Im November 2025 wurden insgesamt 63 Fälle gemeldet, in denen Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden. 57 dieser Fälle ereigneten sich im Jahr 2025, sechs in den Vorjahren. Die Verzögerung bei der Meldung ist auf die Informationszensur in China unter dem kommunistischen Regime zurückzuführen, die es den Minghui-Korrespondenten erschwerte, die Daten zeitnah zu sammeln, zu überprüfen und zu veröffentlichen.
Die verurteilten Falun-Dafa-Praktizierenden stammen aus 13 Provinzen oder regierungsunmittelbaren Städten. Hebei und Shandong verzeichneten mit jeweils elf Fällen die meisten, gefolgt von Hunan und Liaoning mit jeweils zehn Fällen. Heilongjiang meldete sechs Fälle, Sichuan und Jilin jeweils vier und Henan zwei. In den verbleibenden fünf Regionen – Peking, Hubei, Innere Mongolei, Yunnan und Chongqing – gab es jeweils einen Fall.

Die Praktizierenden waren zum Zeitpunkt ihrer Verurteilung zwischen 43 und 85 Jahre alt. Darunter befand sich eine 43 Jahre alte Frau, sieben Praktizierende über 50, 15 Praktizierende über 60, acht über 70 und eine über 80 Jahre alte Praktizierende. Sie kamen aus allen Gesellschaftsschichten, unter ihnen waren Ingenieure, Lehrer, Ärzte, Busfahrer und Landwirte. Die kürzeste Haftstrafe betrug sechs Monate, die längste sieben Jahre. Insgesamt wurden 31 Praktizierende zu drei Jahren Haft oder mehr verurteilt.

Im Folgenden finden Sie Details zu ausgewählten Urteilen.
Gruppenverurteilung
Zehn Falun-Dafa-Praktizierende in Changde, Provinz Hunan, wurden am 12. November 2025 wegen ihres Glaubens zu Haftstrafen verurteilt. Ihre Berufungen sind noch anhängig.
Wang Xiaoqun, eine 76-jährige ehemalige Angestellte der Handelsbehörde von Changde, wurde zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 8.000 Yuan (etwa 960 Euro) verurteilt.Li Dongzhi (w) wurde zu vier Jahren Haft und einer Geldstrafe von 6.000 Yuan (etwa 720 Euro) verurteilt.Li Weiyun (w) und Yin Hong (w) wurden jeweils zu drei Jahren und neun Monaten Haft und einer Geldstrafe von 6.000 Yuan verurteilt.Liu Xianjun (w) und Yao Zhou (m) erhielten jeweils dreieinhalb Jahre Haft und eine Geldstrafe von 5.000 Yuan (etwa 600 Euro).Yang Biqiong (w), 73 Jahre alt, wurde zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan verurteilt.Yang Guiming(w) erhielt eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren mit drei Jahren auf Bewährung. Zusätzlich wurde ihr eine Geldstrafe von 4.000 Yuan auferlegt.You Chuyun (w) erhielt eine Haftstrafe von einem Jahr mit eineinhalbjähriger Bewährungszeit. Zusätzlich wurde ihr eine Geldstrafe von 2.000 Yuan auferlegt.Dong Mingfang (w) wurde zu neun Monaten Haft, einer Geldstrafe von 1.500 Yuan und einem Jahr auf Bewährung verurteilt.Die zehn Praktizierenden wurden am 30. November 2023 zwischen 5 und 7 Uhr morgens im Rahmen einer Polizeirazzia festgenommen, bei der mindestens 30 Praktizierende verhaftet wurden. Ihre Wohnungen wurden durchsucht. Sie erschienen am 12. November 2025 vor dem Kreisgericht Taoyuan und wurden am Ende des Prozesses verurteilt.
Vor ihrer jüngsten Verurteilung waren einige der Praktizierende in den vergangenen 26 Jahren wiederholt aufgrund ihres Glaubens ins Visier genommen worden und hatten Jahrzehnte hinter Gittern verbracht.
