Krankheits-Karma

Sehr geehrter Meister! Liebe Mitpraktizierende!

In Herbst 2003 begegnete ich Falun Dafa in Zürich. Als ich zu Fuß unterwegs vom Bahnhof zum Kunstmuseum ging, kam ich an einem Informationsstand an der Bahnhofstrasse vorbei, wo einige Praktizierende Übungen machten. Sie erklärten mir daraufhin, dass Falun Dafa eine Kultivierungsschule für Körper und Geist ist. Auf der Stelle war ich überzeugt, dass ich das auch lernen wolle und fragte sie, ob es diese Übungsgruppe auch in Basel gibt. Sie haben mir dann eine Zeitung gegeben in welcher die Kontakt-Adressen und Telefonnummer von der ganzen Deutschschweiz darinstanden.

Nach einigen Wochen habe ich angefangen, jeden Dienstagabend zu den Falun-Dafa-Übungen im Kannefeldpark im Basel zu gehen. Dabei bemerkte ich, dass ich nach den Übungen eine gigantische Energie bekam, sodass ich zuhause vor dem Schlafen angefangen habe, meine Wohnung zu putzen, um die starke Energie abzubauen. Nach ungefähr einem Jahr bin ich auch nach den Übungen zu einer Mitpraktizierenden mitgegangen, wo wir das Fa gelesen haben. Danach hatte ich soviel Energie, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte. Trotzdem fühlte ich mich am nächsten Tag gut und konnte normal arbeiten. Ich erzählte dies der anderen Praktizierenden. Sie beruhigte mich und meinte, das sei Kultivierungsenergie, sie werde sich im Laufe der Zeit ausgleichen. Allerdings empfinde ich diese starke Kultivierungskraft auch heute noch nach den Übungen.

Nach etwa vier Jahren änderte sich meine Arbeit und deswegen war ich nur noch ein – zweimal im Monat in Basel. An den verschiedenen Orten, wo ich arbeitete, gab es meistens keine Gruppe und so habe ich das gute Kultivierungsumfeld verloren, das sich sehr motivierend auf mich ausgewirkt hatte. Ich habe seltener die Übungen gemacht und nur noch manchmal im Zhuan Falun gelesen. Jedoch kultivierte ich mich nicht mehr solide.

Im Januar 2020 habe ich eine Grippe bekommen, das war am Anfang der Corona-Zeit, und diese kam fast monatlich zurück. Nach vielen Blutuntersuchungen, CT-Scans und MRTs wurde es einfach nicht besser, es konnte nichts gefunden werden. Schlussendlich wurde ich im Januar 2020 operiert. Einige Stunden nach der Operation kam die Chirurgin zu mir und teilte mit, dass hinter der Gebärmutter ein Krebs versteckt sei, es sei sehr ernst, sie hätten viel Krebsgewebe entfernen müssen, darunter auch 13 Lymphknoten. Sie sagte, dass ich es schwer haben und vielleicht nicht überleben würde.

Ich ließ mich nicht davon bewegen. Ich dachte: „Du weißt nichts über mich, du weißt nicht, welche Hilfe mir Meister Li gewährt!“ Denn solche Gedanken wollte ich nicht annehmen. Ich wollte diesen Worten keinen Wert beimessen und lehnte sie innerlich sofort ab. „Nein, das stimmt nicht“, dachte ich. „Ich bin gesund und muss dem Arrangement der alten Mächte entkommen, die mich seit über einem Jahr in ihrer Gewalt haben. Wieso tappe ich in diese Falle?“ Gleichzeitig hatte ich den starken Gedanken, dass ich es schaffe werde, aber realisierte gleichzeitig, dass nicht „Ich“, sondern der Meister mir helfen würde. Ich musste dieses Ego ablegen.

Als ich nach innen schaute und mich anhand der Lehre des Fa verglich, entdeckte ich viele menschliche Gesinnungen und Anhaftungen: eine innere Leere – eine Einsamkeit. Ich fühlte mich als Opfer, sah sofort überall Krankheiten, hatte ein Bestreben zu beweisen, dass ich es besser wusste als die anderen, mein Hang an Materialismus, andere zu beurteilen, Missgunst, Neid. Es kam so vieles in mir hoch, was ziemlich zerstörend wirkte. Während all diese Sachen durch meinen Kopf gingen, merkte ich, wie weit ich von einem guten Kultivierungszustand entfernt war. Trotzdem versuchte ich, wie schwierig es auch war, ganz behutsam, diese Anhaftungen loszulassen. Ich hatte den Eindruck, wenn ich nicht daran arbeitete, würde ich diese Krankheit nicht überwinden können. Ich sollte alles ablegen, auf andere Rücksicht nehmen ohne zu urteilen.

