Von einem Falun-Gong-Praktizierenden in China
(Minghui.org) Eine 74-jährige Frau aus der Stadt Ankang in der Provinz Shaanxi starb im April 2026 in Haft. Wegen ihres Glaubens an Falun Gong war sie rechtswidrig zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Die Familie von Cao Ping bemerkte einen großflächigen Bluterguss an ihrem Oberschenkel und vermutet, dass sie vor ihrem Tod gefoltert wurde. Dieser Verdacht wurde durch eine Äußerung während ihres letzten Telefonats bestärkt. Sie hatte unvermittelt gesagt: „Es ist zu grausam“, bevor die Wärter das Gespräch unterbrachen.
Beamte der Frauenhaftanstalt der Provinz Shaanxi forderten die Familie auf, ihre Fragen schriftlich einzureichen, und untersagten ihr, den Leichnam abzuholen. Schließlich gab die Familie dem Druck der Behörden nach und erklärte sich bereit, keine rechtlichen Schritte gegen die Haftanstalt einzuleiten. Daraufhin wurde der Leichnam der Verstorbenen rasch eingeäschert.
Bis heute ist ihre Todesursache ungeklärt. Von einem Insider erfuhr die Familie lediglich, dass die Frau vor ihrem Tod im Allgemeinen Krankenhaus für Luft- und Raumfahrt „behandelt“ worden war.
Mit Caos Tod, sie war geboren am 23. Januar 1952, endete eine jahrzehntelange Verfolgung, der sie aufgrund ihres Glaubens ausgesetzt war. Die ehemalige Kaufhausangestellte hatte im Mai 1997 begonnen, Falun Gong zu praktizieren, und erfreute sich schon bald wieder einer guten Gesundheit. Nach Beginn der Verfolgung im Juli 1999 hielt sie unbeirrt an ihrem Glauben fest und wurde wiederholt zur Zielscheibe von Repressalien.
Ihre erste Festnahme erfolgte am 23. Januar 2000, als Beamte in ihre Wohnung eindrangen und sie festnahmen. Sie wurde 30 Tage lang festgehalten. Nur einen Tag nach ihrer Freilassung wurde sie erneut an ihrem Arbeitsplatz festgenommen. Die Polizei verhörte sie zehn Tage lang, bevor sie sie wieder freiließ.
Der Beamte Li Jihong von der Polizeiwache Xincheng veranlasste Cao durch eine Täuschung dazu, sich am 17. Juli 2000 dort zu melden. Als sie erschien, brachten die Beamten sie in eine Haftanstalt. 15 Tage später wurde sie freigelassen.
Polizeichef Lu Wen und mehr als ein Dutzend Beamte nahmen Cao in der Nacht zum 9. Oktober 2000 fest. Sie durchsuchten ihre Wohnung und hielten sie 15 Tage lang in Haft.
Nach einer weiteren Festnahme am 19. Januar 2001 wurde Cao für 15 Tage inhaftiert. Die nächste Festnahme erfolgte vier Monate später, am 13. Mai, und zog ebenfalls eine 15-tägige Haft nach sich.
Die Beamten Li und Tang Zubin nahmen Cao am 6. Oktober 2001 fest und verhängten zehn Tage später eine dreijährige Zwangsarbeitsstrafe gegen sie. Am 26. Juli 2003 wurde sie vorzeitig entlassen, da ihre Mutter schwer erkrankt war.
Im Oktober 2004 nahmen fast zehn Beamte – darunter Li und der Leiter des Büro 610 im Bezirk Hanbin, Pu Hanning – Cao fest und brachten sie in eine Gehirnwäsche-Einrichtung. Ein Verwandter musste ihrer bettlägerigen Mutter Mahlzeiten bringen.
Am 10. November 2006 wurde Cao erneut zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Im Frauenarbeitslager Xi’an wurde sie brutal gefoltert; einmal verlor sie vor Schmerzen das Bewusstsein.
Sie wurde zuletzt am 25. September 2022 festgenommen und am 25. Oktober 2023 zu acht Jahren Haft sowie einer Geldstrafe von 50.000 Yuan (etwa 6.450 Euro) verurteilt. Nachdem ihre Berufung erfolglos geblieben war, wurde sie im April 2026 in das Frauengefängnis der Provinz Shaanxi überstellt.
Nach ihrer letzten Festnahme erblindete Cao auf einem Auge, während sie auf dem anderen nur noch verschwommen sehen konnte. Sowohl während des Strafverfahrens als auch nach ihrer Inhaftierung stellten ihr Anwalt und ihre Familie mehrfach Anträge auf ihre Freilassung. Diese wurden jedoch jedes Mal abgelehnt. Sie verstarb im April 2026 im Gefängnis.
Eine weitere Praktizierende aus der Stadt Ankang, Du Fengying, war gemeinsam mit Cao festgenommen und vor Gericht gestellt worden. Während ihrer Freilassung gegen Kaution wurde sie wiederholt von der Polizei und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung schikaniert. Am 6. September 2023 starb sie an einem Schlaganfall.
Quelle Minghui.de: https://de.minghui.org/html/articles/2026/9/9/192667.html
Original-Artikel auf Chinesisch