Wang Xiaoqun, eine pensionierte Angestellte der Handelsbehörde der Stadt Changde, verbüßte zwei Arbeitslagerstrafen von insgesamt vier Jahren. Sie wurde außerdem am 18. Mai 2006 zu siebeneinhalb Jahren, am 21. Juli 2016 zu vier Jahren und am 28. Juli 2020 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, alle Urteile wurden vom Bezirksgericht Wuling gefällt. Sie wurde am 23. März 2023 freigelassen, nur um acht Monate später erneut verhaftet und zu weiteren fünf Jahren Haft verurteilt zu werden. Ihre gesamten Arbeitslager- und Gefängnisstrafen belaufen sich auf 24 Jahre.
Liu Xianjun wurde am 16. Dezember 2009 bei einer Polizeirazzia festgenommen. Am 4. November 2010 wurde sie vom Stadtgericht Changde zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Yin Hong arbeitete früher bei einer Bank, wurde aber später wegen ihres Glaubens entlassen. Sie wurde am 18. Mai 2006 zu acht Jahren und am 21. Juli 2016 zu vier Jahren Haft vom Bezirksgericht Wuling verurteilt.
Beizhen, Provinz Liaoning: Sechs Falun-Dafa-Praktizierende zu Haftstrafen verurteilt
Knapp 40 Falun-Dafa-Praktizierende in der Region Jinzhou in der Provinz Liaoning wurden am 3. Juni 2025 wegen ihres Glaubens verhaftet. Sechs von ihnen wurden zu Haftstrafen zwischen elf Monaten und zwei Jahren verurteilt.
Die sechs Praktizierenden, alles Frauen aus Beizhen (Stadtteil Jinzhou), wurden nach ihrer Verhaftung durch Beamte der Polizeistation Luyang in der Haftanstalt Jinzhou festgehalten. Han Yanwen erhielt eine zweijährige Haftstrafe, Miao Guijun eine dreizehnmonatige und Tian Xiufen, Zhao Chunyan, Li Shuzhen und Wang Yulan jeweils eine elfmonatige. Einzelheiten zu Anklage, Prozess und Verurteilung sind unklar.
Sechs Einwohner der Provinz Hebei verurteilt, nur weil sie Falun Dafa praktizieren
Sechs Einwohner des Kreises Dongguang, Provinz Hebei, wurden kürzlich in der Provinz Shandong verurteilt, weil sie Falun Dafa praktizieren.
Li Zhenying (w) wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Cheng Guijun (w) und Yu Yongli (m) erhielten jeweils drei Jahre. Zhang Wenping (w) wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt. Men Bingcheng (m) erhielt eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren. Song Guifen (w) wurde zu einem Jahr Haft verurteilt. Zusätzlich wurden Geldstrafen zwischen 3.000 und 10.000 Yuan (etwa 360 bis 1200 Euro) verhängt. Fünf von ihnen (Namen unbekannt) legten Berufung gegen die Urteile ein.
Die sechs Praktizierenden waren am 19. Juni 2024 festgenommen worden, nachdem die Polizei im benachbarten Kreis Ningjin in der Provinz Shandong festgestellt hatte, dass sie auf dem dortigen Gemeindefest über Falun Dafa gesprochen hatten. Die Polizei überwachte sie sechs Monate lang, bevor sie sie festnahm.
Die Praktizierenden wurden im Untersuchungsgefängnis der Stadt Dezhou, Provinz Shandong festgehalten. Dezhou ist für Ningjin zuständig. Staatsanwalt Zheng Fangrong von der Staatsanwaltschaft des Kreises Ningjin genehmigte ihre Verhaftungen am 29. Juli 2024 und erhob Anfang Oktober 2024 Anklage.
Das Kreisgericht Ningjin hielt drei Anhörungen ab, am 18. April, 12. und 13. August 2025. Während der ersten Anhörung wurde allen fünf Familienangehörigen der Zutritt von den Gerichtsdienern verweigert. Auch Zhangs Anwalt wurde am Eingang aufgehalten, als er auf ein Familienmitglied wartete.
Da es keine andere Möglichkeit gab, die Anhörung zu verhindern, beschlossen die Familienangehörigen der Praktizierenden, die Anwälte zu entlassen (mit Ausnahme des Anwalts von Zhang, dem der Zutritt zum Gerichtssaal verweigert wurde).
