Bilanz Januar 2026: Insgesamt 41 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verurteilt

Im Januar 2026 wurden insgesamt 41 Fälle von Falun-Dafa-Praktizierenden gemeldet, die wegen ihres Glaubens zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden.

21 dieser Fälle ereigneten sich im Jahr 2025, 20 im Januar 2026. Aufgrund der strengen Informationszensur der Kommunistischen Partei Chinas sind Nachrichten über die Verfolgung nicht immer sofort verfügbar, was zu Verzögerungen bei der Berichterstattung führt.

Die verurteilten Falun-Dafa-Praktizierenden stammen aus 14 Provinzen oder regierungsunmittelbaren Städten. Shandong meldete die meisten Fälle (acht), gefolgt von Jilin (sieben) und Liaoning (sechs). Guangdong, Heilongjiang und die Innere Mongolei verzeichneten jeweils drei Fälle. Tianjin, Yunnan und Chongqing meldeten jeweils zwei Fälle. Die übrigen fünf Regionen – Fujian, Guizhou, Hebei, Hubei und Sichuan – verzeichneten jeweils einen Fall.

Die Haftstrafen reichten von sieben Monaten bis zu sechs Jahren, im Durchschnitt zwei Jahre und zehn Monate. Sechzehn Praktizierende wurden mit Geldstrafen in Höhe von insgesamt 242.000 Yuan (etwa 29.410 Euro) belegt, im Durchschnitt 15.125 Yuan (etwa 1.840 Euro) pro Person.

Bei den 25 Praktizierenden, deren Alter zum Zeitpunkt der Verurteilung bekannt war, reichte die Altersspanne von 45 bis 86 Jahren. Drei waren in der Altersgruppe von 40 bis 49, vier in der Altersgruppe von 50 bis 59, zehn in der Altersgruppe von 60 bis 69, sechs in der Altersgruppe von 70 bis 79 und zwei über 80.

Es folgen ausgewählte Fälle.

Verurteilung älterer Praktizierender

84-Jährige erneut zu Gefängnishaft verurteilt, nur weil sie Falun Dafa praktiziert

Wang Xiuqin, 84 Jahre alt und aus Fuzhou, Provinz Fujian, wurde zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt. Am 12. Februar 2025 verhafteten Agenten der Staatssicherheit Wang. Sie durchsuchten ihre Wohnung und beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher und -Materialien. Wegen ihres Bluthochdrucks wurde sie freigelassen und unter Hausarrest gestellt.

Wang schrieb der Polizei mehrere Male und verlangte ihre Falun-Dafa-Bücher zurück. Die Überwachungskameras auf den Straßen zeigten, wie sie ihr Haus verließ und zur Post ging. Ihre Briefe an die Polizei wurden jedoch abgefangen.

Wei Fuyu, Sekretär des Komitees für Politik und Recht des Bezirks Cangshan, ordnete an, Wang zu schikanieren und zu überwachen. Sie installierten Überwachungskameras an ihrer Wohnung und hängten in vielen Gebäuden ihrer Nachbarschaft Plakate mit Verleumdungen gegen Falun Dafa auf.

Am 14. Juli 2025 drang die Polizei in Wangs Wohnung ein und brachte sie zur Untersuchung ins Krankenhaus. Bald darauf wurde sie in die Haftanstalt Nr. 2 von Fuzhou verlegt.

Die Bezirkspolizei Cangshan genehmigte Wangs Verhaftung am 21. August 2025 und reichte ihren Fall bei der Staatsanwaltschaft des Kreises Minqing ein, zusammen mit den Aufzeichnungen der Überwachungskameras und ihren Briefen an die Polizei als Beweismittel gegen sie.

Das Gericht Minqing stellte einen Anwalt für Wang. Es informierte ihre Familie über ihre Anhörung am 9. Oktober 2025 erst am Tag zuvor. Der Fall wurde virtuell in der Haftanstalt verhandelt. Der Richter verurteilte sie Ende Januar 2026.