Während der postoperativen Chemotherapie erlebte ich viele schwierige und manchmal auch verwirrende Momente, aber ich glaubte fest an den Meister und beschloss, mich ganz auf mich selbst und meine Kultivierung zu konzentrieren. Ich bin Krankenschwester. Ich beschloss, mich nicht in die medizinische Behandlung einzumischen und auch nicht mitzudiskutieren.

Bei der Kontrolle und Therapie bekam ich trotzdem von der Ärztin meine Laborresultate. Nach drei Monaten sah ich allerdings, dass ich eine Art Leukämie hatte und wies die Ärzte auf die Werte hin. Sie waren erschüttert, denn sie hatten dies nicht bemerkt. Ich dachte: „Na, ja, wird schon gut gehen.“ Am nächsten Tag war ich zur Konsultation beim Professor für Hämatologie. Er sagte: „Es ist zu spät – während der Chemotherapie können wir nichts tun, das ist zu gefährlich. Nach der Therapie (nach drei Monaten) werden wir sehen, was wir machen können und wie es weitergeht.“ Ich machte mir keine Sorgen, ich wusste, dass sich der Meister um mich kümmerte. Eine Freundin erzählte mir, dass es sehr heilsam sei, bei Leukämie in die Berge zu gehen, ihrer Mutter hätte das jedes Mal geholfen. Nun, ich hatte Glück, denn nach der Chemotherapie konnte ich nach Scuol, Graubünden auf 1500 Metern Höhe, zur Rehabilitation gehen. Ich war überzeugt, dass es hilft und dachte nicht mehr daran.

Während meines Aufenthaltes in der Rehabilitationsklinik hatten wir auch zwei Qigong-Therapie Stunden in der letzten Woche meines 5-wöchigen Aufenthaltes. Ich spürte sofort ,dass dort Energie getankt wurde, nur um sich einen Moment besser zu fühlen, eine Art Qi aus dem Kosmos. Natürlich nicht um sich zu kultivieren, sondern es wurde uns so vermittelt, dass man das machen kann, wenn man mal keine Energie hat oder mehr braucht, dann könne man einfach diese Bewegungen machen. Während dieser Übungen schoss mir sofort der Gedanke durch den Kopf – ich kenne etwas Besseres, ich sollte mich wieder der Falun-Dafa-Gruppe in Basel im Kannefeldpark anschließen, um die Übungen in der Gruppe zu machen. Sogleich nahm ich Kontakt mit dem Betreuer auf. Wegen Corona fanden die Übungen nicht mehr im Park in Basel statt, doch ich konnte zum Dorf des Betreuers gehen. So ging ich jede Woche zu ihm, wo wir zusammen die Übungen machten.

Inzwischen waren schon drei Monaten vergangen und es war wieder Zeit für die Kontrolle der Laborwerte an der Uniklinik in Basel. Es wurde es festgestellt, dass die Leukämie praktisch weg war, und beim nächsten Untersuch drei Monate später war alles weg. Die Professorin der Hämatologie war sehr erstaunt: „Das ist ein kleines Wunder!“ Ich wusste, dass der Meister viel Karma auf sich genommen hatte und ich weiter daran arbeiten musste, meine Anhaftungen zu beseitigen.

Der Betreuer sagte zu mir: „Der Meister hat für dich schon alle Krankheiten weggenommen!“

Das ermahnte mich erneut, dass ich mich jetzt mehr bemühen sollte, meine Anhaftungen zu erkennen und zu beseitigen und Karma abzubauen.“ Ich sollte mich den Fa-Grundsätzen Wahrhaftigkeit (Zhen) Güte (Shan) und Nachsicht (Ren) angleichen, damit die alten Mächte keine Lücken mehr ausnützen konnten.

