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Altes China: Hua Tuo, ein großartiger Heiler des alten China

Hua Tuo auch Yuanhua genannt, stammt aus Pei Guo Jiao, dem heutigen Haoxian der Anhui Provinz. Er war solch ein außergewöhnlicher Arzt seiner Zeit, dass er als Wunderheiler bekannt wurde.

Hua Tuo strebte nicht nach Geld oder Ruhm. Stattdessen war er völlig dem Studium der Medizin hingegeben. Er war in verschiedenen Bereichen der Medizin hochgelehrt, eine Tatsache, die das hohe Niveau der Medizin im 2. Jahrhundert n. Chr. in China widerspiegelt. Hua Tuo erschien schon von früh auf sehr begabt. Er verlor mit 7 Jahren seinen Vater. Weil die Familie in Armut lebte entschied die Mutter, ihn zu Dr. Cai zum Studium der Medizin zu senden, einem sehr engen Freund des Vaters. Hua Tuo ging in die Stadt und traf Dr. Cai.

Nachdem er seinen Wunsch ausdrückte, ein medizinischer Doktor zu werden, dachte Dr. Cai bei sich: Hua Tuos Vater ist mein Freund. Wenn ich ihn nicht als meinen Schüler nehme, werden die Leute in der Stadt von mir denken, ich sei jemand, „der die Beziehung mit der Familie abbricht, nachdem ein Freund dahingeschieden ist und dass ich nicht loyal zu Freunden bin. Ich werde ihn besser als Schüler annehmen. Jedoch muss ich den Jungen testen, ob er geeignet ist für die Medizin“.

Zu jenem Zeitpunkt bemerkte Dr. Cai, dass mehrere Schüler Blätter von Maulbeerbäumen im Hinterhof sammelten, aber als sie hochkletterten, Schwierigkeiten hatten, die Blätter aus dem höchsten Zweig zu sammeln. Er beschloss, dass dies der erste Test für Hua Tuo werden sollte. Er fragte Hua Tuo: „Kannst du einen Weg finden, um die Blätter vom höchsten Zweig zu sammeln?“ Hua Tuo antwortete sicher: „Es ist eine Kleinigkeit.“ Hua Tuo bat um ein Seil und wickelte einen kleinen Stein um das andere Ende des Seils. Er warf den Stein über den höchsten Zweig und sammelte alle Blätter jenes Zweiges ein, der sich nun vom Gewicht herabbeugte.

Als nächstes sah Dr. Cai zwei Kampfhähne mit roten Augen miteinander streiten. Niemand konnte die zwei Kampfhähne auseinander bringen. Er beschloss, dass dies der zweite Test für Hua Tuo werden sollte. Er sagte: „Hua Tuo, bist du in der Lage die zwei Kampfhähne auseinander zu bringen?“ Hua Tuo antwortete sofort: „Gewiss!“ Er nahm zwei Handvoll Gras und legte sie auf beide Seiten der Kampfhähne. Die Hähne waren vom Kampf hungrig, deshalb huschten sie herbei, um sich an dem Mahl zu erfreuen. Der Kampf war mühelos gestoppt worden. Sehr beeindruckt von Hua Tuos Intelligenz, nahm Dr. Cai ihn erfreut als Schüler an.

Hua Tuo lernte von Beginn an sehr fleißig. Er schätze die aktuelle klinische Praxis sehr und wurde schließlich ein legendärer Arzt der östlichen Han Dynastie. Sogar als er einen schwer gewonnenen Ruf als medizinischer Doktor hatte, war Hua Tuo niemals wählerisch bei den Patienten. Er bot seine Dienste an, wo immer er auch hinging. Er zeigte eine noble Gesinnung, während er Krankheiten heilte und Leben rettete. Er praktizierte Medizin sein ganzes Leben lang. Er entwickelte innovative medizinische Theorien und exzellente medizinische Techniken auf verschiedenen medizinischen Gebieten, wie Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Gynäkologie, Akupunktur, Parasitologie und physikalische Therapie.

Er war ein außergewöhnlicher medizinischer Experte des alten China. Er war besonders gut in der Chirurgie. Tatsächlich war er der erste Arzt, der eine Darmoperation durchführen konnte. Um die Schmerzen während des chirurgischen Eingriffs zu verringern, erfand er eine Droge, Ma Fei San, die für allgemeine Anästhesie verwendet wurde. Erst 1600 Jahre später, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, begannen Europäer allgemeine Anästhesie in der Chirurgie zu verwenden.

