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Überblick: Landesweite Verfolgung an Falun-Dafa-Praktizierende im Jänner 2021

Nach einer Flut von Verhaftungen und Schikanierungen von Falun-Dafa-Praktizierenden im Jahr 2020 hat die Kommunistische Partei Chinas im ersten Monat des Jahres 2021 ihre Verfolgung von Falun Dafa fortgesetzt – ein aussichtsloses Unterfangen, das im Juli 1999 begann.

Im Januar 2021 wurden 482 Verhaftungen gemeldet, darunter 266 zusätzliche Fälle aus dem Jahr 2020 und 216 neue Fälle im Januar 2021. Im selben Monat wurden 734 Fälle von Schikane gemeldet, darunter 583 Fälle aus dem Jahr 2020 und 151 im Januar 2021. Mit den neu gemeldeten Fällen stieg die Gesamtzahl der bekannt gewordenen Verhaftungen im Jahr 2020 auf 6.925 und die Gesamtzahl der Schikanen auf 9.159. Insbesondere stieg allein im Monat Dezember 2020 die Zahl der Verhaftungen auf 819 und die der Belästigungsfälle auf 1.569, was 12 Prozent beziehungsweise 17 Prozent der Jahressumme ausmacht. Aufgrund der Informationsblockade und der daraus resultierenden Schwierigkeit, Informationen aus China herauszubekommen, ist die Gesamtzahl der Verhaftungen und Schikanen wahrscheinlich höher als die gemeldeten Zahlen.

Im Vergleich zum Dezember 2020 gingen die Verfolgungsfälle im Januar 2021 stark zurück. Ein ähnliches Muster war Anfang 2020 zu beobachten, als weniger Verfolgungsfälle als im Dezember 2019 gemeldet wurden. Die meisten Polizeieinsatzkräfte in China waren zur Durchsetzung der drakonischen Abriegelungsmaßnahmen und zur Informationskontrolle über die Pandemie eingesetzt. So stand weniger Personal zur Aufrechterhaltung der laufenden Unterdrückung von Falun Dafa zur Verfügung.

Im ersten Monat des Jahres 2021 dürfte der Rückgang der Verfolgungsfälle von Falun-Dafa-Praktizierenden angesichts der gemeldeten Ausbrüche des Virus in China und der anhaltenden Vertuschung der Infektionsraten durch die Kommunistische Partei Chinas ein Indikator für die derzeitige Schwere der Pandemie in China sein.

Gleichzeitig erschweren die strengen Abriegelungsmaßnahmen den Falun-Dafa-Praktizierenden, Informationen über Verfolgungsvorfälle zu erfahren und aufzuzeichnen, was zu Verzögerungen bei der Übermittlung von Informationen an Minghui.org führt.

Es bleibt auch zu untersuchen, ob der plötzliche Anstieg der Verfolgungsvorfälle im November und Dezember 2020, verglichen mit den früheren Monaten des letzten Jahres, eine koordinierte Anstrengung der Behörden war, um so viele Praktizierende wie möglich vor der neuen Welle des Coronavirus ins Visier zu nehmen.

Da sich 260 der 482 verhafteten Praktizierenden zum Zeitpunkt dieses Berichts immer noch in Gewahrsam befinden und ihnen Besuche verweigert werden, sind ihre Familien sehr besorgt um sie.

Landesweite Verfolgung

Die Praktizierenden, deren Verfolgung im Januar 2021 gemeldet wurde, stammen aus 155 Städten in 29 Provinzen und regierungsunmittelbaren Städten. Die Provinzen Heilongjiang (226 = 60 Verhaftungen + 166 Fälle von Schikanen), Shandong (149), Hebei (120), Liaoning (90) und Sichuan (89) führten die Liste mit den meisten Verfolgungsfällen an. Weitere 15 Regionen verzeichneten zweistellige Fallzahlen und neun Provinzen hatten einstellige Fallzahlen.

36 Praktizierende in Gehirnwäsche-Einrichtungen gebracht

36 der verhafteten Praktizierenden wurden in Gehirnwäsche-Einrichtungen gebracht. In der Stadt Huainan in der Provinz Anhui richteten die Behörden Anfang Januar 2021 eine neue Gehirnwäsche-Einrichtung neben dem Verwaltungsgebäude der Kommune Wangfenggang ein. Diese Einrichtung wird von einem Polizeichef und dem Leiter des Komitees für Politik und Recht [2] des Bezirks Datong beaufsichtigt. Mitarbeiter des lokalen Nachbarschaftskomitees nehmen auch Praktizierende fest und bringen sie in die Gehirnwäsche-Einrichtung. Es ist bekannt, dass weitere Gehirnwäsche-Sitzungen in der Stadt Chifeng (Innere Mongolei), in der Stadt Nanchang (Provinz Jiangxi) und in Wuhan (Provinz Hubei) durchgeführt werden.

Finanzielle Verfolgung und Erpressung

Bei 169 der 1.216 betroffenen Praktizierenden wurden die Wohnungen durchsucht und bei 26 wurden zwischen 100 und 130.000 Yuan (13 und 17.000 Euro) von der Polizei erpresst. Die erpresste Gesamtsumme betrug 296.100 Yuan (38.110 Euro) mit einem Durchschnitt von 11.388 Yuan (1.466 Euro) pro Person.

Als die Frauen Jiang Xiaoli und Jia Liying aus der Stadt Datong, Provinz Shanxi, am 19. Januar 2021 verhaftet wurden, beschlagnahmte die Polizei 13 Drucker, Falun-Dafa-Bücher, Materialien und Bargeld von Jiang. Sie beschlagnahmten 130.000 Yuan (ca. 17.000 Euro) in Geldscheinen mit aufgedruckten Botschaften über Falun Dafa und Falun-Dafa-Bücher und Materialien von Jia. (Wegen der strengen Informationszensur in China nutzen Praktizierende kreative Wege, um Informationen über ihren Glauben zu verbreiten, einschließlich des Drucks von Informationen auf Geldscheine).

27 Praktizierenden wurde wegen ihres Glaubens die Renten gestrichen. Zhu Xiyu aus der Stadt Yanbian in der Provinz Jilin wurde dazu verurteilt, die 200.000 Yuan (25.750 Euro) Rente zurückzuzahlen, die sie erhalten hatte. Die Behörden behaupteten, dass sie während ihrer unrechtmäßigen Inhaftierung wegen ihres Glaubens keinen Anspruch darauf hatte, obwohl es in China kein entsprechendes Gesetz gibt.

Ältere Praktizierende im Visier der Verfolger

94 (7,7 Prozent) der Praktizierenden waren 65 Jahre oder älter, zwei der schikanierten Praktizierenden waren über 90 Jahre alt.

Praktizierende aus allen Gesellschaftsschichten im Visier

Die Praktizierenden, die im Januar 2021 ins Visier genommen wurden, kommen aus allen Gesellschaftsschichten, unter ihnen sind Lehrer, Ingenieure und Ärzte.

Ganzer Bericht unter:

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