Während der zweiten und dritten Anhörung im August sagten fünf der Angeklagten zu ihrer Verteidigung aus und fünf ihrer Anwälte plädierten ebenfalls für sie auf nicht schuldig. Minghui.org erfuhr am 14. November 2025 von den Urteilen gegen die Praktizierenden.
Verurteilung betagter Falun-Dafa-Praktizierender
85-jähriger pensionierter Ingenieur wegen seines Glaubens zu drei Jahren Haft verurteilt
Am 6. November 2025 wurde ein 85-jähriger Mann aus Harbin, Provinz Heilongjiang, auf einer Trage in die Haftanstalt des Kreises Fuyu eingeliefert. Er muss voraussichtlich eine dreijährige Haftstrafe ableisten, die ihm Anfang des Jahres wegen seines Glaubens an Falun Dafa auferlegt wurde.
Cao Shibin, ein pensionierter Ingenieur mit mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Konstruktion von Kleingewehren und leichten Waffen, wurde im Januar 2025 festgenommen. Anlass war ein Brief an die Kreisverwaltung Fuyu, in dem er diese aufgefordert hatte, sich nicht an der Verfolgung von Falun Dafa durch das chinesische Regime zu beteiligen. Ein lokales Gericht verurteilte ihn später – das Datum ist nicht bekannt – zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro).
Am Morgen des 6. November 2025 drang eine Gruppe von Polizisten und Sanitätern unter der Leitung von Li Peng der Polizeistation Fuyu in Caos Wohnung ein. Trotz seines lebensbedrohlich hohen Blutdrucks von 190 mmHg (der Normalwert liegt bei 120 mmHg oder darunter) trugen sie ihn auf einer Trage weg. Am Abend teilte die Polizei seiner Familie telefonisch mit, dass er in die Haftanstalt Fuyu eingeliefert worden sei. Seitdem hat seine Familie keine weiteren Informationen über ihn erhalten.
Verurteilung trotz gesundheitlicher Probleme
Internistin zum dritten Mal verurteilt – kritischer Zustand während Berufungsverfahren
Eine Internistin aus Haicheng in der Provinz Liaoning wurde am 23. Oktober 2025 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu drei Jahren Haft verurteilt. Während sie auf das Ergebnis ihres Berufungsverfahrens wartet, verschlechterte sich ihr Zustand lebensbedrohlich. Ihre Familie sorgt sich sehr um sie.
Die 63-jährige Dr. Zhao Junfang war am 28. Mai 2025 verhaftet worden. Am 11. Juni hatte die Staatsanwaltschaft des Bezirks Lishan Anklage gegen sie erhoben. Seitdem ist sie im ersten Frauengefängnis der Stadt Anshan eingesperrt. Ihre Familie erfuhr im Juli 2025, dass sie in der Haft hohen Blutdruck bekommen hatte, wobei ihr systolischer Wert einmal 213 mmHg erreichte (der Normalwert liegt bei bei 120 oder weniger).
Am 23. Juli 2025 leitete die Polizei den Fall an die Staatsanwaltschaft weiter. Zhaos Anwalt beantragte ihre Freilassung, was jedoch vom zuständigen Polizeibeamten und vom Leiter des Untersuchungsgefängnisses, Zhao Hongbo (nicht verwandt), abgelehnt wurde.
Staatsanwalt Zhang Yi erhob am 18. August 2025 Anklage gegen Zhao. Als ihr Anwalt sie besuchte, erzählte sie ihm, dass sie dreimal Blutungen gehabt habe und zur Untersuchung in ein externes Krankenhaus gebracht worden sei. Die Ärzte hätten eine schwere HPV-Infektion festgestellt und einen systolischen Blutdruck von 226 mmHg gemessen.
Am 21. Oktober 2025 stand Zhao vor dem Bezirksgericht Lishan. Ihre Familie war schockiert, als sie von ihrem Gesundheitszustand erfuhr. Nach der Verhandlung eilten sie zum Gefängnis, um eine Kopie ihrer Krankenakte anzufordern und ihre Freilassung gegen Kaution zu beantragen. Ein Wärter erklärte, dass man mindestens sechs Monate lang an der Krankheit gelitten haben müsse, bevor ein Antrag auf Kaution geprüft werden könne.