Hua Tuo traf einmal einen Menschen, der einen Karren vor sich hin schob. Die Person hatte eine braun-gelbe Gesichtsfarbe. Sie war kurzatmig und sah sehr krank aus. Hua Tuo näherte sich ihm und fand heraus, dass er eine Kolik im Bauch hatte. Hua Tuo diagnostizierte bei ihm ein Magengeschwür oder eine Blinddarmentzündung, die eine sofortige Operation verlangte. Die Person trank Ma Fei San und war bald betäubt. Hua Tuo schnitt den Unterbauch der Person auf, entfernte den infizierten Darmteil, säuberte das Innere, verschloss die Wunde mit einigen Stichen und brachte schließlich Puder auf, das die Entzündung vermindert und das Wachsen von neuem Gewebe fördert. Der Patient erholte sich in wenigen Tagen und seine Operationswunde verheilte sehr schnell. Diese Geschichte beweist den klinischen Effekt von Ma Fei San, sowie sein Verständnis von Anatomie.

Hua Tuo bewies auch, dass er ein exzellenter Geburtshelfer war. Das Buch des späten Han berichtete von einem komplizierten medizinischen Fall, den Hua Tuo erfolgreich behandelte. General Li bat um medizinische Behandlung für seine Frau. Nachdem er ihren Puls untersuchte, erklärte Hua Tuo, der Grund der Krankheit sei, dass sie sich durch die Schwangerschaft selbst verletzt hatte und den Fötus schließlich nicht gebären konnte. General Li bestätigte die Schwangerschaft, aber informierte Hua Tuo, dass sie bereits ein totgeborenes Baby entbunden hatte. Hua Tuo antwortete: „Ihr Puls stimmt dem nicht zu, es scheint, dass sie noch immer einen Fötus im Leib hat.“ General Li zögerte Hua Tuos Diagnose zu glauben, so dass jener zu dieser Zeit keinerlei Behandlung vornehmen konnte.

Hundert Tage später verschlechterte sich der Zustand von Lis Frau. Hua Tuo wurde wieder herbeigebeten, um sie zu behandeln. Nachdem er ihren Puls untersuchte, sagte er: „Ihr Puls ist der gleiche, wie bei meiner letzten Untersuchung. Dies ist es, was vermutlich passierte. Sie trug ein Zwillingspaar in sich. Der erste Fötus wurde totgeboren und verursachte starke Blutungen bei der Mutter; deshalb konnte der zweite Fötus nicht durch die Wehen geboren werden. Der Fötus starb in ihr. Er verfiel und nistete sich an einer Stelle in der Nähe des Rückgrates ein.“ Um den Fötus heraus zu bekommen, versuchte Hua Tuo die Wehen hervorzurufen. Zuerst wandte er Akupunktur an und verabreichte medizinische Kräuter. Nicht lange danach begannen bei Lis Frau die Wehen, sie konnte aber immer noch nicht den Fötus gebären. Hua Tuo erklärte, dass es schwierig sei, einen verfallenen Fötus mit natürlichen Wehen zu gebären. Der Fötus müsse von Hand herausgeholt werden. Er gab Anordnungen an eine Frau aus General Lis Haus, die tatsächlich einen degenerierten Fötus aus General Lis Frau herausholte.

Zusätzlich machte Hua Tuo innovative Entdeckungen auf dem Gebiet der Akupunktur. Einmal bat ein Patient um medizinische Behandlung, da er Probleme mit den Füßen hatte und nicht laufen konnte. Nachdem er den Puls prüfte, markierte Hua Tuo mehrere Akupunkturpunkte auf seinem Rücken und wandte Moxibustion an jedem von ihnen sieben Mal an. Der Patient konnte schnell nach der Behandlung wieder gehen. Aufgrund eigener Erfahrungen in der Akupunktur, entdeckte Hua Tuo den „Jia Ji Akunpkturpunkt“, einen Punkt, der am Rückgrat liegt. Noch heute wird dieser Punkt „Hua Tuo Punkt“ genannt.

Hua Tuo erfand auch einen Satz von Übungen, die „Übungen der fünf Tiere“ genannt wurden, welche die Bewegungen von 5 Arten von Tieren imitierten, wie Tiger, Bär, Affe, Vogel. Einer von Hua Tuos Schüler praktizierte die Übungen der fünf Tiere regelmäßig. Sogar mit neunzig Jahren blieb er gesund und stark, mit scharfem Gehör, scharfen Augen und gesunden Zähnen.

Hua Tuo bleibt ein bedeutender Charakter in der chinesischen medizinischen Geschichte, wegen seiner exzellenten medizinischen Techniken, sowie seinem Geist, die Menschen zu retten und ihnen zu helfen.

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