[Erfahrungsaustausch von der Österreichischen Fa-Konferenz 2022] Korrektur im Inneren, Harmonie im Außen

Ich habe das Fa 2004 erhalten, jedoch konnte ich meinen Ausgangspunkt – warum ich zu kultivieren begonnen hatte – nicht korrigieren und habe somit den Anschluss, an die Kultivierung, durch Groll und andere emotionale Komponenten, nach ein paar Jahre wieder verloren.

Innerhalb der zehn Jahre ohne Kultivierung dachte ich immer wieder an den Meister und sein Fa. Doch als ich, durch die schwere Erkrankung meiner Tochter, wieder daran erinnert wurde, das Zhuan Falun zu lesen, konnte ich es nicht verstehen. Erinnerungen an das Fa lernen waren in meinem Herzen, Erinnerungen an die damalige Kultivierung jedoch nur, wie ein verblasster Traum, vorhanden. Damals verstand ich nicht, warum ich das Fa nicht verstehen konnte, warum ich keinen Zugang zu den Worten des Meisters fand.

Dieser Zustand änderte sich erst, als ich eines Nachts einen Traum hatte. Der Meister erschien darin und sagte zu mir: „Es ist Zeit wieder in das Fa einzutreten“. Ab diesen Moment wurde ich durch das Fa angeleitet. 

Harmonisieren

Als jahrelange Krankenschwester in einer neurologischen Klinik hatte ich mich daran gewöhnt, hohes Ansehen unter den Kollegen zu genießen. Bei fachlichen und zwischenmenschlichen Themen wurde ich gern zurate gezogen. Ich genoss diesen Umstand sehr. 

Doch als ich begann, mit den Patienten und Kollegen über Falun Dafa und die Verfolgung zu sprechen, stieß ich auf viel Gegenwehr. Plötzlich wurde ich angeprangert in einer Sekte zu sein und die Menschen missionieren zu wollen. Auf einmal sah man mich verächtlich an und tuschelte hinter meinem Rücken über mich. Das war eine sehr anstrengende und lehrreiche Phase zu Beginn meiner Kultivierung.

Es gelang mir, die Situation durch nach Innen schauen zu harmonisieren. Mir wurde mitunter bewusst, dass ich die Wahrheitserklärung nicht mit Weisheit und an mein Gegenüber angepasst vermittelte, sondern ins Extrem ging und mich selbst bestätigen wollte. Das sich dadurch zeigte, dass ich durch Zahlen meinen Erfolg maß. Als ich diesen Zustand korrigierte, harmonisierte sich die Situation und viele Kollegen nutzen die Möglichkeit – auf natürliche Weise – sich zu Dafa positiv zu positionieren. 

Ursache und Wirkung

Als ich meinen Job wechselte und in einen Spezialbereich eintrat, bemerkte ich, dass ich mit der Kultivierung nicht Schritt gehalten hatte und meine Xinxing schnell erhöhen musste. 

Obwohl ich von Meister eindeutige Hinweise bekam am richtigen Ort, zur richtigen Zeit zu sein, konnte ich im neuen Team und in dem Aufgabenbereich nicht das Dafa bestätigen. Mein menschliches Herz zeigte sich bei den Hindernissen. Mein erster Gedanke war, ein Teil des Teams sein zu wollen, wie auch meine fachliche Qualität zu beweisen. Diese Fehlpositionierung erzeugte eine Barriere bei der Errettung der Lebewesen.

Viele Anhaftungen traten in den Vordergrund, wodurch ich mir selbst sehr viel Leid zugefügt habe. Erst als ich erkannte, meinen ersten Gedanken auch im Arbeitsumfeld verbessern zu müssen, änderte sich die Situation. 

Vorrangig musste ich den Wunsch „dazugehören zu wollen“ ablegen. Dann musste ich den Gedanken beseitigen, dass ich meine Rolle im Team bestimme, anstatt die Lücken zu schließen. Im weiteren Verlauf durfte ich erkennen, dass meine fachliche Qualität mit meiner Mission: Lebewesen zu erretten, verwoben ist. Solange ich mein Ego an erste Stelle setzte, konnte ich weder konzentriert arbeiten, noch konnte ich das notwendige Wissen innerhalb der geforderten Zeitspanne in mich aufnehmen. 

Das Dafa ohne zu sprechen bestätigen

In der neuen Arbeit lernte ich sehr schnell meinen Mund zu kultivieren. Früher beteiligte ich mich an Gesprächen über gesellschaftliche Themen und gab meine Meinung dazu ab. Oftmals waren es Zustimmungen oder Ablehnungen, die nicht auf dem Fa basierten. Dadurch entstanden Differenzen zwischen mir und meinen Kollegen, denen die ich mit Kampfgeist begegnete.

