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Provinz Shandong: Überblick über die im Jahr 2021 gemeldeten Verfolgungsfälle

Nach den von Minghui.org zusammengetragenen Informationen wurden vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Januar 2022 über 4.466 Verfolgungen von Falun-Dafa-Praktizierenden in der Provinz Shandong gemeldet.

Die Zahl der gemeldeten Fälle stieg im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent. Von diesen gemeldeten Fällen starben acht Praktizierende; 101 wurden verurteilt; 87 befanden sich in einem Gerichtsverfahren; 77 warteten gegen Kaution auf ihren Prozess; 170 wurden angeklagt, 965 wurden verhaftet, aber später ohne Auflagen freigelassen; bei 412 wurde die Wohnung durchsucht; 545 befanden sich in Haft, ohne dass Anklage erhoben wurde; 234 wurden einer Gehirnwäsche unterzogen; 143 erlitten finanzielle Einbußen (z. B. Geldstrafen und Aussetzung der Rente); 73 wurden ohne ihre Zustimmung fotografiert oder gefilmt; 47 mussten sich körperlichen Untersuchungen unterziehen; 28 mussten ihre Wohnung verlassen oder wurden vermisst; 14 wurden unter strenge Überwachung gestellt und 1.562 wurden schikaniert (Abbildung 1).

Grafik 1. Anzahl der im Jahr 2021 gemeldeten Fälle von Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden in der Provinz Shandong, aufgeschlüsselt nach Art der Verfolgung. Zur Vereinfachung der Darstellung wurden die Verfolgungsarten (Todesfälle, Gefängnisstrafen, Gerichtsverfahren, Verhaftungen, Hausdurchsuchungen, Inhaftierung, Schikanen, Obdachlosigkeit, Gehirnwäsche, Freilassung gegen Kaution, Geldstrafen und Aussetzung der Rente) in der Analyse gegenseitig ausgeschlossen (d. h. alle Zahlen in dieser Abbildung addieren sich zu 4.466).

Die Verfolgung von Falun Dafa in der Provinz Shandong ist eine der schwersten in China und hat sich im Laufe der Jahre noch weiter verschlimmert. Während der „Null-Fälle-Kampagne“ (eine konzertierte Aktion, um alle Praktizierenden auf der Liste der Regierung zu zwingen, ihrem Glauben abzuschwören) im Jahr 2021 haben die Behörden fast alle Praktizierenden in Shandong erreicht. Wenn die Behörden die Praktizierenden nicht finden konnten, terrorisierten sie deren Familien und brachten sie durch Drohungen oder Täuschungen dazu, Erklärungen zu unterschreiben, in denen sie sich im Namen der Praktizierenden von Falun Dafa lossagten.

Die Stadt mit den meisten gemeldeten Verfolgungsfällen war Weifang (576 Fälle), gefolgt von Yantai (473), Linyi (308), Qingdao (276), Liaocheng (214), Zibo (173), Jinan (172), Weihai (140), Dezhou (114), Dongying (111), Jining (103), Tai’an (83), Binzhou (43), Rizhao (25), Zaozhuang (12) und Heze (12). Die meisten gemeldeten Fälle fanden zwischen April und Juni statt, wobei Juni der Höhepunkt war. Die Anzahl der Verfahren und Verurteilungen war in der zweiten Jahreshälfte höher.

I. Todesfälle

Von den 131 Falun-Dafa-Praktizierenden, die im Jahr 2021 landesweit starben, entfielen acht auf die Provinz Shandong: eine Frau und sieben Männer. Damit hat sich die Anzahl gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Die verstorbenen Praktizierenden kamen aus unterschiedlichen Bereichen: ein Militäroffizier, ein Richter, ein Büroangestellter, ein Bergarbeiter, ein Mitglied des Komitees für Politik und Recht, ein Staatsbediensteter, ein Fahrer und ein Landwirt. Ihr Alter reichte von 51 bis 70 Jahren.

II. Fälle von Gefängnis- und Geldstrafen

Im Jahr 2021 wurden landesweit 1.184 Praktizierende zu Haftstrafen verurteilt, 101 davon in der Provinz Shandong, was einem Anstieg von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Provinz verzeichnete die vierthöchste Anzahl von Verurteilungen in China. 20 Fälle gab es allein in der Stadt Liaocheng, der höchsten Anzahl aller Städte in der Provinz. Das Alter der verurteilten Praktizierenden reicht von 19 bis 82 Jahren. 30 Verurteilte waren über 65 Jahre alt, und die längste Strafe betrug neun Jahre.