76-Jährige mit Behinderung zu drei Jahren Haft verurteilt

Die 76-jährige Wei Dehui mit einer behinderten Hand wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Wei Dehui stammt aus der Stadt Weifang in der Provinz Shandong. Ihr Martyrium begann mit ihrer Verhaftung in den frühen Morgenstunden des 22. Oktober 2019. Neun Beamte der Polizeistation Nanguan drangen in ihre Wohnung ein, nachdem sie das Schloss aufgebrochen hatten. Zwei Beamte hielten sie fest, während die anderen die Wohnung durchsuchten. Dabei beschlagnahmten sie ihre Falun-Dafa-Bücher, Informationsmaterialien sowie ein Foto des Begründers von Falun Dafa.

Polizisten fesselten Weis Hände auf dem Rücken, drängten sie in einen Streifenwagen und brachten sie zur Polizeiwache. Während des Verhörs fotografierten sie sie gegen ihren Willen und nahmen ihre Finger- und Fußabdrücke ab. Noch am selben Abend ließen sie sie wieder frei.

Die Polizei ordnete zunächst eine einjährige Bewährungsstrafe für Wei an, änderte ihren Status anschließend jedoch in Hausarrest. Die entsprechenden Formalitäten erledigten die Behörden ohne ihr Wissen. Erst am 28. Mai 2021 erfuhr Wei von dem gegen sie laufenden Ermittlungsverfahren, als die Staatsanwaltschaft des Bezirks Weicheng sie anrief. Der Anrufer teilte ihr mit, dass ihr Fall am 22. Oktober 2019 eingegangen sei, und forderte sie auf, ihr Mobiltelefon eingeschaltet zu lassen, da die Polizei sie jederzeit kontaktieren könne. Wei weigerte sich, dieser Aufforderung nachzukommen.

Ein Beamter der Polizeistation Nanguan rief Wei am 31. Mai 2021 an und forderte sie auf, ihn zu Hause zu empfangen. Sie lehnte ab, doch wenige Stunden später erschienen zwei Beamte bei ihr. Am nächsten Morgen kehrten drei Beamte zurück und brachten sie zur Staatsanwaltschaft des Bezirks Weicheng. Dort teilte ihr ein Mitarbeiter mit, dass sie einen Anwalt beauftragen könne und ihr Fall an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Kuiwen weitergeleitet werde, die für Falun-Dafa-Fälle in der Region zuständig sei.

Ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft des Bezirks Kuiwen rief Wei am 5. Juli 2021 an und forderte sie auf, zwei Tage später dort zu erscheinen. Sie ging gemeinsam mit ihrem Sohn dorthin und wurde aufgefordert, Dokumente zu unterschreiben, in denen die bei ihr beschlagnahmten Falun-Dafa-Materialien als Beweismittel aufgeführt waren. Einige dieser Materialien stammten von ihrer Schwester, die ebenfalls Falun Dafa praktiziert hatte und 2015 infolge der Verfolgung verstorben war. Wei weigerte sich, das Formular zu unterschreiben.

Minghui.org bestätigte kürzlich, dass Wei nun in der elften Abteilung des Frauengefängnisses der Provinz Shandong eine dreijährige Haftstrafe verbüßt. Informationen darüber, wann sie verurteilt und in das Gefängnis gebracht wurde, liegen nicht vor.

76-Jährige zum zweiten Mal verurteilt, nur wenige Tage nach dem Tod ihres schwerkranken Mannes

Li Derong, eine 76-jährige Frau aus der Stadt Qiqihar, Provinz Heilongjiang, wurde kürzlich wegen des Praktizierens von Falun Dafa zu vier Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (ca. 1200 Euro) verurteilt.

Die pensionierte leitende Rechnungsprüferin, wurde am 15. Oktober 2025 von Beamten der Polizeistation Zhengyang festgenommen. Um „Beweise“ gegen sie zu sammeln, durchsuchte die Polizei ihre Wohnung sechsmal. Sie wurde Mitte Dezember 2025 vom Bezirksgericht Jianhua verurteilt.

