Im Januar und Februar 2025 wurden insgesamt 518 Fälle gemeldet, bei denen Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verhaftet oder schikaniert wurden.
Die 518 Fälle umfassten 244 Festnahmen (davon 108 im Jahr 2024 und 136 im Jahr 2025) und 274 Fälle von Schikanen (davon 85 im Jahr 2024 und 189 in den ersten beiden Monaten des Jahres 2025).
Die Verzögerung bei der Berichterstattung ist hauptsächlich auf die Informationszensur in China unter dem kommunistischen Regime zurückzuführen, die es Minghui-Korrespondenten erschwert, Daten zu sammeln, zu überprüfen und an die Website zu übermitteln. Praktizierende, die Verfolgung erlitten haben, laufen zudem Gefahr, Vergeltungsmaßnahmen zu erleiden, wenn sie die Verfolgungsberichte unter ihrem echten Namen melden.
Die 518 betroffenen Praktizierenden stammten aus 20 Provinzen und vier regierungsunmittelbaren Städten (Peking, Chongqing, Shanghai und Tianjin). Die meisten Fälle von Verhaftung und Schikanen wurden in Hebei (125) gemeldet, gefolgt von 56 in Heilongjiang und 54 in Jilin. Zehn weitere Regionen verzeichneten ebenfalls zweistellige Fallzahlen zwischen 10 und 46. Die übrigen elf Regionen verzeichneten einstellige Fallzahlen zwischen eins und neun.

Mindestens 58 Praktizierende waren zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung oder Schikanierung 60 Jahre oder älter. Davon waren 24 über 60 Jahre alt, 26 über 70, sieben über 80 Jahre und einer über 90.
Im Kreis Pucheng in der Provinz Fujian verhaftete die Polizei am 30. August 2024 Zhang Zhaoli mit der Begründung, er sei „unerlaubt herumgelaufen“, nachdem er von einer Reise in die Stadt Dalian, Provinz Liaoning, zurückgekehrt war. Einem Insider zufolge hat das kommunistische Regime Ende letzten Jahres eine Anordnung zur verstärkten Verfolgung von Falun Dafa erlassen. Außerdem wurde jeder Region eine Quote von verhafteten Praktizierenden zugewiesen. Mit der Verhaftung von Zhang sollte diese Quote erfüllt werden.
Schikanen vor dem chinesischen Neujahrsfest und den „Zwei Sitzungen“
Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ist dafür bekannt, die Schikanen gegen Falun-Dafa-Praktizierende vor wichtigen politischen Versammlungen oder Jahrestagen im Zusammenhang mit Falun Dafa zu verstärken, um sie einzuschüchtern und sie davon abzuhalten, die Ereignisse als Gelegenheit zu nutzen, auf die Verfolgung aufmerksam zu machen. Das chinesische Neujahrsfest 2025 (29. Januar) und die jährlichen nationalen politischen Versammlungen des Regimes im März 2025 bildeten da keine Ausnahme.
Die Familie von Yuan Hongying aus der Stadt Qiqihar in der Provinz Heilongjiang reiste zum chinesischen Neujahrsfest nach Harbin in derselben Provinz. Als sie am 5. Februar 2025 die Heimreise antraten und auf ihren Zug warteten, wollten zwei Beamte Yuans Gepäck durchsuchen. Sie antwortete, dass ihre Familie bereits die Sicherheitskontrollen passiert habe. Die Beamten blieben davon unbeeindruckt und äußerten, dass sie ihr Gepäck durchsuchen müssten, weil sie Falun Dafa praktiziere.
Die 65-jährige Yuan weigerte sich zu kooperieren. Daraufhin forderten die Beamten Verstärkung an. Fünf weitere Beamte kamen herbei. Sie brachten Yuan und ihre Tochter zur Polizeiwache und durchsuchten ihre Taschen. Nachdem sie bei Yuan Geldscheine mit der Aufschrift „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Gute, Nachsicht sind gut“ gefunden hatten, begannen die Polizisten, sie zu verhören. Sie bezeichneten die Banknoten als Indiz dafür, dass Yuan gegen das Gesetz verstoßen habe.
