Im Jahr 2025: Insgesamt 4.803 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verhaftet oder schikaniert

 Liu Xiangzhao, ein über 80 Jahre alter Mann aus Lyushun in der Provinz Liaoning, wurde am 24. April 2025 auf einem Bauernmarkt verhaftet, als er dort Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Die Beamten brachten ihn zur Polizeiwache Tuchengzi und sperrten ihn in einem dunklen Raum. Er musste längere Zeit auf dem kalten Zementboden sitzen. Die Polizei zwang ihn, unbekannte Medikamente einzunehmen, und ließ ihn dann frei. Nach seiner Rückkehr nach Hause verschlechterte sich Lius Gesundheitszustand zusehends, und er starb am 4. Juni 2025.

Nachdem die 56-jährige Lin Fuhua, wohnhaft in Gaobeidian, Provinz Hebei, zehneinhalb Jahre hinter Gittern verbracht hatte, wurde sie im Juni und August 2025 erneut schikaniert. Da sie an ihrem Glauben an Falun Dafa festhielt, wandten sich Polizei und örtliche Beamte an ihren Vermieter und drohten ihm mit Geldstrafen, falls er Lin weiterhin die Wohnung vermieten würde.

Aufgrund anhaltender Schikanen durch die Polizei wegen seines Glaubens an Falun Dafa erlitt Zhao Changyou, ein über 60 Jahre alter Mann aus Anyang in der Provinz Henan, im Mai 2024 eine Hirnblutung und fiel ins Wachkoma. Trotz seines Zustandes drang die Polizei am 2. Dezember 2025 in Zhaos Wohnung ein und pressten seine Fingerabdrücke auf ein vorbereitetes Dokument, in dem er Falun Dafa abschwor.

Die obigen Beispiele sind nur drei von insgesamt 4.803 Fällen von Verhaftung oder Schikane von Falun-Dafa-Praktizierenden, die 2025 neu gemeldet wurden. Aufgrund der strengen Informationszensur der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), die es Minghui-Korrespondenten oft unmöglich macht, die Verfolgung zeitnah zu dokumentieren und darüber zu berichten, ereigneten sich einige der gemeldeten Vorfälle bereits vor 2025.

Diese 4.803 Fälle umfassen 2.348 Verhaftungen und 2.455 Schikanierungen. Davon wurden die Wohnungen von 1.306 Praktizierenden durchsucht, 70 Praktizierende wurden in Gehirnwäsche-Einrichtungen gebracht und 34 sahen sich gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen, um weiterer Verfolgung zu entgehen.

Neben Verhaftungen und Schikanen wurden im Jahr 2025 auch 124 Todesfälle infolge von Verfolgung und 751 Verurteilungen bestätigt.

Sechsundzwanzig Jahre nach Beginn der Verfolgung von Falun Dafa gab es vonseiten der KPCh keinerlei Anzeichen dafür, die einzig und allein wegen ihres Glaubens durchgeführte Unterdrückung gesetzestreuer Bürger zu beenden. Jeder Aspekt des Rechts von Falun-Dafa-Praktizierenden auf ein normales Leben ist beeinträchtigt: von der Stellensuche über den Umgang mit Anfeindungen und Missverständnissen vonseiten der eigenen Familie, die von der KP-Propaganda irregeführt wurde, bis hin zur Gefahr, dass ihnen in der Haft ihre Organe entnommen werden.

I. Überblick

A. Verfolgungsfälle im ganzen Land

China besteht aus 22 Provinzen, vier regierungsunmittelbaren Städten (Peking, Tianjin, Shanghai und Chongqing) und fünf autonomen Regionen (Guangxi, Innere Mongolei, Tibet, Xinjiang und Ningxia). Mit Ausnahme von Tibet meldeten alle anderen 30 Gebiete Verhaftungen und Schikanen gegen Falun-Dafa-Praktizierende.

