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Geschichten hinter chinesischen Redewendungen: Mittels Pfauenleinwand ausgewählt‘

Königin Dou, die Frau des Gründungskaisers der Tang Dynastie, Li Yuan, war sowohl wegen ihrer Schönheit als auch ihres Intellekts und ihrer Weisheit bekannt.

Ihr Vater war Dou Yi und ihre Mutter war die Prinzessin der Nördlichen Zhou Dynastie (557 – 581 n. Chr., eine Kurzdynastie vor der Sui). Als Königin Dou noch ein kleines Mädchen war, zeigte sie bereits einen bemerkenswerten Weitblick und verfügte über gutes Urteilsvermögen hinsichtlich Staatsangelegenheiten. Ihr Onkel Yuwen Yong, Kaiser Wu der Nördlichen Zhou Dynastie (543 – 578 n. Chr.) heiratete ein Mädchen der Tujue (ein großer Nomadenstamm, der vom 6. bis 8. Jahrhundert die nördlichen Steppen beherrschte).

Kunstwerk von Li Sixun, einem berühmten Maler der großen Tang Dynastie (Mit freundlicher Genehmigung von Minghui.net)

Doch dieser schätzte das Mädchen, das er geheiratet hatte, nicht. Daraufhin empfahl die kleine Dou, damals noch ein Kind, dem Kaiser Wu im Vertrauen: „Zur Zeit herrscht kein Frieden im Land, aber der Stamm der Tujue ist immer noch sehr mächtig; ich hoffe, der Onkel kann die Interessen des Volkes vor seine persönlichen Gefühle stellen und pflichtgemäß für die Königin sorgen. Mit den Tujue an unserer Seite werden der Chen Staat im Süden und der Qi Staat im Norden kein Problem darstellen.“ Kaiser Wu nahm ihren Rat ernst und die Stärke der Nördlichen Zhou war sehr gut geschützt. Dou Yi wollte seine Tochter, die so außergewöhnlich intelligent und schön war, nicht einfach so verheiraten. Er entschloss sich, im Volk nach einem passenden Gemahl suchen. Dou hatte eine Idee.

Er malte zwei Pfauen auf eine große Leinwand und verkündete, dass derjenige, welcher die Augen der Pfauen mit einem Pfeil trifft, seine Tochter als Braut heimführen dürfe. Viele junge Männer aus adeligen und einflussreichen Familien drängelten, um ihr Glück zu versuchen. Doch die Augen der Pfauen wirkten auf der Leinwand außerordentlich klein. Alle jungen Edelmänner aus den gutsituierten Familien erwiesen sich als Enttäuschung. Einer nach dem anderen schied aus dem Wettkampf aus.

Schließlich trat ein junger Bursche namens Li Yuan hervor. Er behielt seine Nerven und traf mit dem ersten Pfeil das linke Auge des rechten Pfaues und dann mit einem anderen, das rechte Auge des linken Pfaues. Die Menge brach in donnernden Beifall aus. So wurde Li Yuan Gemahl von Dou und gründete später die Tang Dynastie. Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er auf dem Schlachtfeld. Li Yuan galt als großer Stratege und herrschte mit Weisheit. Später führte diese klassische Geschichte zu der Redensart ‚Que Ping Zhong Xuan‘: „Mittels Pfauenleinwand ausgewählt“.

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