatte viel mit dem Glauben an den Meister und das Fa zu tun. Dabei wurden auch meine menschlichen Gedanken geprüft. Ich bin dem Meister äußerst dankbar, dass letztendlich alles so gut und mit keinerlei Folgen verlaufen ist.

Der Meister lehrt uns:

„… Bei einem Menschen mit viel schwarzer Substanz geht das jedoch nicht. Er muss zuerst folgenden Vorgang durchmachen, und zwar muss zuerst die schwarze Substanz in die weiße Substanz umgewandelt werden. Allein dieser Vorgang ist schon äußerst schmerzhaft. Deshalb muss ein Mensch mit einem schlechten Erkenntnisvermögen normalerweise mehr Leid ertragen. Wenn sein Karma groß ist, ist sein Erkenntnisvermögen schlecht. Dann ist es für ihn noch schwieriger, sich zu kultivieren…“ (ebenda, S.185)

Dem Vertreter auf einer Raststätte begegnet

Beim Aufbau des Bannergestelles für einen Autokorso sehe ich plötzlich einen bekannten Außendienst-Vertreter vor. Zu diesem Zeitpunkt waren wir 150 Kilometer entfernt vom Geschäft. Er kam gerade vom Restaurant zum Parkplatz zurück und siehe da, unsere Autos hatten genau Front an Front geparkt. Wir sprachen kurz miteinander und ich gab ihm einen EndCCP Flyer, welchen er gerne angenommen hat, da ihn dieses Thema interessierte. Dadurch ergab sich eine weitere Gelegenheit, diesmal durch die EndCCP- Petition, mit ihm über die nun schon so lange andauernde Verfolgung von Falun Dafa in China und über die wahren Hintergründe zu sprechen.

Über diese Schicksalsverbindung bin ich sehr dankbar, denn seit vielen Jahren hatte ich zu diesem Vertreter immer eine besondere Verbindung.

Störung der alten Mächte bei den Shen Yun Aufführungen

Beim Hotel Bezug in Basel war alles in Ordnung. Doch danach machten sich plötzlich Schmerzen im rechten Oberarm bemerkbar. Beim Praktizieren der Übungen bereitete mir die Übung „Pfahlstellung“ bereits große Mühe. Die Schmerzen wurden immer heftiger, so dass ich mir wie behindert vorkam.

Die vier Stehübungen waren nicht mehr auszuführen, selbst in und aus der Sitzposition der Meditationsübung zu gelangen war eine große Herausforderung. Ich konnte mich nur noch mit größter Mühe und mit erheblichem Zeitaufwand selbstständig anziehen – beim Sakko anziehen musste mir jemand behilflich sein. Duschen war nahezu unmöglich und an Schlaf war kaum zu denken. Glücklicherweise schaffte ich es dann irgendwie, dank großer Müdigkeit, mit Kissen gestützt und halbsitzend, etwas zu schlafen. Beim Trinken musste ich den linken Arm zu Hilfe nehmen, Essen war nur mit der linken Hand möglich.

Die alten Mächte wollten auf diese Weise meine Unterstützung bei Shen Yun verhindern. Ich ließ mich trotz allem nicht unterkriegen und ging meiner Aufgabe bei im Security-Team unbeirrt nach. Meine Zuständigkeit im Saal war zum Glück stehend, so dass ich mit dem linken Arm den Rechten etwas halten oder stützen konnte, um die Schmerzen einigermaßen ertragen zu können.

Das Ganze dauerte bis über die Shen-Yun-Aufführungen hinaus – unter kontinuierlicher Abschwächung der Symptome – noch wenige Tage an, danach war alles wie weggeblasen.

Das war ein äußerst eindrückliches Erlebnis, wie einfach es die alten Mächte schaffen, einen im Nu lahmlegen zu können. Leider ist es mir in der ganzen Zeit auch mit dem Aussenden aufrichtiger Gedanken und nach Innen schauen nicht gelungen, den Grund für diese Störung zu erkennen oder zu finden. Vielleicht könnte es mit dem Erotik Dämon zu tun haben, weil ich diesen, wie erwähnt, noch nicht beseitigen konnte.

Nun habe ich dieses Thema seit geraumer Zeit in meine täglichen FZN aufgenommen. In Gedanken vernichte ich den Erotik -und Sex Dämon in den ersten fünf Minuten der Reinigung und löse ihn auf.

Ich hoffe zu tiefst, dass ich es auf diese Weise schaffe, dieses leide Thema endlich in den Griff zu bekommen, denn es ist ein wesentlicher Pass den wir in unserer Kultivierung überwinden sollen/müssen.

Meinen Erfahrungsbericht möchte ich mit folgendem Gedicht abschließen:

Die traditionellen Klänge von Shen Yun sind Ausdruck der Gottheiten;
Göttliche Musik reinigt die Seele, der Tanz läutert die Menschen.
Befreit von ihren Leiden und Sorgen, der ganze Körper leicht;
Das Herz quillt über vor Dankbarkeit, zu Tränen gerührt.

Himmlische Schönheiten wirbeln und tanzen, verändern die Herzen der Menschen;
Gesang und Musik erweckt ihre reine, ursprüngliche Natur.
Dem Meister helfen, Menschen zu erretten – grenzenloser Verdienst;
Andere und sich selbst erretten, allmählich den Staub entfernen.

(Den Staub entfernen, 2019, in: Hong Yin V)

Eigentlich fehlen mir die Worte zum gebührenden Dank an den Meister. Ich kann es nur versuchen in etwa auszudrücken:

Verehrter Meister, meine tiefste Dankbarkeit für Ihre barmherzige Unterstützung und fortwährende Begleitung auf dem Weg meiner Kultivierung!

Lieben Dank an die Mitpraktizierende!

(Der Bericht wurde auf der Deutschschweizer Falun-Dafa-Konferenz 2025 vorgetragen.)

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