Weiter passierte noch einiges Auffälliges während meiner Chemotherapie. Einmal wachte ich plötzlich in der Nacht auf, war total verschlafen. Dann fing ich aber an, in einer Tüte alle Sachen zu sammeln, die ich von meiner Familie bekommen hatte oder eine Beziehung dazu hatte. Ich dachte: „Was passiert jetzt? Was bedeutet das mitten in der Nacht? Was machst du denn da?“ Ich überlegte, was ich getan hatte. Dabei hatte ich das Gefühl, alles loszuwerden. „Du kannst alles loswerden“, dieser Gedanke kam in mir stark auf! Je mehr ich in den nächsten Tagen in den Abfallsack steckte, desto erleichterter fühlte ich mich. Ich fühlte mich wirklich erleichtert! Durch meine emotionale Bindung hatte sich eine starke Anhaftung an die Familienbeziehungen entwickelt. Erst jetzt bemerkte ich auch immer mehr, dass ich unter allen möglichen Familiengewohnheiten gelitten hatte. Oft wurde ich von meinen Angehörigen als dumm bezeichnet, geschlagen, diskriminiert, ausgenutzt und am Ende um mein Erbe betrogen. Was sollte ich nun mit diesen Sachen machen? Ich war wie ein Museum. Ich hatte mir angewöhnt, alles aufzubewahren – man könnte es ja eventuell später nochmals gebrauchen. Dazu gehörten auch viele wertvolle Familien-Gegenstände. Ich durfte diese Sachen nicht mehr horten – und so habe alles in fünf Schachteln verpackt und an meine Brüder und Schwestern zurückgeschickt. Ich dachte: „Wenn diese materiellen Sachen alle so wertvoll sind, dann sollen sie diese doch nehmen, ich brauche nichts davon.“ In diesem Moment fiel eine große Bürde von mir ab. Erst jetzt fiel mir auf, dass diese materiellen Dinge mir nicht geholfen, sondern mich nur ablenkt und belastet hatten.

Immer wieder hatte ich auch total verwirrende E-Mails von Familienangehörigen erhalten – auch das sollte ich loslassen. Aber wie sollte ich diese Anhaftungen und Gefühle beseitigen, diese menschlichen Anschauungen und Emotionen, die immer wieder hochkommen – es schien wie ein Gedanken-Karussell. Ich merkte, dass ich in einen Teufelskreis geraten war. Dabei beschuldigte ich mich selbst, dass ich keine Kontrolle über mich hatte, zu willensschwach gewesen war, mich davon zu lösen und deshalb ein Opfer der alten Mächte geworden war. Es war eine starke Anhaftung – ich war in dieser familiären Zuneigung gefangen. Mit Groll im Innern fragte ich: „Wieso wurde ich in dieser Familie geboren, um all dieses Karma zu ertragen? Wieso bleibe ich in diesen Gedanken hängen?“ Dann erkannte ich, dass es eine Chance war, all diese emotionalen Gefühle und Anschauungen, die sich während meines ganzen Lebens gebildet hatten, mich behinderten und kontrollierten, zu erkennen und zu beseitigen. Ich sollte sie loswerden und mich davon befreien.

Der Meister sagt:

„[…]

Der Mensch soll von seinem Haupt-Urgeist beherrscht werden. Doch wenn der Haupt-Urgeist nachlässt und durch die Anschauungen ersetzt wird, bedeutet das, dass du dich bedingungslos ergeben hast und dein Leben von so etwas gelenkt wird.“ (Buddha-Natur, Zhuan Falun II).

Weiter hat uns der Meister die klare Anweisung gegeben:

„[…]

Mir gefällt nicht, dass ihr euch selbst kritisiert. Das bringt überhaupt nichts. Ich wiederhole: Wenn du auf die Nase gefallen bist, bleib nicht auf dem Boden liegen. Steh schnell auf!“ (Erläuterung des Fa auf der Fa-Konferenz im Westen der USA zur Zeit des chinesischen Laternenfestes 2003, 06.03.2003).

Ich habe hier einige meiner Erfahrungen beschrieben und gehe weiter voran in meiner Kultivierung. Ich bin froh, dass ich mich entschlossen habe diesen Erfahrungsbericht zu schreiben, weil ich mich dadurch tiefgründiger mit der Kultivierung auseinandersetzen musste. Ich habe die Dringlichkeit erfahren, die Lebewesen zu erretten und informiere weiter die Menschen, denen ich begegne, über die wahren Umstände von Falun Dafa und deren Verfolgung, mache die Übungen, lerne das Fa und sende aufrichtige Gedanken aus. Zurzeit bemühen wir Praktizierende uns in Basel, in der ganzen Stadt Informationsmaterialien über Falun Dafa zu verteilen. Ich beteilige mich daran und mache dies in meinem umliegenden Wohnquartier.

Ich danke dem verehrten Meister für seine barmherzige Erlösung! Ich danke den Mitpraktizierenden für ihre Ermutigung.

(Der Bericht wurde auf der Deutschschweizer Falun-Dafa-Konferenz 2025 vorgetragen.)

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