Die Verurteilungen waren häufig mit Geldstrafen verbunden. 42 der Verurteilten wurden zu einer Geldstrafe von insgesamt 575.000 Yuan (ca. 82.110 Euro) verurteilt, wobei die höchste Geldstrafe 70.000 Yuan (ca. 10.000 Euro) betrug.

III. Verhaftungen, Hausdurchsuchungen und Schikanen

Von den 5.886 Verhaftungen in China im Jahr 2021 fanden 965 (16,4 Prozent) und damit die meisten landesweit in der Provinz Shandong statt. Viele Verhaftungen waren genau geplant. Es wurden zahlreiche Polizeikräfte mobilisiert, um möglichst viele Praktizierende in kurzer Zeit festzunehmen.

Von den 10.527 Fällen von Schikanen ereigneten sich 1.562 in der Provinz Shandong. Damit liegt die Provinz an zweiter Stelle hinter der Provinz Hebei.

IV. Weitverbreitete Gehirnwäsche-Einrichtungen

In der Provinz Shandong brachten die Behörden im Jahr 2021 mindestens 234 Falun-Dafa-Praktizierende in Gehirnwäsche-Einrichtungen – das sind 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Einrichtungen werden vom chinesischen kommunistischen Regime genutzt, um standhafte Praktizierende zu foltern, damit sie eine Garantieerklärung unterschreiben und ihren Glauben aufgeben.

V. Fälle, in denen Praktizierende in den Bankrott getrieben wurden

Im Laufe der Jahre seit Beginn der Verfolgung wurden die Gefängnisstrafen für Falun-Dafa-Praktizierende immer härter, ebenso wie die finanziellen Schläge gegen sie. In einem Fall wurde die 82-jährige Praktizierende Ma Junting zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem sie sich geweigert hatte, Falun Dafa abzuschwören. Auch musste sie eine Geldstrafe von 40.000 Yuan (ca. 5.686 Euro) und eine Gerichtsstrafe von 30.000 Yuan (ca. 4.265 Euro) bezahlen.

Die finanzielle Verfolgung beschränkte sich nicht nur auf hohe Geldstrafen, sondern umfasste auch die willkürliche Entfernung von Praktizierenden aus ihren militärischen und öffentlichen Ämtern, die Aussetzung ihrer Renten, die Bedrohung der Arbeitgeber der Praktizierenden, damit sie ihren Arbeitsplatz verlieren und keinen neuen finden.

VI. Andere Arten der Verfolgung

1. Täuschung und Aufstachelung zum öffentlichen Hass gegen Falun Dafa

Das Komitee für Politik und Recht des Bezirks Zichuan ordnete an, dass die Abteilungen, die zu herausragenden Abteilungen gewählt werden wollten, zunächst von ihren Mitarbeitern verlangen müssten, Falun Dafa nicht mehr zu praktizieren und die Garantieerklärungen zu unterschreiben. Jedes Mitglied der gewählten herausragenden Abteilungen würde eine Belohnung von über 10.000 Yuan erhalten. Das finanzielle Interesse schürte Unmut gegen die Praktizierenden und zwang viele Vorgesetzte dazu, die Praktizierenden, die für sie arbeiteten, zu bedrohen und zu schikanieren.

Das Büro 610 des Shengli-Ölfeldes in der Stadt Dongying schloss im März 2021 die „Umerziehung“ von Falun-Dafa-Praktizierenden in die Leistungsbewertung ein. Einige Abteilungen des Unternehmens fingen im April 2021 damit an, den Praktizierenden ihre Leistungsprämien vorzuenthalten. Einige pensionierte Praktizierende verloren ihre Betriebsrente.

Das Büro 610 und das Komitee für Politik und Recht in der Stadt Shouguang ordneten am 6. Januar 2021 an, dass alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung eine „Verpflichtung zur Ablehnung von Sekten“ unterzeichnen mussten. Später wurde diese Anordnung auch auf kleine Unternehmen ausgedehnt. Die Selbstverpflichtung enthielt keinen Vermerk, keinen Stempel und keinen konkreten Zeitpunkt.

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