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Jia Sixie – der Verfasser der ersten landwirtschaftlichen Enzyklopädie in China

Jia Sixie (etwa 533 n. Chr.) war ein ganz hervorragender Agronom in der Nördlichen Wei Dynastie. Er ist bekannt als der Verfasser von Chinas erster landwirtschaftlicher Enzyklopädie.

Sein ganzes Leben lang war er Zeuge endloser Kriege und Zerrüttung menschlichen Lebens. Vor diesem Hintergrund schrieb Jia Sixie ein renommiertes Buch über Landwirtschaft: „Wichtige Methoden für menschliches Wohlergehen“ (Qi Min Yao Shu), in dem – in der Hoffnung, dass sie der Nation Reichtum und den Menschen Frieden bringen, eine große Menge traditionellen landwirtschaftlichen Wissens und seine eigenen pragmatischen Erfahrungen, Beobachtungen und Experimente aufgezeichnet sind.

Aus dem Buch „Qi Min Yao Shu“, konnten Leser ersehen, dass die damalige Landwirtschaft bereits sehr gut entwickelt war und viele Methoden und Praktiken, die in dem Buch aufgezeichnet sind, werden bis in die heutige Zeit angewendet.

„Qi Min Yao Shu“ ist das älteste und umfassendste Buch über Agrarökonomie in der chinesischen Geschichte. Es hat 92 Beiträge mit etwa 1,1 Millionen Worten und schließt Agronomie, Gartenbau (Gemüse- und Obstanbau), Forstwirtschaft, Geflügel- und Nutztierhaltung, Fischereiwesen, Brauwesen, Lebensmittelverarbeitung und Handwerkskunst ein usw. Die Kapitel über Landwirtschaft und Gartenbau zählen zu den wichtigsten Teilen des Buches. In den Kapiteln welche Pflanzenanbau abdecken, betonte Jia Sixie, dass „Beachtung des richtigen Zeitpunkts und Auswahl des richtigen Platzes mit wenig Mühe, große Erfolge möglicht“.

Zusätzlich zur Betonung der Wichtigkeit des richtigen Zeitpunkts und Platzes, betont das Buch auch die Bodenverbesserungs- und Kultivierungsmethoden (pflügen und hacken zum Beispiel). Die Inhalte decken auch Themen, wie ausreichende Bodenfeuchtigkeit ab und dass die Bodenfruchtbarkeit verbessert werden sollte und dass Fruchtwechsel beachtet werden soll, um die verschiedenartigen Nährstoffabhängigkeiten unterschiedlicher Kulturpflanzen zu berücksichtigen.

Beim Obstanbau behandelte Jia Sixie den Prozess des Aufpfropfens detailliert. In Bezug auf Nutztierhaltung wurde die Wichtigkeit von Fütterung und Tränken hervorgehoben. Außerdem nennt das Buch mehr als zwei Dutzend Weinherstellungsmethoden. Insgesamt werden 156 Referenzbücher erwähnt. Dieses Buch spielte eine wichtige Rolle in der Agrikulturgeschichte sowohl in China, als auch in der Welt.

"Qi Min Yao Shu" wird als Enzyklopädie der Agrikultur im alten China betrachtet und es fasste systematisch die Agrikulturmethoden zusammen, die in der Nördlichen Wei Dynastie entwickelt waren. Das Buch förderte nicht nur die Agrikultur seiner Zeit, sondern hatte auch weitreichenden Einfluss auf die Agrarwissenschaftler der folgenden Generationen. Es war ein Vorbote für zukünftige Landwirtschaftsforschung und Entwicklung. Sein wissenschaftlicher Beitrag ist nicht nur ein wertvolles kulturelles Erbe in China, sondern auch eine glänzende Perle der alten Naturwissenschaft der Welt.

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