Lis Mann war vor ihrer Verhaftung vier Jahre lang bettlägerig. Aus Sorge um sie verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide. Bevor er am 9. Dezember 2025 starb, beantragte seine Familie, dass das Ehepaar sich ein letztes Mal sehen dürfe, doch das Gericht lehnte den Antrag ab. Li wurde wenige Tage später verurteilt.

Lis jüngste Tortur begann mit ihrer Verhaftung im September 2022, ebenfalls durch Beamte der Polizeistation Zhengyang. Ein Unbekannter hatte sie wegen der Verbreitung von Informationsmaterialien über Falun Dafa angezeigt. Die Polizei beschlagnahmte Falun-Dafa-Materialien aus ihrer Tasche und verhörte sie. Sie durchsuchten auch ihre Wohnung ohne sich auszuweisen und beschlagnahmten drei Falun-Dafa-Bücher. Li wurde am Abend gegen Kaution freigelassen. Um den Fall abzuschließen, verhaftete die Polizei sie 2025 erneut und schaffte es, genügend „Beweise“ zu sammeln, um eine Verurteilung zu erwirken.

Nach langer Haftzeit: 70-jährige Falun-Dafa-Praktizierende aus Sichuan erneut verurteilt

Wan Wu, eine 70-jährige Einwohnerin von Meishan in der Provinz Sichuan, wurde zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Sie wurde am 13. Mai 2025 zusammen mit acht ihrer Gäste, die ebenfalls Falun Dafa praktizieren, in ihrer Wohnung verhaftet.

Das Bezirksgericht Dongpo verhandelte Wans Fall am 18. Dezember 2025 und verkündete das Urteil zu einem späteren Zeitpunkt. Der Stand der Verfahren gegen ihre Gäste ist noch unklar.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Wan wegen ihres Glaubens ins Visier geraten ist. Sie verbüßte bereits zwei Zwangsarbeitsstrafen und eine Gefängnisstrafe von insgesamt siebeneinhalb Jahren.

Kurz nachdem das kommunistische Regime am 20. Juli 1999 die Verfolgung von Falun Dafa begonnen hatte, reiste Wan nach Peking, um für ihr Recht auf Religionsfreiheit zu protestieren. Dort wurde sie jedoch verhaftet und nach Meishan zurückgebracht.

Ihr Arbeitgeber stellte ihr Gehalt mehrfach ein – unter anderem während der beiden unten beschriebenen Zwangsarbeitsstrafen – und entließ sie schließlich. Die Polizei schikanierte zudem regelmäßig sie und ihre Familienangehörigen.

Mitte September 2002 wurde Wans Wohnung durchsucht, und Falun-Dafa-Bücher sowie Informationsmaterialien wurden beschlagnahmt. Nach zweimonatiger Haft in einer örtlichen Einrichtung wurde sie zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und in das Zwangsarbeitslager Nanmusi in der Stadt Zizhong in der Provinz Sichuan gebracht.

Als Wan am 8. September 2009 in der Stadt Jiajiang in der Provinz Sichuan Falun-Dafa-Materialien verteilte, wurde sie verhaftet. Sie wurde zu einem Jahr Zwangsarbeit im selben Arbeitslager Nanmusi verurteilt. Nach ihrer Freilassung am 7. Juni 2010 wurde ihr auferlegt, sich monatlich bei der Polizei zu melden.

Am 7. Juli 2014 durchsuchte die Polizei wiederum Wans Wohnung und beschlagnahmte ihre Falun-Dafa-Bücher und -Materialien sowie etwas Bargeld. Noch am selben Nachmittag wurde sie in die Haftanstalt der Stadt Meishan gebracht. Die Polizei drohte, die Arbeitsplätze ihres Sohnes und ihrer Schwiegertochter zu gefährden, falls sie sich weigere, die Namen anderer Falun-Dafa-Praktizierender preiszugeben.

Wan erschien im Dezember 2014 vor dem Bezirksgericht Dongpo und wurde im April 2015 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Am 4. Mai 2015 wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Sichuan überstellt.

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https://de.minghui.org/html/articles/2026/2/12/189613.html

Original-Artikel auf Chinesisch

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