Insbesondere Hebei, eine Provinz, die Peking umschließt, verzeichnete mit insgesamt 886 Fällen (Verhaftungen und Schikanen zusammengerechnet) die meisten Fälle. Auch in Shandong mit 652 und Liaoning mit 512 gemeldeten Fällen war die Verfolgung schwerwiegend. Sieben weitere Regionen registrierten ebenfalls dreistellige Fallzahlen zwischen 130 und 456. Insgesamt sechzehn Regionen verzeichneten zweistellige Fallzahlen zwischen 10 und 95. Die verbleibenden vier Regionen registrierten einstellige Fallzahlen zwischen 1 und 5.

Am 10. Mai 2025 fand in Qiqihar, Provinz Heilongjiang, eine Polizeirazzia statt, bei der über 20 Falun-Dafa-Praktizierende festgenommen wurden. Alle Wohnungen der Praktizierenden wurden durchsucht und ihre Falun-Dafa-Bücher beschlagnahmt. Die Polizei beschlagnahmte außerdem andere Wertgegenstände, darunter Designerkleidung und Erbstücke. Die meisten Praktizierenden wurden gegen ihren Willen verhört, fotografiert und man nahm ihre Fingerabdrücke. Nach einer ärztlichen Untersuchung wurden diejenigen, die als haftunfähig galten, gegen Kaution freigelassen und unter strenge Überwachung gestellt. Die übrigen wurden in die örtliche Haftanstalt gebracht.

Es stellte sich heraus, dass die Polizei die betroffenen Praktizierenden bereits seit Längerem vor der Massenverhaftung überwacht hatte. Die Polizei konnte detaillierte Informationen über deren tägliche Aktivitäten liefern, darunter die Farbe ihrer Kleidung an einem bestimmten Tag und die Orte, die sie an bestimmten Tagen besucht hatten. Keiner der Beamten legte bei den Verhaftungen einen Durchsuchungsbefehl vor oder gab seine Identität preis. Einige gaben falsche Namen an.

Auf Anordnung des Polizeipräsidiums der Provinz Liaoning verhaftete die Polizei in Jinzhou (Provinz Liaoning) am 2. und 3. Juni 2025 mindestens 36 Falun-Dafa-Praktizierende in Jinzhou und den umliegenden Kreisen. Vor der Festnahme der Praktizierenden setzte die Polizei unterschiedliche Überwachungsmethoden ein. Zum Beispiel installierten sie Peilsender an ihren Privatfahrzeugen und Elektrofahrrädern oder sie beobachteten ihre täglichen Aktivitäten. Die meisten wurden in ihren Wohnungen verhaftet. Der älteste Praktizierende war zum Zeitpunkt der Verhaftung 88 Jahre alt.

In Tangshan (Provinz Hebei) stellten die Behörden Anfang 2025 in mehreren Bezirken Sondereinsatzkräfte zur Verfolgung von Falun Dafa zusammen, wobei der Bezirk Fengrun als Schwerpunktgebiet festgelegt wurde. Nachdem Meng Xiangyin, der ehemalige Parteisekretär und Direktor des Industrie- und Informationstechnologiebüros der Stadt Tangshan, am 8. September 2025 sein Amt als Parteisekretär des Bezirks Fengrun angetreten hatte, setzte er aktiv die Verfolgungspolitik um und ordnete der örtlichen Polizei an, Praktizierende zu observieren, die regelmäßig Gemeindefeste besuchten, um dort auf die Verfolgung aufmerksam zu machen. Dies führte am 28. Oktober 2025 zur Verhaftung einer Gruppe von sechs Falun-Dafa-Praktizierenden im Bezirk Fengrun.

Zwischen August und November 2025 kam es in der Provinz Shandong zu mehreren Massenverhaftungen, darunter die Verhaftung oder Schikanierung von über zehn Praktizierenden Ende August in Shouguang, die Verhaftung von fast 40 in Jinan am 29. September, die Verhaftung von acht in Qingzhou Mitte Oktober und die Verhaftung von mindestens elf in Mengyin am 20. November.

