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Traditionelle Kultur: „Ein schnelles Pferd anspornen“ im Jahr des Pferdes 快馬加鞭

Die chinesische Redewendung 快馬加鞭 (kuài mǎ jiā biān) bedeutet, ein schnelles Pferd anzuspornen. Sie stammt aus einer Geschichte über Geng Zhu, einen Lieblingsschüler des großen chinesischen Denkers über den Frieden und die Liebe, Mo Zi (墨子) (470–391 v. Chr.).

Geng Zhu war ein sehr kluger junger Mann und stach hervor unter den Studenten von Mo Zi. Allerdings war er nicht besonders fleißig bei seinen Studien und Mo Zi hat ihn oft gescholten.

Geng Zhu konnte nicht verstehen, warum sein Lehrer es ihm so schwer machte. Einmal, nachdem er gescholten wurde, fragte er: „Meister, gibt es wirklich nichts, was ich besser mache als andere?“

Mo Zi antwortete mit einer Frage: „Angenommen, ich will einen Besuch auf dem Berg Taihang machen und ich muss ein schnelles Pferd und einen Ochsen auf meiner Reise mitnehmen. Welches von ihnen würdest du wählen, um es mit einer Peitsche anzutreiben?

„Das Pferd, natürlich!“ antwortete Geng Zhu selbstbewusst.

„Warum das Pferd?“ fragte Mo Zi.

„Das Pferd verdient Ermutigung, weil es fähig ist, eine hohe Geschwindigkeit zu gehen“, sagte Geng Zhu.

„Das ist absolut richtig!“ antwortete Mo Zi. „Ich denke, dass auch du in der Lage bist, große Dinge zu vollbringen. Ich schimpfe mit dir, weil du die Fähigkeit hast, schnellere Fortschritte zu machen und eine höhere Reichweite zu bekommen. Du bist es wert, Ermutigung zu erhalten und belehrt und korrigiert zu werden“, erklärte Mo Zi.

Da hat Geng Zhu verstanden, dass sein Lehrer ihn gehegt und gepflegt hatte und große Erwartungen in ihn setzte. Er erkannte schließlich, dass Mo Zi Vertrauen in ihn hatte, dass er es noch besser machen könnte.

Von da an begann Geng Zhu, mit fleißiger und gewissenhafter Anstrengung zu studieren und nach den besten Ergebnissen zu streben, und Mo Zi musste Geng Zhu nicht mehr drängen, es besser zu machen.

Die Redewendung wird heute verwendet, um zu beschreiben, wie man sich bemüht, die Geschwindigkeit des Fortschritts zu erhöhen, um sich so schnell wie möglich zu entwickeln. Es wird als Metapher für kontinuierliche Bemühungen verwendet, sich vorwärts zu bewegen.

Die Ankunft vom Jahr des Pferdes am 31. Januar bietet einen Anstoß, uns selbst anzutreiben, um fleißig Fortschritte zu machen bei all unseren wichtigen Bemühungen im Neuen Jahr.

Anmerkung: Mo Zi (470 – 391 v. Chr.) lebte in etwa dem gleichen Zeitraum wie Lao Zi (老子), oder Lao Tse, und Konfuzius (孔子). Er war im alten China einer der vier wichtigsten Denker der Frühlings- und Herbstperiode (770 – 476 v. Chr.) und zur Zeit der Streitenden Reiche (475 – 221 v. Chr.).

Quelle:
http://www.epochtimes.de/Ein-schnelles-Pferd-anspornen-im-Jahr-des-Pferdes-%E5%BF%AB%E9%A6%AC%E5%8A%A0%E9%9E%AD-a1125823.html

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