Daraufhin verlangte die Familie, die Verantwortlichen der Haftanstalt zu sprechen. Der Wärter sagte, die Vorgesetzten seien in einer Besprechung und nicht in der Lage, sie zu empfangen. Sie warteten mehr als zwei Stunden, ohne einen der Verantwortlichen zu Gesicht zu bekommen.
Der Richter verurteilte Zhao am 23. Oktober 2025 zu drei Jahren Haft. Sie legte Berufung beim Mittleren Gericht der Stadt Anshan ein, und der Fall wurde am 11. November registriert.
Zhaos Familie erfuhr kürzlich, dass ihr systolischer Blutdruck zeitweise auf 236 mmHg angestiegen war (normalerweise liegt der Wert bei 120 oder darunter). Sie litt außerdem unter Taubheitsgefühlen in einem Körperteil und fühlte sich benommen.
Vor ihrer jetzigen Verurteilung hatte Zhao bereits zwei Haftstrafen wegen ihres Glaubens verbüßt, die insgesamt acht Jahre betrugen.
Frau erleidet im Gefängnis einen Schlaganfall
Fu Yunping, die aus dem Kreis Longjiang (Provinz Heilongjiang) stammt und aus beruflichen Gründen nach Taizhou (Provinz Zhejiang) gezogen war, wurde kürzlich in Taizhou wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu einem Jahr und neun Monaten Haft verurteilt.
Fu Yunping wurde am 7. April 2025 festgenommen. Man hatte sie angezeigt, weil sie sich mit jemandem über Falun Dafa unterhalten hatte. Die Polizei durchsuchte ihre Wohnung, wo sie lediglich einen Mediaplayer mit Vorträgen zu Falun Dafa fand. Um weitere „Beweise“ gegen sie zu sammeln, verhörten die Beamten all ihre Arbeitskollegen in einem Hotel und wollten wissen, ob sie ihnen gegenüber etwas über Falun Dafa gesagt hatte.
Fu wurde am Tag nach ihrer Festnahme in Strafhaft genommen und in die Haftanstalt der Stadt Taizhou gebracht. Die Staatsanwaltschaft von Taizhou genehmigte ihre Festnahme Mitte Mai 2025 und leitete ihren Fall an das Bezirksgericht Shujiang weiter.
Die Haftanstalt informierte Fus Familie am 19. Juni darüber, dass sie einen Schlaganfall erlitten habe und im Krankenhaus behandelt werde. Als ihre Familie sie besuchte, konnte sie eine Körperhälfte nicht bewegen und nicht sprechen. Sie war ans Bett gefesselt, schien aber bei klarem Verstand zu sein.
Fus Familie beantragte ihre Freilassung gegen Kaution, doch der zuständige Richter lehnte den Antrag ab. Daraufhin beauftragte Fus Tochter einen Anwalt, um Gerechtigkeit für ihre Tochter zu erlangen.
Fu stand am 5. August 2025 im Bezirk Shujiang vor Gericht. Ihr Anwalt plädierte für sie auf nicht schuldig. Der Richter verwies den Fall später zur weiteren Beweiserhebung an die Staatsanwaltschaft zurück und setzte für den 11. Oktober 2025 eine weitere Anhörung an.
Minghui.org bestätigte kürzlich, dass Fu zu einem Jahr und neun Monaten Haft verurteilt wurde. Sie hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.
Weil sie an ihrem Glauben an Falun Dafa festhielt, wurde Fu in der Vergangenheit bereits zweimal verurteilt: das eine Mal im Jahre 2014 und das zweite Mal 2021 – jeweils zu drei Jahren Haft. Zuletzt wurde sie im Mai 2024 aus dem Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang entlassen, jedoch weniger als ein Jahr später erneut verhaftet und zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt.