In meinem derzeitigen Job arbeite ich interdisziplinär mit verschiedenen Medizinern. Nach kurzer Zeit fiel mir auf, dass viele von ihnen herablassend und arrogant zu anderen waren. Was mein mangelndes Selbstwertgefühl ans Tageslicht brachte. Anstelle das Verhalten zu verurteilen, nahm ich es als Hinweis für meine Kultivierung. Schließlich gestand ich mir ein, dass mein aus Atheismus stammender Eigensinn: Erfolg als Resultat meiner Bemühungen zu sehen, diese Erscheinung hervorgerufen hat. Durch diese Haltung verhielt ich mich ebenfalls arrogant gegenüber Personen, die keine hohen Resultate in für mich wichtigen Bereichen erzielt haben. 

Erfolg ist als Gabe des Meisters anzusehen, um meine Gelübde mit den Lebewesen einhalten zu können. Das Fa der menschlichen Ebene erfordert es, dass man sich dabei auch zeitweise anstrengen muss. Seit dieser Erkenntnis reagiere ich auf Arroganz, Erniedrigung oder Inszenierung peinlicher Situationen nicht mehr mit starken Emotionen. 

Ein Beispiel: Ein Kollege schrie mich vor einer Kollegin an und schellte mich, als wäre ich ein unerzogenes Kind. Bevor es eine Wirkung im Außen geben konnte, korrigierte ich meinen ersten Impuls, ihm zurechtzuweisen und auf den nötigen Anstand und Abstand, hinzuweisen. Stattdessen ging ich aus der Situation und schaute in mich. Mir wurde schnell bewusst, dass ich sein Ego provozierte, indem ich ihm an diesem Tag weder Anerkennung noch Aufmerksamkeit gab. Als ich diese Schwäche meines Gegenübers erkannte, verhielt ich mich sofort wertschätzend und aufmerksam. 

Die beiwohnende Kollegin publizierte das Erlebte im Team. Dadurch wurde mir zusätzliche Beobachtung teil. Ich nutze diese Gelegenheit, um Einblick in das Wertesystem von Falun Dafa weiterzugeben, ohne darüber zu sprechen. Der Kollege wiederum änderte fortan sein Verhalten mir gegenüber und präsentierte wiederholt dem Team seine Wertschätzung und Verbundenheit zu mir. Bei dieser Prüfung konnte ich mein theoretisches Wissen sofort in der Praxis umsetzten und erleben, dass Konflikte durch korrigieren im Inneren harmonisiert werden.

Ein anderes Beispiel: Die Anforderung an einen Kultivierenden: wirklich an Anderen zu denken, ist mir fremd. Diese Lücke berührte das Ego eines Anästhesisten. Woraufhin dieser, als ich seiner Anweisung nicht nachkam, mein Verhalten als Ablehnung und Ignoranz seiner Person gegenüber interpretierte. Deshalb nutzte er jede Möglichkeit seine Geringschätzung mir gegenüber öffentlich zur Schau zu stellen. 

Meine anfängliche Reaktion war emotional, es brachte meine Anhaftung hervor: Bestätigung und Sympathie haben zu wollen. Wodurch das Zusammentreffen noch mehr Unbehagen bei mir verursachte und er aus seiner Boshaftigkeit nicht heraustreten konnte. Diese Situation diente auch dazu, mein nach Ruhm trachtendes Herz, sowie den falschen Zustand zu offenbaren, die entartete menschliche Harmonie und die gewöhnliche Anschauung über Gemeinschaft, als Beurteilungsmaßstab heranzuziehen.

Der Zustand zwischen dem Kollegen und mir ist noch nicht gänzlich harmonisiert. Doch bemerke ich, dass seit ich meine Lücken minimiere, er bereit ist seine Einstellung zu korrigieren. Er beobachtet mich ständig bei der Arbeit, doch nicht mehr um meine Fehler aufzuzeigen und zu kommentieren. Dieser Konflikt macht mir bewusst, dass Kultivierende der Umgebung ihre Werte ohne Worte mitteilen können. Mittlerweile kann der Arzt wertschätzend mit mir Zusammenarbeit und Anweisungen ohne Groll an mich delegieren. Mir wurde bewusst, dass meine Lücken ein Hindernis für seine positive Positionierung gegenüber dem Dafa sind. Folgende Worte des Meisters leiten mich beim Beseitigen meiner Lücken an:

„Das Fa kann alle Anhaftungen aufbrechen; das Fa kann alles Böse besiegen; das Fa kann alle Lügen zerschlagen; und das Fa kann die aufrichtigen Gedanken stärken.“ (Störungen beseitigen)

An die Kraft des Fa glauben

Oftmals durfte ich erkenne, wie das Fa in meiner Umgebung seine Wirkung entfaltet. Mein erstes Wunder erlebte ich innerhalb meiner Familie. Bei meiner damals 16-jährigen Tochter wurde eine außergewöhnlich aggressive chronische Gehirnentzündung diagnostiziert, die unser Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf stellte. Damals habe ich noch nicht praktiziert, konnte aber – nach dem ersten Schock – mit Vernunft die Dinge betrachten, indem ich lernte, meinen Fokus in der Gegenwart zu halten. 

