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Unerschütterlicher Glaube an Falun Dafa – auch nach 12 Jahren Haft und Folter

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Wasserwirtschaftsbehörde aus der Stadt Harbin, Provinz Heilongjiang orientierte sich an seinen persönlichen Interessen und Ruhm und Ansehen. Dabei spürte er, dass ihm der wahre Sinn des Lebens verborgen blieb. Die jahrelange harte Arbeit und der tiefsitzende Frust forderten schließlich ihren Tribut an seiner Gesundheit. Der Mann war stark geschwächt und ständig müde.

Inzwischen ist Herr Yang Chengshan 65 Jahre alt. Im Gespräch mit einem Minghui-Korrespondenten erinnert er sich, wie er in den 1990er Jahren Falun Dafa [1], eine alte spirituelle Meditationstechnik, kennenlernte. Damals spürte er, dass die Lehre sein Herz öffnete. Sie bot ihm eine neue Perspektive auf die Dinge. Durch das Praktizieren von Falun Dafa erholte sich Herr Yang schnell und gewann wieder zu neuer Gesundheit. Sein Leben wurde buchstäblich erneuert.

Die Dinge nahmen eine drastische Wende, als die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Juli 1999 plötzlich die landesweite Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden befahl. Da Herr Yang sich zu seinem Glauben bekannte, wurde er 2006 verhaftet und zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt. Ständige Folter, Prügel und Demütigungen waren an der Tagesordnung. Herr Yang erlitt am ganzen Körper Verletzungen. Durch Schläge aufs Auge verlor er kurzzeitig sogar sein Sehvermögen.

Er überlebte zwar die Folter, litt aber in diesen Jahren der Haft sehr darunter, von seiner Tochter und seinen Eltern getrennt zu sein.

Rückblick

Am 18. August 2006 war Herr Yang im Alter von 50 Jahren von drei Polizisten angehalten worden, als er gerade dabei war, seine Mietwohnung zu verlassen. Der Beamte Yang Zhizhong sagte, dass sie einen Blick in die Wohnung werfen wollten. Ohne viel darüber nachzudenken, willigte er ein und ließ die Polizisten eintreten.

Als die Beamten im Zimmer ein Foto des Begründers von Falun Dafa bemerkten, nahmen sie Herrn Yang und seine Frau Du Xiuqin fest. Sie zeigten dem Paar weder die Dienstausweise noch einen Haftbefehl vor. Ohne sich auszuweisen, durchsuchten sie die Wohnung und beschlagnahmten Informationsmaterialien über Falun Dafa, einen Computer, das gesamte Bargeld, Bankeinzahlungsbelege sowie wertvollen Schmuck.

Herr Yang hörte, wie die Polizisten die Behörde Büro 610 [2] anriefen und meldeten, dass sie „ein wichtiges Falun-Gong-Mitglied“ verhaftet hätten. Sie brachten das Paar zur Polizeiwache Hedong und später in das Bezirksgefängnis Nr. 1 in Acheng, der Stadt Harbin.

Im September 2006 wurde gegen Herrn Yangs Frau eine Haftstrafe unbekannter Dauer verhängt, die sie im Zwangsarbeitslager Wanjia verbringen musste. Im März 2007 verurteilte das Bezirksgericht Acheng dann auch ihren Mann zu 12 Jahren Haft.

Folterungen in den Gefängnissen

Am 4. April 2007 brachten die Behörden Herrn Yang zum ersten Mal zu einer „intensiven Trainingseinheit“ im Gefängnis Hulan. Als er sich bei seiner Ankunft weigerte, auf seinen Glauben an Falun Dafa zu verzichten, befahlen die Wärter den Insassen, ihn zu foltern. Der Praktizierende trug Verletzungen an den Beinen davon und hatte daraufhin zwei Wochen lang Schwierigkeiten beim Gehen.

Am 31. Mai 2007 verlegte die Gefängnisleitung Herrn Yang in die erste Abteilung des Gefängnisses Daqing. Dort verbrachte er die nächsten 11 Jahre. Da er weiterhin seinem Glauben treu blieb, war er ständigen Angriffen ausgesetzt mit Schlägen und Folterungen.

