Am Samstag, den 18. Juli 2026, herrschte reges Treiben in der Hamburger Innenstadt. Während sich zahlreiche Menschen zum Einkaufen oder Sightseeing auf den Weg machten, zog auf der Reesendammbrücke eine friedliche Übungsgruppe immer wieder die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich.
Dort hatten Hamburger Falun-Dafa-Praktizierende gemeinsam mit Mitpraktizierenden aus umliegenden Städten einen Informationsstand zum bevorstehenden 27. Jahrestag des Beginns der Verfolgung von Falun Dafa in China aufgebaut.
Fotos: Lisa-Marie Akbar
Bereits während des Aufbaus blieben die ersten Menschen stehen. Im Laufe des Tages verteilten die Praktizierenden zahlreiche Flyer, führten die fünf Übungen vor und informierten über Lautsprecher über Falun Dafa sowie die seit 1999 andauernde Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas. Viele Passanten nahmen sich Zeit für Gespräche oder unterstützten die Petition gegen den Organraub an Gewissensgefangenen in China mit ihrer Unterschrift.
Schwedische Studenten: „Jetzt verstehen wir den Hintergrund“
Besonders neugierig blieb eine Gruppe von vier jungen Männern in gelb-blauen Fußballtrikots stehen. Sie waren Studenten aus Stockholm. Die Farben der Banner und der Kleidung der Falun-Dafa-Praktizierenden erinnerten sie sofort an ihre Heimat Schweden.
„Yoga und Tai Chi kennen wir“, sagte einer der jungen Männer. „Ist Falun Dafa etwas Ähnliches?“ Eine Praktizierende erklärte ihnen auf Englisch, dass Falun Dafa – auch Falun Gong genannt – eine traditionelle Kultivierungsschule aus China sei, deren Grundlage die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht bilden. Anschließend berichtete sie über den bevorstehenden Gedenktag und die seit 27 Jahren andauernde Verfolgung.
„Warum verfolgt die Kommunistische Partei Menschen, die meditieren und friedlich leben wollen?“, fragte einer der Studenten. Im Gespräch erläuterte die Praktizierende, dass die Partei unabhängige Glaubensgemeinschaften als Bedrohung ihrer Kontrolle betrachte. Sie berichtete außerdem über die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen gegen Falun-Dafa-Praktizierende, als auch Christen und muslimische Uighuren.

Eine Praktizierende spricht mit vier schwedischen Studenten über Falun Dafa.
Nachdenklich meinte einer der Studenten: „Menschen, die an etwas Höheres glauben, lassen sich wahrscheinlich auch weniger leicht manipulieren. Jetzt verstehen wir besser, warum die Partei Falun Dafa verfolgt.“
Ein weiterer zeigte auf die Worte „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“ auf dem Flyer und meinte mit Daumen hoch: „Diese Prinzipien sind wirklich sehr gut.“
Bevor die jungen Männer weiterzogen, nahmen sie den schwedischsprachigen Informationsflyer mit. Lachend verabschiedeten sie sich mit einem deutschen „Dankeschön!“.
Fotos: Lisa-Marie Akbar
Drei Schülerinnen hören aufmerksam zu
Wenig später kamen drei Schülerinnen der elften Klasse an den Informationsstand. Die Jugendlichen interessierten sich besonders dafür, warum eine friedliche Meditationspraktik in China verfolgt wird.
Sie stellten viele Fragen über Falun Dafa, die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sowie über die Hintergründe der Verfolgung. „Woher wissen Sie das alles?“, fragte schließlich eine der Schülerinnen. Die Praktizierende erklärte, dass die Ereignisse seit vielen Jahren auf der Minghui-Webseite dokumentiert werden und dort zahlreiche Berichte aus erster Hand veröffentlicht werden.

Eine Praktizierende spricht mit drei Jugendlichen.
Die Schülerinnen zeigten sich betroffen und unterschrieben anschließend die Petition gegen die Verfolgung. Außerdem nahmen sie Informationsmaterial sowie Lotusblumen-Anhänger und kleine Schlüsselanhänger mit, und bedankten sich herzlich für das ausführliche Gespräch.
Auch ein Vater und sein erwachsener Sohn kamen mit ihrem Hund an den Informationsstand. Nachdem sie sich über die Verfolgung informiert hatten, unterschrieben beide die Petition. Der Vater sagte: „Mit den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht stimmen wir vollkommen überein. Es ist gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die dafür einstehen.“ Sein Sohn ergänzte lächelnd: „Von solchen Menschen müsste es viel mehr geben.“ Zum Abschied nahm er einen Lotusblumen-Anhänger für seine Schwester mit.
Auch ein Ehepaar aus der Schweiz unterstützte die Petition. Die Frau bedankte sich herzlich bei den Praktizierenden und sagte: „Ich finde es sehr wichtig, was Sie hier tun. Das muss man einfach unterstützen!“
Die Praktizierenden freuten sich über die vielen offenen Gespräche und die aufrichtige Anteilnahme der Besucher. Viele Passanten brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die seit 27 Jahren andauernde Verfolgung friedlicher Menschen in China bald beendet werden möge.