Die Polizisten beschlagnahmten die Schlüssel von Yuan und ihrer Tochter, fuhren in ihre etwa 320 km entfernte Heimat nach Qiqihar, wo sie in Abwesenheit der Angehörigen eine Hausdurchsuchung durchführten. Nachdem die Beamten in der Wohnung von Yuans Tochter keine Falun-Dafa-Materialien gefunden hatten, ließen sie sie wieder frei. In Yuans Wohnung wurde die Polizei hingegen fündig, sodass die Praktizierende bis spät in den Abend verhört wurde. Aufgrund von Schlafmangel litt sie unter starken Kopfschmerzen und Bluthochdruck. Sie wurde am 6. Februar gegen 3.00 Uhr morgens in die Zweite Haftanstalt der Stadt Harbin gebracht und ist seitdem dort inhaftiert.
In Chongqing wurde Li Yunhui am 15. Januar 2025 beschattet, als sie im Supermarkt Würstchen für das bevorstehende chinesische Neujahrsfest (29. Januar 2025) kaufte. Dieselbe Person folgte ihr auch in den darauffolgenden zwei Tagen, als sie ihre Familie besuchte. Eine der Verfolgerinnen, Hu Zhonghui, gab an, mit dieser „Überwachungstätigkeit“ nur etwas Geld verdienen zu wollen. Später installierte die Polizei Überwachungskameras in der Wohnung von Li, die sie mit ihrer Tochter, Zhao Li, teilte, sowie in deren Schneiderei.
Neben den polizeilichen Maßnahmen rund um das chinesische Neujahrsfest wurden weitere Praktizierende vor den „Zwei Sitzungen“, den jährlichen Plenarsitzungen des Nationalen Volkskongresses und der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes, schikaniert.
Im Februar 2025 riefen Beamte der Kreispolizei Xishui (Provinz Hubei), der Stadt Shouguang (Provinz Shandong), der Stadt Hanzhong (Provinz Shaanxi) und im Kreis Qianguo (Provinz Jilin) die Praktizierenden an oder suchten sie zu Hause auf. Sie gaben an, vor den „Zwei Sitzungen“ nach ihnen sehen zu müssen. Einige Polizisten verlangten, Fotos von den Praktizierenden zu machen, um ihre Anwesenheit in deren Zuhause zu beweisen.
Am 14. Februar 2025 abends erschien eine Gruppe von Beamten der Polizeiwache Shisanling in der Wohnung von Wang Yu in Peking. Da Wang nicht zu Hause war, sprachen die Polizisten mit seiner 93-jährigen Großmutter, die ebenfalls Falun Dafa praktiziert und bei ihm lebt. Am 17. Februar kamen die Polizisten noch einmal und sprachen mit Wang und seiner Frau, Guo Xiaoqing.
Cong Peixi aus Shanghai berichtete, dass sie vom 13. bis 18. Januar 2025 rund um die Uhr überwacht wurde. Nur wenige Wochen später erhielten die Beamten ihrer Ortspolizei einen weiteren Befehl, sie vom 5. bis 14. Februar 2025 zu überwachen, während die Asiatischen Winterspiele 2025 in Harbin, Provinz Heilongjiang (knapp 2.400 Kilometer von Shanghai entfernt), stattfanden. Kurz vor Beginn der „Zwei Sitzungen“ am 5. März begannen die Behörden erneut mit der Überwachung.
Vollständiger Bericht: https://de.minghui.org/html/articles/2025/3/15/183377.html
Quelle. Minghui.de
Original-Artikel chinesisch: https://www.minghui.org/mh/articles/2025/3/7/1-2月获知518名法轮功学员遭绑架骚扰-491416.html





