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Jahresbericht: 16.413 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens 2021 verhaftet und schikaniert

Im Jahr 2021 gingen bei Minghui.org 5.886 Meldungen zu Praktizierenden ein, die wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verhaftet wurden; weitere 10.527 wurden schikaniert. Aufgrund der strengen Internetzensur treffen Informationen oft verzögert und unvollständig ein, sodass oft Fälle aus Vorjahren nachgemeldet werden. Von den vorliegenden Verhaftungen betrafen 5.045 das Jahr 2021; 841 wurden für 2020 nachgemeldet. Von 10.527 schikanierten Praktizierenden entfielen 9.245 auf das Jahr 2021; 1.275 wurden für 2020 und sieben Fälle für 2016 bestätigt.

Damit erhöht sich die Anzahl der Verhaftungen und Schikanen im Jahr 2020 auf 8.160 bzw. 10.973.

In den Monaten April bis Juni 2021 gab es einen starken Anstieg sowohl bei den Festnahmen als auch bei den Schikanen. Durchschnittlich wurden in dieser Zeit monatlich 1.620 Belästigungsfälle gemeldet, womit sich die Anzahl vom März verdoppelt und die vom Februar sogar versechsfacht hat.

Im Mai und Juni fanden Razzien in unterschiedlichen Provinzen statt:

10. Mai: Stadt Suzhou, Provinz Jiangsu – 13 Praktizierende festgenommen12. Mai: Stadt Tangshan, Provinz Hebei – 26 Praktizierende festgenommen13. Mai: Stadt Lanzhou, Provinz Gansu – 9 Praktizierende festgenommen2. Juni: Stadt Jiaozhou, Provinz Shandong – 16 Praktizierende festgenommen10. Juni: Stadt Mudanjiang, Provinz Heilongjiang – 28 Praktizierende festgenommen11. Juni: Stadt Chaoyang, Provinz Liaoning – 26 Praktizierende festgenommen

Der plötzliche Anstieg im Zeitraum April bis Juni ist auf die Fortsetzung der im Jahr 2020 eingeleiteten „Null-Fälle-Kampagne“ zurückzuführen. Ziel der Kampagne ist es, alle Praktizierende auf der schwarzen Liste der Regierung dazu zu zwingen, ihren Glauben aufzugeben. Hinzu kam eine verschärfte Verfolgung rund um sensible Tage der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), wie den 25.April und den 13. Mai (Jahrestag der Einführung von Falun Dafa in die Öffentlichkeit). Um den 1. Juli herum, an dem die KPCh ihren 100. Jahrestag feierte, sorgte die Kampagne zur „Aufrechterhaltung der Stabilität“ ebenfalls für ein härteres Durchgreifen gegen die Praktizierenden. Auf diese Weise sollen sie daran gehindert werden, mit Leuten über die Verfolgung zu sprechen.

In diesem Jahr finden vom 4. bis 20. Februar die Olympischen Winterspiele statt. Insbesondere in den drei olympischen Regionen Peking, Yanqing (ländlicher Bezirk von Peking) und Zhangjiakou in der Provinz Peking, aber auch an anderen Orten hat die KPCh eine weitere Runde der Kampagne zur „Aufrechterhaltung der Stabilität“ eingeleitet. Mit einer ähnlichen Vorgehensweise hinderten Beamte bereits bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking Praktizierende daran, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und sie über die Machenschaften der KPCh zu informieren.

Um zu unterbinden, dass Praktizierende die Verfolgung aufdecken, haben Behörden in ganz China Überwachungskameras installiert. Das Internet wird streng kontrolliert. Jede Information, die von den Behörden als bedenklich eingestuft wird, unterliegt der Zensur.

In den Provinzen Liaoning, Chongqing und Hebei haben Polizisten aus dem Hunderte Kilometer entfernten Henan Praktizierende verhaftet. Grund hierfür waren Informationen über Falun Dafa, die über die beliebte Social-Media-Plattform We Chat verschickt wurden. In der Stadt Dalian, Provinz Liaoning wurde eine Praktizierende verhaftet, weil sie während einer Reise nach Japan auf Twitter Informationen über die Verfolgung verbreitet hatte. Das Gericht bestrafte sie zu viereinhalb Jahren Haft.

In der Liste der Regionen mit den meisten Festnahmen führt Shandong (1.008), gefolgt von Liaoning (605) und Sichuan (512). Bei den Schikanen liegt Hebei (2.211) vor Shandong (1.595) und Sichuan (1.083). In 18 weiteren Provinzen wurden Verfolgungsfälle im dreistelligen Bereich registriert, in sechs Provinzen im zweistelligen Bereich, während es in zwei Regionen weniger als zehn Fälle gab.

Von den verfolgten Praktizierenden brachten die Beamten 608 in Gehirnwäsche-Einrichtungen. Hier liegt Hubei mit 124 Fällen auf dem ersten Platz, gefolgt von Shandong (117) und Jilin (81).

Seit Beginn der Verfolgung im Jahr 1999 setzen die Behörden in der Stadt Wuhan, Provinz Hubei die Anweisungen des Regimes zur Unterdrückung von Praktizierenden strikt um, was insbesondere für die Gehirnwäsche gilt. Mit dem Start der „Null-Fälle-Kampagne“ im Jahr 2020 wurden durch die Verantwortlichen in Wuhan zehn bestehende Einrichtungen in der Stadt als Gehirnwäsche-Einrichtungen umfunktioniert.

Von den verhafteten Praktizierenden waren 687 über 65 Jahre alt, davon 131 über 80 und drei über 90. Von den darüber hinaus schikanierten Praktizierenden waren 632 über 65 Jahre alt, 219 von ihnen über 80 und 15 über 90.

In der Stadt Jilin, Provinz Jilin wurde am 14. Mai 2021 eine 90-jährige Frau festgenommen, weil sie mit Leuten über Falun Dafa gesprochen hatte. Die Beamten stießen sie ins Polizeifahrzeug, nahmen ihr die Schlüssel weg und durchsuchten ihre Wohnung. Auf der Polizeiwache sperrte man die Rentnerin in einen Metallkäfig. Erst einige Stunden später durfte sie auf Kaution nach Hause.

Einige Praktizierende wurden in den vergangenen 20 Jahren wiederholt angegriffen, weil sie an ihrem Glauben festhielten. Neben Festnahmen, Schikanen und Inhaftierungen werden einige von ihnen finanziell verfolgt, indem ihre Rente von den Behörden ausgesetzt wurde. In anderen Fällen fordern die Ämter Rentenzahlungen, die in der Haft geleistet wurden, von den Praktizierenden zurück.

Aber auch jüngere Praktizierende waren Ziel der Ermittler, wie eine 19-jährige Studentin aus Shandong und eine 27-Jährige aus Anhui.

Die verfolgten Praktizierenden stammen aus allen Gesellschaftsschichten. Unter ihnen sind Lehrer, Ingenieure, Unternehmer, Ärzte, Krankenschwestern, Taxifahrer und Wissenschaftler. Auch eine frühere Polizeiinspektorin aus Shandong wurde festgenommen. Nach ihrer Verhaftung am 9. Januar 2021 war sie in schlechter gesundheitlicher Verfassung. Am 16. Dezember stand sie vor Gericht. Nun droht ihr eine Haftstrafe. Ein Elektroingenieur aus Shanghai zog im Jahr 2020 dreimal um, weil die Polizei seine Vermieter dazu gedrängt hatte, ihm den Mietvertrag zu kündigen. Er wurde am 20. Oktober 2021 auf dem Weg in seine Heimatstadt Zhejiang verhaftet.

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