Als Herr Yang sich am 18. August 2007 weigerte, am abendlichen Appell teilzunehmen, prügelten die Wärter auf ihn ein. Dabei verletzten sie ihn an den Augen, sodass er für lange Zeit sein Sehvermögen verlor. Ständige Schmerzen in der Brust waren eine weitere Folge.

Von 2008 bis Oktober 2009 ließen die Wärter Herrn Yang oft hungern, weil er sich weigerte, die Gefängnisuniform zu tragen.

Am 1. Juni 2010 widersetzte sich der Praktizierende, als er unbezahlte Arbeit verrichten sollte. Die Wärter und andere Gefangene zerrten ihn daraufhin in einen Metallkäfig, der kleiner als ein Kubikmeter war. Durch die Tritte war Herr Yang schwer am Nacken verletzt und konnte sich kaum noch bewegen. Erst ein Jahr später konnte er seinen Hals wieder vollständig aufrichten.

Folterzeichnung: In einen Metallkäfig eingesperrt

Am 2. Juni 2010 schlug der stellvertretende Abteilungsleiter Yu Changjiang erneut auf den Praktizierenden ein.

Für eine Gefängnis-Inspektion, die durch Agenten des Büro 610 vorgenommen wurde, ließen die Wärter im Gefängnis Daqin 20 Transparente mit verleumderischen Botschaften über Falun Dafa drucken. Als sie Herrn Yang aufforderten, die Transparente den Agenten zu zeigen, weigerte er sich. Die Wärter wurden wütend. Sie zerrten ihn in einen Verhörraum, schlossen den Vorhang und rissen ihm die Kleider vom Leib. Danach traten und verprügelten sie auf ihn ein. Der Leiter der Abteilung, Huo Weidong, schlug mit einem dicken Holzklotz zu. Yangs Nase blutete. Durch den heftigen Schlag wurden einige Zähne gelockert. Kurz darauf verlor Herr Yang einen Zahn.

Am 19. Oktober 2012 rief der stellvertretende Abteilungsleiter Yu den Praktizierenden zu sich in einen Verhörraum. Er forderte ihn auf, als Gefangener seinen Namen zu melden. Herr Yang antwortete: „Ich bin kein Häftling. Ich werde meinen Namen nicht nennen.“

Bei diesen Worten ergriff Yu einen an der Wand hängenden Ledergürtel und peitschte Herrn Yang aus. Mit einem Schlagstock versetzte er ihm Hiebe auf seinen Kopf. Der Praktizierende brach zusammen. Yu ließ nicht ab und trat ihm daraufhin in die Rippen. Zwei Wochen lang litt Herr Yang unter Kopfschmerzen. Die Schmerzen im Rippenbereich und Atembeschwerden hielten über einen Monat an.

Am 24. März 2014 weigerten sich neben Herrn Yang fünf weiteren Falun-Dafa-Praktizierende, unbezahlte Arbeit zu verrichten und Kleidungsstücke zu nähen. Bei den Praktizierenden handelte es sich um Fu Wenchang, Wang Jinyu, Zhang Baosheng, Wang Kun und Zhang Xingguo.

Als der Wärter Zhang Zhijie die Praktizierenden fragte, warum sie ihrer Arbeit nicht nachkämen, erklärten Fu und Yang: „Wir haben kein Verbrechen begangen. Wir können das nicht tun.“

Zhang schäumte vor Wort. Er stieß Herrn Yang beiseite und verprügelte ihn. Herrn Yangs linkes Auge schwoll an und blutete, ihm war schwindlig. Der Praktizierende fragte den Wärter: „Wissen Sie nicht, dass Sie gegen das Gesetz verstoßen, wenn Sie mich schlagen?“ Zhang reagierte mit noch härteren Schlägen. Andere Praktizierende versuchten, Zhang daran zu hindern. Erst nach langer Zeit hörte er endlich auf.

Ein anderer Wärter namens Lu Xiangwu befahl den Gefangenen, den sechs Praktizierenden die Kleidung wegzunehmen und zu verbrennen. Nackt und frierend mussten die erniedrigten Männer auf einer Stelle stehen. Als sie nicht nachgaben und sich weiter weigerten, irgendwelche Arbeiten für das Gefängnis zu verrichten, ließen die Wärter sie über Nacht hungern.

Am 16. August 2018 kam Herr Yang aus dem Gefängnis frei – mit einer verwundeten Seele und einem geschundenen Körper.

Quelle: Minghui

Chinesische Version

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