Während sich die Symptomatik der Erkrankung durch Medikamente vorerst eindämmen ließ, begannen meine beiden Töchter und ich zu praktizieren. Mittlerweile sind einige Jahre vergangen, meine Tochter hat auf weitere Behandlungen verzichtet und trotz der Diagnose „unheilbar“ und „tödlich“ weder motorische, noch kognitive Einschränkungen behalten oder weitere erleben müssen. 

Ein weiteres Wunder erlebte ich in der Arbeit. Ich wurde zu einer Reanimation gerufen, die schon seit Minuten erfolglos im Gange war. Meine erste Position war zu koordinieren, dass die nötigen Gerätschaften und Infusionen vorbereitet werden. Als eine Kollegin ihre Position wechselte, nahm ich die Position ein, die Blutung zu stillen. Dafür musste ich den Patienten berühren. In dem Moment, als ich meine Hand auf die Wunde legte, begann das Herz des Patienten gleich, ohne Medikamentengabe, zu schlagen. Es begann mit einem regelmäßigen und starken Rhythmus seine Tätigkeit wieder aufzunehmen, als hätte es davor keinen minutenlangen Stillstand gegeben. Der Patient überlebte nicht nur den Vorfall, er hatte auch keine Einschränkungen davongetragen. Sowohl für meine damaligen Kollegen, als auch für mich, war der Ausgang dieses Ereignisses ein Wunder.

In Zhuan Falun, Lektion 3, Energiefeld sagt der Meister: „Wir reden von Selbsterlösung, der Erlösung anderer und der umfassenden Erlösung aller Wesen, daher dient der Falun zur Selbsterlösung, wenn er sich nach innen dreht, und zur Erlösung anderer, wenn er sich nach außen dreht. Bei der Drehung nach außen gibt er Energie ab, damit andere begünstigt werden, und so werden alle Menschen innerhalb des Einflußbereiches deines Energiefeldes begünstigt, sie können sich sehr wohl fühlen. Ganz gleich, ob du auf der Straße gehst, am Arbeitsplatz oder zu Hause bist, es kann diese Wirkung haben. Du hast vielleicht den Körper derjenigen, die sich im Bereich deines Feldes befinden, unbeabsichtigt in Ordnung gebracht, weil dieses Feld alle unrichtigen Zustände korrigieren kann. Der Körper des Menschen sollte keine Krankheiten haben, Krankheiten haben gehört zu den unrichtigen Zuständen, und es kann eben diesen unrichtigen Zustand korrigieren.“

An der neuen Arbeitsstelle erlebe ich ebenfalls immer wieder die harmonisierende Wirkung von Fa. An einem Tag hatten wir drei Notfälle zur gleichen Zeit. Eine junge Frau hatte sich einen Finger abgetrennt und blutete sehr stark. Wir stillten die Blutung bewusst nicht komplett, wodurch die Patientin und ihr Vater nervös und nach stundenlanger Wartezeit ungehalten wurden. Ein anderer Patient wollte gleichzeitig aus Angst nicht im Krankenhaus bleiben, was sein Überleben maßgeblich gemindert hätte. Auf unsere Forderung im Krankenhaus der Behandlung zuzustimmen, reagierte dieser aggressiv und mit Drohgebärden. 

Aggressives Verhalten hat mich bis dahin innerlich in einen Unruhezustand gebracht. Doch dieses Mal sah ich mich als Praktizierende, dadurch konnten meine Worte die Patienten berühren und sie zu ihrem wahren Selbst zurückführen. Beide Patienten beruhigten sich nicht nur augenblicklich, sondern konnten sich aufrichtig für ihr Verhalten entschuldigen. Für meine Kollegen, die schon jahrelang in diesem Akutbereich tätig sind, war dieses Erleben eine Neuheit. Sie begründeten die Deeskalation damit, dass die Aggression und Wut der Patienten bei mir gelandet ist und mein Umgang anders sei, als der jedes anderen Menschen. 

In der Arbeit rede ich noch nicht viel über Falun Dafa, doch die Menschen denen ich begegne erkennen, dass mein Umgang mit Situation anders ist. Dadurch bekommt mein Tun mehr Aufmerksamkeit von ihnen und beeinflusst auf natürliche Weise meine Mitmenschen. Für mich ist das Erleben der harmonisierenden Wirkung von Dafa, in einer stark von Karma beeinträchtigten Umgebung, wie einem Krankenhaus, immer wieder eine Erinnerung, dass das Fa unbeschreiblich mächtig ist. 

Ich danke den Meister für seine Anleitungen und ich danke den Kultivierenden für ihre Unterstützung. Mit folgendem Zitat aus Essentiellen 2 möchte ich meinen Erfahrungsbericht beenden:

„Wenn ein Dafa-Jünger es nicht geschafft hat, zum Bewahren des Dafa beizutragen, kann er nicht zur Vollendung kommen, denn bei euch ist es anders als bei der früheren und zukünftigen Kultivierung, die Großartigkeit eines Dafa-Jüngers liegt eben darin.“

Der Bericht wurde auf der Österreichischen Fa-Konferenz 2022 vorgetragen.

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