Im Nordwesten Chinas wurden am 2. und 3. November 2025 mindestens 32 Praktizierende in Yinchuan in der Autonomen Region Ningxia Hui verhaftet. Die Polizisten brachen teilweise die Türen der Wohnungen auf oder drangen unbemerkt ein, um die Praktizierenden zu verhaften. Andere wurden direkt auf der Straße festgenommen.

Neben Massenverhaftungen und engmaschiger Überwachung führten die Behörden auch Gehirnwäsche-Maßnahmen bei Falun-Dafa-Praktizierende durch. Nach einer Gehirnwäsche-Sitzung zwischen Juni und Juli 2025 organisierten die Behörden der Stadt Huainan in der Provinz Anhui ab dem 3. November 2025 eine weitere Sitzung. Die Gehirnwäscheverfahren wurden im Ökologischen Park Donghua Yile im Bezirk Xiejiaji durchgeführt – ein Veranstaltungsort, der eine langjährige Partnerschaft mit den Behörden unterhält. Von der Provinzregierung empfohlene „Experten“ wurden engagiert, welche die Praktizierenden bearbeiteten und ihnen mit einer Haftstrafe drohten, falls sie an ihrem Glauben festhielten.

B. Verhaftungen und Schikanen das ganze Jahr über, insbesondere an politisch sensiblen Tagen

Die KPCh ist dafür bekannt, ihre Schikanen gegen Falun-Dafa-Praktizierende im Vorfeld wichtiger politischer Veranstaltungen oder Jahrestage im Zusammenhang mit Falun Dafa zu verstärken. Damit will sie die Praktizierenden einschüchtern und sie davon abhalten, diese Ereignisse zu nutzen, um auf die Verfolgung aufmerksam zu machen. Das chinesische Neujahr 2025 im Januar, die jährlichen politischen Treffen der KPCh im März und die große Militärparade im September bildeten keine Ausnahme.

1) Belästigungen zum Chinesischen Neujahr

Yuan Hongying und ihre Familie aus Qiqihar, Provinz Heilongjiang, verbrachten die Feiertage zum Chinesischen Neujahr (29. Januar) in Harbin, ebenfalls in Heilongjiang. Als sie am 5. Februar 2025 in Harbin auf ihren Zug warteten, durchsuchte die Polizei Yuans Gepäck, verhörte sie und ihre Tochter und durchsuchte ihre Wohnungen in Qiqihar.

In Chongqing wurde Li Yunhui am 15. Januar 2025 beim Einkaufen für das bevorstehende Chinesische Neujahr beschattet. Dieselbe Person folgte ihr auch die nächsten zwei Tage, als sie ihre Familie besuchte. Eine der Verfolgerinnen gab an, mit dieser „Überwachung“ etwas Geld verdienen zu wollen. Die Polizei installierte später Überwachungskameras an Lis Wohnung – die sie mit ihrer Tochter Zhao Li bewohnte – sowie an deren Schneiderei.

2) Belästigungen während der „Zwei Sitzungen“

Im Vorfeld der „Zwei Sitzungen“, der jährlichen Plenarsitzungen des Nationalen Volkskongresses und der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes, die vom 5. bis 11. März 2025 in Peking stattfinden, wurden Falun-Dafa-Praktizierende in Peking und Shanghai wochenlang rund um die Uhr überwacht.

Am Abend des 14. Februar 2025 erschien eine Gruppe von Beamten bei Wang Yu in seinem Haus in Peking. Da er nicht zu Hause war, befragten die Polizisten seine 93-jährige Großmutter, die ebenfalls Falun Dafa praktiziert und bei ihm lebt. Am 17. Februar kamen die Beamten erneut und befragten Wang und seine Frau.

Cong Peixi aus Shanghai berichtete, dass sie zwischen dem 13. und 18. Januar 2025 rund um die Uhr überwacht wurde. Nur wenige Wochen später erhielt die örtliche Polizei einen weiteren Befehl, sie zwischen dem 5. und 14. Februar 2025 zu überwachen. In dieser Zeit fanden die Asiatischen Winterspiele 2025 in Harbin, Provinz Heilongjiang (knapp 2.400 Kilometer von Shanghai entfernt), statt. Die Behörden begannen kurz vor Beginn der „Zwei Sitzungen“ am 5. März erneut, Cong zu überwachen.

