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Tod nach jahrelanger Inhaftierung und ständigen Schikanen

Ein Mann aus dem Kreis Shaodong in der Provinz Hunan ist am 7. Juni 2022 verstorben, nachdem er zwei Jahrzehnte lang wegen seines Glaubens an Falun Dafa verfolgt worden war. Er war 53 Jahre alt.

Ning Tieqiao wurde in einer armen Familie geboren. In jungen Jahren verlor er seine Mutter. Als Teenager verließ er seine Heimatstadt und begann zu arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Im Jahr 1997, im Alter von 28 Jahren, begann er, Falun Dafa zu praktizieren, als er als Motorradtaxifahrer in der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning, arbeitete. Viele seiner Beschwerden, darunter auch Magenprobleme, verschwanden bald darauf.

1999 die erste Inhaftierung 

Am 1. Oktober 2000, ein Jahr nachdem das kommunistische Regime im Juli 1999 die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hatte, fuhr Ning nach Peking, um das Recht auf das Praktizieren von Falun Dafa einzufordern. Auf dem Platz des Himmlischen Friedens wurde er festgenommen. Man brachte ihn zurück in seine Heimatstadt und hielt ihn 15 Tage lang in der Hafteinrichtung Shaodong fest, wo er von den Insassen fast zu Tode geprügelt wurde.

Nach seiner Freilassung kehrte Ning nach Shenyang zurück. Die Polizei von Shaodong spürte ihn auf und verhaftete ihn erneut. Nach einer kurzen Inhaftierung im Untersuchungsgefängnis der Stadt Shaoyang wurde er zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt und am 7. Februar 2002 in das Zwangsarbeitslager Xinkaipu in der Provinz Hunan gebracht. Sein Vater, der damals über 70 Jahre alt war, konnte ihn aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nicht besuchen. Er schickte Ning 100 Yuan (ca. 14 Euro), damit er sich Dinge des täglichen Bedarfs kaufen konnte, aber das Geld gab der Häftling aus, der für seine Überwachung zuständig war. Ning bekam im Arbeitslager einige gesundheitliche Probleme und hatte oft Schwierigkeiten, nachts zu schlafen. Am 31. Januar 2003 wurde er entlassen.

2004 erneut verhaftet – Folter und Misshandlungen

Am 13. März 2004 wurde Ning erneut verhaftet, als er zusammen mit zwei anderen Praktizierenden, Yang Yuman (w) und Hu Chougai (m), im Dorf Wang’anping im Kreis Chenxi in der Provinz Hunan Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Beamte der Dorfverwaltung von Wang’anping verprügelten Ning und Hu. Später meldeten sie die beiden der Staatssicherheitsabteilung des Kreises Shaodong innerhalb der Polizeibehörde. Die Polizei kam daraufhin mit einem Agenten des Büro 610 und überführte die drei Praktizierenden in das Kreisuntersuchungsgefängnis.

Während der mehrtägigen Haft wechselten sich die Polizeibeamten Yu Qingchang und Xie Kaiji mit dem Verhör der Praktizierenden ab. Ning wurde an den Handgelenken am oberen Türrahmen aufgehängt, sodass seine Zehen kaum den Boden berührten. Die Polizei ließ ihn stundenlang hängen und schlug ihn. Der Beamte Yu befestigte auch eine Klammer an Nings Unterlippe. Die Klammer kettete er an seine Handschellen und hängte ihn dann eine Stunde lang an den Fensterrahmen. Als Folge der Folter litt Ning unter Harninkontinenz.

Während Yang und Hu zu Zwangsarbeitslagerstrafen verurteilt wurden, wurde Ning am 18. März in das Untersuchungsgefängnis des Kreises Shaodong gebracht. Er stand am 8. September 2004 vor Gericht und sagte zu seiner eigenen Verteidigung aus. Er sagte, er habe früher viele schlechte Angewohnheiten gehabt wie Glücksspiel, Rauchen und Trinken. Nachdem er Falun Dafa kennengelernt hatte, habe er mit all diesen schlechten Angewohnheiten aufgehört und sei seitdem den Prinzipien von Falun Dafa gefolgt, um ein besserer Mensch zu werden. Er erklärte, dass er durch die Verteilung von Informationsmaterialien über Falun Dafa gegen kein Gesetz verstoßen und niemanden geschädigt habe.

Später wurde Ning zu vier Jahren Haft verurteilt. Nach einem Jahr im Kreisgefängnis von Chenxi brachte man ihn im Frühjahr 2005 in ein Durchgangsgefängnis. Die Wärter versuchten, seinen Kopf zu rasieren. Sie schlugen ihn, als er sich wehrte. Später schlugen sie ihn erneut, nachdem sie in seinem Gepäck Schriften von Falun Dafa gefunden hatten.

Zwei Monate später wurde er in das Gefängnis von Chenzhou gebracht. Jeder dort inhaftierte Falun-Dafa-Praktizierende wurde von zwei speziell von den Wärtern ausgewählten Insassen überwacht. Sie waren in Zimmern im fünften Stock untergebracht, wobei die Fenster geschlossen waren. Da Ning sich weigerte, die Häftlingsuniform zu tragen, befahlen die Wärter den Häftlingen, ihn zu schlage. Sie zwangen ihn, die Uniform zu tragen.

Ning hielt auch nach mehreren Gehirnwäschen an Falun Dafa fest. Zur Strafe ließen ihn die Wärter unbezahlte Mehrarbeit verrichten und veranlassten die Häftlinge, ihn zu überwachen. Einmal machten sie Fotos von ihm und verwendeten diese für ein Propagandaplakat, auf dem behauptet wurde, er habe Falun Dafa aufgegeben.

Die Polizei schikanierte Ning auch nach seiner Entlassung im März 2008 weiter. Später lebte er nicht mehr zu Hause, um nicht von der Polizei entdeckt und schikaniert zu werden.

Vor den Olympischen Spielen in Peking im August 2008 zwang die Polizei seinen Vater, der fast 80 Jahre alt war, überall nach ihm zu suchen. Ning wagte nicht, nach Hause zurückzukehren, selbst als sein Vater verstarb.

Nochmalige Festnahme am 2018 

Anfang November und am 23. November 2018 durchsuchte die Polizei Nings Wohnung in Shaodong. Zwei weitere Praktizierende – Li Feiyan (w) und Peng Wenbin (m), die in Nings Wohnung waren, als die Polizei am 23. November kam – wurden ebenfalls festgenommen. Als Ning gesundheitliche Probleme bekam, lieferte man am 21. November ins örtliche Krankenhaus ein.

Die langanhaltende Verfolgung fordert ihren Tribut 

Die langanhaltende Verfolgung forderte ihren Tribut an Nings Gesundheit. Ende März 2022 erlitt er bei der Arbeit eine Hirnblutung und wurde zur Wiederbelebung ins Krankenhaus gebracht. Nach seiner Entlassung am 14. April war er nicht mehr in der Lage zu sprechen oder zu gehen. Obwohl er arbeitsunfähig war, kamen Vertreter der Behörden, um ihn zu schikanieren. Sein Zustand verschlechterte sich weiter und er verstarb am 7. Juni.

Quelle: Minghui

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