Pekingerin wegen Praktizierens von Falun Dafa zu 5,5 Jahren Haft verurteilt
Zhang Baoling aus Peking wurde Ende Juli 2025 zu 5,5 Jahren Haft verurteilt, nur weil sie Falun Dafa praktiziert. Ihre Berufung wurde am 24. Oktober abgewiesen. Aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes verbüßt sie ihre Strafe derzeit im Hausarrest.
Die rechtswidrige Verurteilung der etwa 61-jährigen Zhang geht auf ihre Festnahme am 19. Juni 2022 zurück; jemand hatte sie wegen der Verbreitung von Informationsmaterialien über Falun Dafa angezeigt. Sie wurde 36 Stunden lang auf der Polizeiwache Dahongmen festgehalten, bevor sie gegen Kaution freigelassen wurde.
Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Fengtai rief Zhang am 5. Juni 2023 an und befahl ihr, sich innerhalb von zwei Tagen bei ihnen zu melden. Sie ging nicht hin, weil sie ihren kranken Bruder in ihrer Heimatstadt besuchte.
Die Polizei verhaftete Zhang am 23. Februar 2024 mit der Begründung, sie habe durch den Besuch bei ihrem Bruder gegen eine Bedingung ihrer Kaution verstoßen. Als ihr an diesem Abend etwas zu essen angeboten wurde, aß sie nichts. Als man sie zur körperlichen Untersuchung ins Krankenhaus brachte, betrug ihr Blutdruck 214/115 mmHg (wobei der normale Bereich bei 120/80 mmHg oder niedriger liegt).
Wegen ihres anhaltend hohen Blutdrucks lehnte das Untersuchungsgefängnis ihre Aufnahme ab. Am 24. Februar wurde sie um 2.30 Uhr morgens gegen Kaution freigelassen.
Die Polizei übergab Zhangs Fall im Juli 2024 der Staatsanwaltschaft des Bezirks Fengtai, sie wurde etwa im November 2024 angeklagt.
Zhang stand Ende Januar 2025 vor dem Bezirksgericht Fengtai. Der Staatsanwalt verleumdete Falun Dafa und bezeichnete es als bösartige Sekte, konnte aber keinerlei Beweise für seine Behauptung vorlegen. Zhang erinnerte alle Anwesenden daran, dass Falun Dafa in China nie gesetzlich unter Strafe gestellt oder als Sekte eingestuft wurde. Der Richter unterbrach sie mit einem Hammerschlag.
Der Staatsanwalt beschuldigte Zhang des Gesetzesverstoßes, doch das von ihm im Gerichtssaal vorgeführte „Video-Beweismaterial“ enthielt keine Bilder und zeigte Zhang nicht bei „illegalen Handlungen“. Zhangs Anwalt verteidigte zudem ihr verfassungsmäßiges Recht auf Glaubensfreiheit. Am 13. März 2025 fand eine zweite Anhörung statt, bevor Zhang Ende Juli zu 5,5 Jahren Haft verurteilt wurde.
Das Mittlere Volksgericht Peking lud Zhang am 24. Oktober 2025 vor und teilte ihr mit, dass ihre Berufung abgelehnt wurde. Es fand keine Berufungsverhandlung statt. Anschließend wurde sie zur ärztlichen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, bevor man sie in eine Haftanstalt fuhr. Aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes verweigerte die dortige Leitung die Aufnahme von Zhang und ihr wurde zugestanden, ihre Haftstrafe im Hausarrest zu verbüßen.
62-Jährige erhält in Polizeigewahrsam drei Tage lang nichts zu essen
Die 62-jährige Xu Chunfeng aus dem Kreis Songming in der Provinz Yunnan wurde am 29. September 2025 wegen Praktizierens von Falun Dafa zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan (etwa 600 Euro) verurteilt.
Anlass für Xu Chunfengs Haftstrafe waren Banknoten mit aufgedruckten Botschaften über Falun Dafa, mit denen sie beim Einkauf auf einem Bauernmarkt am 28. März 2024 bezahlt hatte. Sie wurde am 25. April 2024 um Mitternacht in ihrer Wohnung festgenommen. Die Beamten beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher, Musikplayer, USB-Sticks und Videoplayer. Ihre Tochter und ihr Schwiegersohn, die mit ihr im selben Haushalt leben und nicht Falun Dafa praktizieren, wurden ebenfalls festgenommen.