Zhang Rongjuan, die aus dem Kreis Zhenyuan in der Provinz Gansu stammt, zog Anfang 2023 nach Peking, um dort als Haushaltshilfe zu arbeiten. Dies geschah wenige Monate, nachdem sie eine 21-jährige Haftstrafe wegen der Ausübung von Falun Dafa verbüßt hatte. Während der „Zwei Sitzungen“ reiste die Polizei von Zhenyuan fast 1.300 Kilometer nach Peking und arbeitete mit der Ortspolizei zusammen, um ihren Arbeitgeber, einen über neunzigjährigen Mann, zu schikanieren. Zhang verlor daraufhin ihre Arbeit und wurde obdachlos.

3) Verhaftungen und Schikanen vor der Militärparade der KPCh

Im Vorfeld der Militärparade der KPCh am 3. September 2025 sahen sich Falun-Dafa-Praktizierende in ganz China verstärkten Verhaftungen und Schikanen ausgesetzt.

Ende August 2025 wurde die 85-jährige Deng (Vorname unbekannt) aus Peking jedes Mal von zwei Sicherheitsbeamten beschattet, wenn sie das Haus verließ. Sie sagte zu ihnen: „Das kommunistische Regime hat Waffen, Kanonen und eine Armee. Warum haben Sie Angst vor einer 85-jährigen Frau wie mir?“ Die Beamten schwiegen.

Auch andere Praktizierende in der Gegend berichteten von Schikanen zu Hause und dass sie von der Polizei gefilmt worden seien. Mitarbeiter des Nachbarschaftskomitees ordneten an, dass Praktizierende bestimmte Nachrichten nicht online lesen dürfen.

Ab dem 26. August 2025 begannen Polizei und/oder Mitarbeiter der Nachbarschaftskomitees in Shanghai, bestimmte Praktizierende rund um die Uhr zu überwachen. Sie sagten, die Überwachung werde neun Tage dauern, bis die Militärparade am 3. September beendet sein wird. Die Polizei reagierte sogar sehr nervös, als die Familienangehörigen dieser Praktizierenden das Haus verließen.

In Jiamusi, Provinz Heilongjiang, wurden Li Huihui und ihre 82-jährige Großmutter, Qiu Zhiyun, am 6. August 2025 festgenommen. Die Polizei durchsuchte ihre gemeinsame Wohnung und beschlagnahmte mehrere persönliche Gegenstände. Als Li den Polizisten sagte, sie sei nicht ihre Feindin, antworteten diese: „Sie sind die Feindin.“

In der Provinz Heilongjiang wurden zudem am 18. August 2025 neun Praktizierende im Kreis Bin festgenommen, verhaftet oder schikaniert. Zehn Tage später, am 28. August 2025, wurden in der Stadt Dehui in der Provinz Jilin zwischen 30 und 40 Praktizierende verhaftet oder schikaniert.

In der Stadt Shenyang in der Provinz Liaoning dauerten die Verhaftungen auch lange nach dem Ende der Militärparade an; im August und September 2025 wurden 43 Praktizierende festgenommen. Insidern zufolge wurde die Aktion vom Polizeipräsidium der Provinz Liaoning geleitet, an der verschiedene Polizeibehörden und -stationen beteiligt waren. Die Polizisten waren bei den Festnahmen zivil gekleidet und durchsuchten die Wohnungen der Praktizierenden ohne Durchsuchungsbefehl.

In der Provinz Gansu wies die Polizei von Jinchang ihre nachgeordneten Polizeistationen an, zwischen Ende August und Anfang September 2025 Fingerabdrücke und Blutproben von Falun-Dafa-Praktizierenden zu nehmen.

Vollständiger Bericht auf minghui.de

Original-Artikel auf Chinesisch

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