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Sunzi und sein Buch „Die Kriegskunst“

Sunzi, und sein Buch „Die Kriegskunst“, illustriert von SM Yang, ET Team

Sunzi, oder auch Sun Tzu genannt, war ein hochrangiger Militärgeneral und Stratege in der chinesischen Geschichte und wird als der große Lehrer für Strategie und Menschenführung aller Zeiten geachtet.

Der wirkliche Name von Sunzi war Sun Wu und er wurde 535 v. Chr. geboren. Ursprünglich war er ein Adeliger von Qi in der späten Frühling und Herbst Periode. Als in Qi Kriege ausbrachen, floh er in das Königreich Wu und führte ein einsiedlerisches Leben und widmete sich dem Studium der Kriegskunst. „Die Kriegskunst“ ist eine wertvolle chinesische militärische Abhandlung, die Sunzi, der als General für den König des Königreichs Wu arbeitete, zugeschrieben wird.

Einmal beorderte der König Sunzi herbei und sagte: „Du hast dreizehn Kapitel über Kriegskunst geschrieben und es scheint, dass die Theorie eines jeden Kapitels ganz perfekt ist. Es ist jedoch nur Theorie und niemand weiß, ob all die Theorien in die Praxis umgesetzt werden können.“

Sunzi antwortete dem König: „Kannst du jemanden schicken und mir erlauben, meine Theorien darzulegen? Dann kannst du die Kriegskunst kennenlernen.“ Der König erließ dann sofort einen Befehl, 180 Mägde in seinen Palast zu schicken, um dort als Militär zu agieren. Sunzi teilte sie zuerst in zwei Teams auf und wies ihnen zwei der favorisiertesten Konkubinen des Königs zu, welche die Spielführerinnen der beiden Teams sein sollten.

Zu Beginn des Exerzierens nahmen diese Mägde das Ganze nicht so ernst beim ganz exakten Befolgen der Instruktionen, die ihnen Sunzi gab. Daher herrschte beim Exerzieren ein Chaos, ganz gleich, wie klar und wie oft er jenen Mägden es auch anwies.

Immer und immer wieder bat Sunzi jene Mägde, dies nicht als Spaß zu betrachten und warnte sie, ja keine Fehler zu machen, sonst würden sie nach militärischem Recht bestraft werden. Nachdem das Exerzieren begann, lachten die Mädchen immer noch und zollten Sunzi keine Achtung.

Sunzi schaute verärgert auf die Anführerinnen und sagte zu ihnen: „Ihr beide, habt als Anführerinnen die Aufsichtspflichten verletzt und müsst die Strafe annehmen.“ Und so wurden die zwei Konkubinen auf militärischen Befehl exekutiert.

Nachdem er zwei Lieblingskonkubinen verloren hatte, war der König nicht mehr in der Stimmung, das Exerzieren zu beobachten. Sunzi war sehr enttäuscht und sagte zu dem König: „Nun, du magst wohl nur auf dem Papier kämpfen und hast keine Absicht, das Militär zu berichtigen.“

Der König wurde durch Sunzi erleuchtet und begriff, dass dieser in der Tat ein hervorragendes Talent der Kriegskunst war. Sunzi wurde dann zum General befördert und eroberte danach die westliche Chu und das nördliche Mittelland.

In seinem ganzen Leben vollbrachte Sunzi nicht nur glorreiche militärische Heldentaten, sondern hinterließ auch kostbare Theorien der Militärkunst, speziell die Abhandlung in „Die Kriegskunst“, welche nur 13 Kapitel mit 5.000 Worten umfasste, welche seine militärische Lehre vollständig reflektierten.

„Die Kriegskunst“ deckte alle militärischen Theorien ab, wie Strategie, Psychologie, Meteorologie, Topographie usw. Es enthielt zusätzlich Politik, Ökonomie, Geschichte, Philosophie, Literatur und Naturwissenschaften. Daher maßen ihm, nach seiner Veröffentlichung, chinesische Politiker, Strategen, Philosophen und Schriftsteller, Bedeutung zu. Des Weiteren verbreitete es sich auch auf der ganzen Welt. Schon in der Tang Dynastie hatte es sich bis nach Japan ausgebreitet. Heutzutage werden die Theorien und Ideen in „Die Kriegskunst“ oft im Entscheidungsprozess im modernen Geschäftsleben und im Sozialmanagement eingesetzt.

Entsprechend von „Die Kriegskunst“ ist der höchste Zustand von Militärkräften, „andere Armeen kampflos zu besiegen“ – was bedeutet, wir können den Sieg erreichen, ohne einen einzigen Soldaten einzusetzen.

Sunzi befürwortete „Vorkehrung für Krieg“. In „Die Kriegskunst“ stellte er zuerst fest: „Krieg ist ein wichtiges nationales Ereignis und hat ernsthafte Auswirkungen, nicht nur auf Leben und Tod der Menschen, sondern auch auf das Überleben einer Nation.“ Daher sollten wir vorsichtig sein, um zu bedenken, ob es angemessen ist, einen Krieg mit anderen Nationen anzufangen.“ Außerdem warnte er Könige und Generäle von Nationen, nicht nur einfach wegen Ärger und Groll in den Krieg zu ziehen. Aus seinem Blickwinkel betrachtet, sollten Menschen zweimal darüber nachdenken, bevor sie in einen Krieg eintreten und eine Entscheidung auf der Grundlage der Interessen ihrer eigenen Nationen treffen.

Das Buch „Die Kriegskunst“ wird weithin als ein Buch über das Gewinnen einer Schlacht angesehen. Es ist jedoch auch ein Buch, das Menschen lehrt, den Sinn des Einsatzes von Militärmacht zu begreifen, im Menschen vom Leiden unter Chaos zu bewahren und den Menschen den Frieden wiederzubringen. Darüber hinaus können jene, die Kriege befürworten von den Theorien in „Die Kriegskunst“ erleuchtet werden und die wahre Bedeutung des Lebens verstehen und schließlich die Waffen ruhen lassen.

Aus den Lehren dieses Buches verstanden die Menschen in der Geschichte, wie sie durch Erhöhung von Tugendhaftigkeit in ihrem Leben vorankommen und Höflinge lernten, wie man nationale Angelegenheiten durch Tugend managt. Heute nehmen Führer in allen Gesellschaftsschichten des Lebens, „Die Kriegskunst“ als Anleitung für Strategien und Führungsstil.

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