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Traditionelle chinesische Kultur: Chinas erster Mönch-Kaiser, Wu aus Liang

Kaiser Wu aus Liang (464 – 549 n. Chr.), auch Xiao Yan genannt, wurde während der Südlichen Dynastien (420 – 589 n. Chr.) in Nanlanling Zhoudouli geboren. Xiao Yan regierte 48 Jahre lang und starb im Alter von 86. Er war gleich nach Kaiser Qianlong aus der Qing Dynastie (1711 – 1799 n. Chr.) einer der am längsten lebenden Kaiser in der chinesischen Geschichte,.

Kaiser Wu aus Liang (Wikimedia Commons)

Gemäß dem „Umfangreichen Spiegel zur Staatlichen Förderung“ (Zizhi Tongjian), einem Klassiker der chinesischen Geschichtsschreibung, hatte Kaiser Wu ein „breitgefächertes Wissen und war sehr versiert in Literatur, Yin-Yang Theorie, Reiten, Bogenschießen, Musik, chinesischem Wei-Chi sowie Kalligraphie beider Stilrichtungen kursorisch und geistlich“. Besonders talentiert war er in Literatur und den Künsten. Menschen seiner Zeit bezeichneten ihn und sieben andere bekannte Literaturwissenschaftler als „Die Acht Freunde von Jingling“.

Kaiser Wu aus Liang glaubte in seiner Jugend an den Taoismus. Im dritten Jahr nach seiner Thronbesteigung rief er zweihunderttausend Mönche und Laien zu einer großangelegten Versammlung ein und sagte, er würde „den Taoismus aufgeben und zum Buddhismus zurückkehren“. Er hoffte, ein „Buddhistisches Land“ aufzubauen, in welchem die Menschen von der praktischen Ausrichtung auf Ruhm und Glück zum Streben nach Befreiung von der Welt des roten Staubes geleitet werden.

Nachdem Kaiser Wu zum Buddhismus konvertiert war, wurde er ganze vier Male Mönch im Tongtai Tempel. 527, als er im Tempel lebte, benutzte er raue irdene Töpfe, Tassen und Schalen Er las und rezitierte die buddhistische Schriften täglich vom Ertönen der Morgenglocke bis zum Trommelschlag bei Sonnenuntergang und reinigte zusammen mit anderen Mönchen den Tempel.

Doch ein Kaiserreich kann nicht ohne seinen König existieren und so wurde Kaiser Wu nach vielem Bitten der Zivil- und Militärminister, schließlich zur Rückkehr in den Palast überredet.

Doch im September 529 weigerte er sich, in seinen Palast zurückzugehen und wurde wieder Mönch im Tongtai Tempel.

Seine Minister versuchten mit allen Mitteln Kaiser Wu zu überreden, doch ihre Bemühungen waren vergebens. Schließlich fassten die Beamten den Plan, für seine Ablösung eine enorme Geldsumme an den Tempel zu spenden; im Gegenzug war Kaiser Wu einverstanden, im Oktober 529 in den Palast zurückzukehren.

Doch die Anziehungskraft des klösterlichen Gewandes war unwiderstehlich. 546 verließ der 83 Jahre alte Kaiser Wu den Palast ein weiteres Mal, um Mönch zu werden. Dieses Mal gaben die Minister das Doppelte aus, was sie vorher bezahlten, um ihn „freizukaufen“.

Dann, genau ein Jahr später, trat Kaiser Wu in den Tongtai Tempel ein, um wieder Mönch zu werden. Dies war das vierte Mal. Er war erst 37 Tage dort, als die Minister ihn wieder zurückholten.

Respektiert und gefördert durch nachfolgende Kaiser, erreichte die Verbreitung des Buddhismus während der Südlichen Dynastien ihren Höhepunkt. Vom kaiserlichen Klan über die Aristokratie bis hin zu den gewöhnlichen Menschen, wurde die Gesellschaft als Ganzes in hohem Maße von den Lehren des Buddhas beeinflusst.

http://www.theepochtimes.com/n2/china-news/emperor-wu-of-liang-chinas-first-monk-emperor-48298.html

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