Im Mai 2025 wurden insgesamt 79 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens zu Gefängnisstrafen verurteilt – diese Fälle sind inzwischen bestätigt.
Unter den neu bestätigten Fällen stammt je einer aus den Jahren 2016 und 2019, weitere 19 aus dem Jahr 2024, 50 aus dem Jahr 2025 und 8 Fälle haben kein bekanntes Datum. Aufgrund der immer strengeren Informationszensur durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ließen sich viele Details zu den Anklagen, Gerichtsverfahren und Urteilen nur schwer – wenn überhaupt – recherchieren. Das hat zu weiteren Verzögerungen bei der Berichterstattung geführt.
Die verurteilten Falun-Dafa-Praktizierenden stammen aus 16 Provinzen und regierungsunmittelbaren Städten. Die meisten Fälle wurden aus der Provinz Shandong gemeldet (17), gefolgt von Yunnan mit 9 und Liaoning mit 8 Fällen. (Anmerkung: Die 9 in der Provinz Yunnan verurteilten Praktizierenden wurden im Juni 2024 bei einer Polizeirazzia verhaftet.) Weitere 8 Verurteilungen in der Provinz Shandong sowie 6 Fälle in Jiangsu resultierten ebenfalls aus Massenverhaftungen, wobei die betroffenen Personen in beiden Regionen mit Haftstrafen bis zu 7 Jahren belegt wurden.

Die Haftstrafen, zu denen die Praktizierenden verurteilt wurden, lagen zwischen neun Monaten und neun Jahren, im Durchschnitt bei drei Jahren und fünf Monaten. 36 Praktizierende wurden zu Geldstrafen von insgesamt 575.000 Yuan (etwa 69.200 Euro) verurteilt, durchschnittlich 15.972 Yuan (etwa 1.920 Euro) pro Person. Ein 75-jähriger Einwohner von Dalian, Provinz Liaoning, wurde zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe von 100.000 Yuan (etwa 12.000 Euro) verurteilt. Eine ehemalige Bankmanagerin aus Meizhou, Provinz Guangdong, wurde zu fünf Jahren und einer Geldstrafe von 80.000 Yuan (etwa 9.600 Euro) verurteilt.

Unter den 55 verurteilten Praktizierenden war das Alter zum Zeitpunkt der Urteilsverkündung zwischen 43 und 86 Jahren. Darunter waren 2 Praktizierende über 40, 15 über 50, 13 über 60, 20 über 70 und 5 über 80 Jahre alt.
Im Folgenden sind ausgewählte Fälle von Verurteilungen näher beschrieben. Die vollständige Liste der verurteilten Praktizierenden kann hier (PDF) heruntergeladen werden.
Unrechtmäßige Verurteilungen
Neun Einwohner Yunnans wegen Praktizierens von Falun Dafa zu Gefängnisstrafen verurteilt
Neun Einwohner der Stadt Kunming, Provinz Yunnan, wurden am 1. Mai 2025 wegen Praktizierens von Falun Dafa rechtswidrig verurteilt.
Die 73-jährige Liu Cuixian wurde zu viereinhalb Jahren und einer Geldstrafe von 15.000 Yuan verurteilt; Die 68-jährige Liu Xiaoping wurde zu vier Jahren und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan verurteilt; Die 78-jährige Zheng Cuilan, die 68-jährige Ma Ling, die 69-jährige Li Huanzhen, und die 57-jährige Yang Huifang, 57, wurden jeweils zu drei Jahren und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan verurteilt; Die 72-jährige Zhu Yongzhen wurde zu zwei Jahren und einer Geldstrafe von 7.000 Yuan verurteilt; Die 66-jährige Zhang Xiuzhen wurde zu 17 Monaten und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan verurteilt; und der 62-jährige Bi Sheng wurde zu 15 Monaten und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan verurteilt.
Die neun Praktizierenden waren am 6. Juni 2024 bei einer Polizeirazzia festgenommen worden. Die für die Festnahmen zuständige Polizeiwache Zongshuying erstattete Anzeige gegen die Praktizierenden bei der Staatsanwaltschaft des Bezirks Xishan. Staatsanwalt Zou Chengyun gab den Fall zweimal wegen unzureichender Beweise an die Polizei zurück. Diese weigerte sich jedoch, die Praktizierenden freizulassen und reichte ihre Fälle am 10. Januar 2025 ein drittes Mal ein.
Der Staatsanwalt erhob dann am 8. Februar 2025 Anklage gegen die Praktizierenden und übergab den Fall an das Bezirksgericht Xishan.
Richter Yang Hui verhandelte am 26. März 2025 gegen die Praktizierenden. Nur sechs Familienmitglieder waren bei der Verhandlung anwesend. Andere Familienmitglieder gaben später an, entweder keine Gerichtsvorladung bekommen oder keinen Zutritt zum Gerichtsgebäude erhalten zu haben. Yang bestimmte Anwälte für die Praktizierenden. Einige von ihnen wollten nicht von diesen Anwälten verteidigt werden, da diese vom Gericht bestellten Anwälte für sie auf schuldig plädieren sollten.
Während der fünfstündigen Anhörung erschien kein Zeuge vor Gericht, um sich einem Kreuzverhör zu unterziehen. Staatsanwalt Zou legte keine Beweise für seine Anklage gegen die Praktizierenden vor. Er behauptete, sie hätten „eine Sekte benutzt, um den Gesetzesvollzug zu untergraben“, eine gängige Anschuldigung gegen Falun-Dafa-Praktizierende, um sie inhaftieren zu können.
Die Praktizierenden sagten zu ihrer Verteidigung aus und betonten, dass es in China kein Gesetz gebe, das Falun Dafa kriminalisiert oder als Sekte bezeichnet. Sie forderten einen Freispruch, doch der Richter verurteilte sie alle am 1. Mai 2025.
Die meisten dieser Praktizierenden wurden im Laufe der Jahre wiederholt verhaftet, weil sie an ihrem Glauben festhielten. Einige wurden inhaftiert und verschiedenen Formen von Misshandlungen ausgesetzt. Beispielsweise mussten sie 16 Stunden täglich auf einem kleinen Hocker sitzen, wurden in Einzelhaft gesteckt, mehr als zehn Stunden täglich zu harter Arbeit gezwungen oder ihnen wurde der Kauf von Gütern des täglichen Bedarfs untersagt. Die langfristigen Misshandlungen schädigten ihre Gesundheit; einige litten unter Bluthochdruck, Herzversagen, Schwellungen und anderen Symptomen. Auch nach ihrer Freilassung waren sie häufigen Schikanen durch die Behörden ausgesetzt. Einigen wurde zudem die Rente gestrichen. Ihre jüngsten Gefängnisstrafen stellen einen weiteren Angriff auf ihr verfassungsmäßiges Recht auf Glaubensfreiheit dar.
Vollständiger Bericht auf Minghui.de: https://de.minghui.org/html/articles/2025/6/16/185896.html
Original-Artikel auf Chinesisch




