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Traditionelle chinesische Kultur: Kaiser Qin Shi Huang (Teil 1)

Kaiser Qin Shi Huang wird weithin als der erste Kaiser eines vereinten Chinas angesehen. Er wurde während der Zeit der Streitenden Reiche (475 bis 221 v. Chr.) geboren und war mit vielen Hindernissen konfrontiert. Sein Aufstieg zur Macht stellt eine große Legende in der chinesischen Geschichte dar.

Qin Shi Huang, erster Kaiser Chinas
(Wikimedia Commons)

Sein Vater war Ying Yiren. Dieser war in seiner Jugend ein Prinz des Staates Qin und wurde im Staat Zhao als Gefangener gehalten. Das Leben als Geisel war schwierig und Ying lebte in äußerster Armut. Yings Großvater war der König von Qin, doch Yings Vater war nicht der Kronprinz. Ying hatte auch mehr als 20 Brüder, die von den vielen Frauen seines Vaters stammten. Er wurde nach Zhao geschickt, weil er ein Mitglied der königlichen Familie war, was eine gängige Praktik in der Zeit der Streitenden Reiche darstellte, um den Frieden zwischen benachbarten Staaten zu wahren.

Damals gab es sieben Staaten in China, die alle im Krieg miteinander lebten. Zhao war einer der militärisch stärksten Staaten und lag mit dem Staate Qin jahrzehntelang im Krieg.

260 v. Chr. erhielt Ying, der in tiefer Verzweiflung lebte, Besuch von dem Kaufmann Lu Buwei, Lu erkannte mit verblüffender politischer Leidenschaftlichkeit, dass dies die Chance seines Lebens war. Er investierte eine große Geldsumme, um Ying zu unterstützen und gab Ying sogar eine seiner Lieblingskonkubinen, Lady Zhao. Im folgenden Jahr, 259 v. Chr., bekamen Ying und Lady Zhao einen Sohn, dem sie den Namen Ying Zheng gaben. Ying Zheng wurde später der Kaiser Qin Shi Huang.

Lu führte seine Politik zugunsten von Ying Yiren fort. Dank seines geschickten Zuredens und großzügiger Bestechungen, konnten Ying und seine Familie zwei Jahre später in den Staat von Qin zurückkehren. Lu managte es sogar, Yings Vater und nachfolgend Ying, zu Kronprinzen zu machen.

247 v. Chr. wurde Ying Zheng im Alter von 12 Jahren, nachdem sein Vater starb, der König von Qin. (Es existieren Hypothesen unter den Gelehrten, die behaupten, Lu Buwei war in der Tat Ying Zhengs Vater.) Lu wurde der höchste Beamte am Hof und regelte alle Staatsangelegenheiten.

Lus Glück währte jedoch nicht lange. Ying Zheng wurde erwachsen und übernahm 238 v. Chr. die Macht über das Land. Bald danach war Lu in einen Staatsstreich involviert und gezwungen, Suizid zu verüben. Alles was von ihm zurückblieb, waren die Geschichtsbücher, die er herausgegeben hatte, welche heute immer noch sehr bekannt sind.

Nachdem Ying Zheng König wurde, war er entschlossen, das Land Qin zu stärken und er bereitete sich darauf vor, die anderen sechs Staaten zu erobern. Qins Strategien fokussierten sich auf Herrschaft durch Gesetze. Er belohnte Bauern und Soldaten für den Aufbau der ökonomischen und militärischen Macht des Landes. Allmählich wurden Qins Gesetze sehr detailliert und umfangreich. Beispielsweise wurden Familien bei Verstößen gegen die Einberufung mit Bußgeld belegt, wenn sie Söhne hatten und diese nicht zur Armee schickten.

Ying Zhengs Methode gegen die Streitenden Reiche war, sich mit ferneren Staaten anzufreunden und die naheliegenden anzugreifen. In nur etwas mehr als einem Jahrzehnt waren die Staaten nahe Qin besiegt und annektiert. Schon bald danach konnte Qin alle sechs anderen Staaten erobern, dazu noch den Staat von Nanyue im Süden (welcher die heutigen Provinzen Guangdong, Guangxi und Yunnan einschließen). Bis 221 v. Chr. hatte er eine größere Dynastie gebildet, als es sie jemals zuvor in der chinesischen Geschichte gegeben hatte.

Wie sollte Ying Zheng ein Land von beispielloser Größe regieren, das eine Population aufwies, die größer war als je zuvor? Viele Beamte schlugen vor, das Land aufzuteilen und es Generälen als Belohnung zu überlassen und grundsätzlich kleinere Königreiche zu kreieren. Doch Ying Zheng war anderer Meinung.
Ying Zheng proklamierte sich selbst zum Kaiser von China. Es hatte zuvor keinen solchen Titel gegeben und daher wird er der Erste Kaiser von China genannt [Kaiser Qin Shi Huang]. Er hoffte, Qin würde ewig dauern und so führte er Strategien und eine Politik ein, die seine eigene Macht stärkten.

http://www.theepochtimes.com/n2/china-news/emperor-qin-shi-huang-part-1-44194.html

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