Die drei Familienmitglieder wurden zur Vernehmung auf die Polizeiwache Yanglin gebracht. Yangs Tochter und Schwiegersohn wurden Stunden später freigelassen. Sie selbst wurde von den Beamten zum Polizeirevier Chenggong gebracht.
Am 26. April 2024 wurde Xu ab 8 Uhr morgens von der Polizei etwa fünf Stunden lang verhört. Die Polizisten zwangen sie, Verhörprotokolle zu unterschreiben. Anschließend wurde sie zur körperlichen Untersuchung ins Xinhua-Krankenhaus gefahren. Als sie in die Haftanstalt der Stadt Kunming gebracht wurde, war es bereits nach 22 Uhr. Da die Untersuchung ergeben hatte, dass sie haftuntauglich war, verweigerte die Haftanstalt ihre Aufnahme.
Die Polizei brachte Xu zur erneuten Untersuchung zurück ins Xinhua-Krankenhaus. Das Ergebnis blieb unverändert, sodass die Haftanstalt ihre Aufnahme erneut ablehnte. Der Polizist beantragte eine dritte körperliche Untersuchung von Xu. Da es bereits 2 Uhr nachts war (am 27. April 2024), fuhr er sie zurück zur Polizeiwache.
Nach Tagesanbruch brachte ein Polizist sie zu einem anderen Krankenhaus, um sie einer dritten körperlichen Untersuchung zu unterziehen. Die Ärzte dort empfahlen eine sofortige Einweisung ins Krankenhaus. Der Polizist bat die Ärzte jedoch, Xu Injektionen und Tabletten zu verabreichen, damit er sie in die Haftanstalt einweisen lassen konnte. Die Ärzte warnten ihn, dass Xu an schwerem Diabetes leide und sich in einem ernsten Zustand befinde.
Der Polizist ignorierte die Ärzte und fuhr Xu zur Haftanstalt, wo man sie weiterhin abwies. Ihm blieb nichts anderes übrig, als sie zurück zur Polizeiwache zu bringen. Er beriet sich mit seinen Vorgesetzten und ließ Xu gegen Kaution frei. Ihre Tochter wurde zur Polizeiwache vorgeladen, um die Kaution in Höhe von 2.000 Yuan (etwa 240 Euro) zu bezahlen und die Unterlagen als Bürgin zu unterzeichnen.
Während ihrer dreitägigen Haft (25.–27. April 2024) erhielt Xu kein Essen. Nach ihrer Freilassung wurde sie zu Hause von Justizbeamten und der örtlichen Polizei schikaniert.
Ein Polizist rief am 16. Juli 2024 Xus Tochter an und wies sie an, ihre Mutter zu benachrichtigen, damit diese sich bei ihnen melde, andernfalls würde Xu wieder in Gewahrsam genommen. Xu ging daraufhin hin und erhielt eine Benachrichtigung, dass sie von der Staatsanwaltschaft des Kreises Yiliang angeklagt worden war. Ihr Fall wurde am nächsten Tag an das Kreisgericht Yiliang weitergeleitet.
Xu stand am 23. September 2025 vor Gericht. Sie wurde von einem gerichtlich bestellten Anwalt vertreten. Die Anhörung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Vorsitzende Richter fragte Xu, ob sie ihre „Schuld“ eingestehe, woraufhin sie erwiderte, sie habe kein Gesetz gebrochen, indem sie ihr verfassungsmäßiges Recht auf Glaubensfreiheit ausgeübt habe. Daraufhin wies der Richter den Gerichtsdiener an, Xus Mikrofon zu entfernen, um sie am Reden zu hindern. Anschließend schlug er mit dem Hammer auf den Tisch und beendete die knapp 20-minütige Anhörung.
Xu erhielt am 29. September 2025 eine Kopie ihres Schuldspruchs per Post. Es ist unklar, wann sie ihre Haftstrafe antreten wird.
Vollständiger Bericht auf Minghui.de: https://de.minghui.org/html/articles/2025/12/10/188718.html
Original-Artikel auf Chinesisch




