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Wang Wei, bekannt als „Buddha Poet“

Wang Wei (700 – 761 n. Chr.) war ein berühmter Poet, Maler und Musiker in der Tang Dynastie. Er besaß auch einen starken Sinn für Gerechtigkeit und wurde von den Menschen sehr respektiert.

Von einer devoten buddhistischen Mutter allein aufgezogen, zeigte Wang Wei schon im Alter von neun Jahren großes Talent in der Poesie, als er begann, Gedichte zu schreiben. Mit 21 nahm er die Spitze der kaiserlichen Examensliste ein und gewann bald Ansehen in den imperialen Familien.

Wang Weis Talente beschränkten sich nicht nur auf Poesie, sondern schlossen auch Musik, Kalligraphie und Malerei ein. Er schrieb viele Gedichte über unterschiedliche Themen und seine Landschaftsgedichte enthalten Bezüge zu Gemälden und Musik und spätere Generationen beschrieben Wang Wei als einen Poeten mit „Malerei in der Poesie und Poesie in der Malerei“.

In der chinesischen Geschichte wird Wang Wei als Begründer des Stils betrachtet, welcher Literatur und Malerei kombiniert. Seitdem wurden Poesie und Kalligraphie allmählich in die chinesische Malerei integriert. Dieser Stil ist bis heute tonangebend geblieben, so können wir in der Poesie, im Druck und in der Kalligraphie dieselbe chinesische Malerei finden.

Eine Geschichte über Wang Wei beschreibt seinen Sinn für Gerechtigkeit. Einer der Brüder des Kaisers hatte die Frau eines Fladenbrotverkäufers mit Gewalt an sich genommen und hielt sie im Herrenhaus als eine seiner Mätressen. Seitdem hatte sie niemals mehr ein Wort gesprochen oder gelächelt und der Prinz war nicht sehr zufrieden. In einem Bankett, auf welchem auch Wang Wei anwesend war, sagte der Prinz zu der Frau: „Ich wette, dein Mann hat bereits eine andere Frau geheiratet und dich vergessen. Wie wär’s, wenn ich ihn Fladenbrot für das heutige Bankett liefern ließe, dann könntest du dich selbst davon überzeugen.“ Gleich als der Mann eintraf, rannte die Frau zu ihm und sie blickten einander unter Tränen in die Augen. Die Gäste waren berührt, doch keiner wagte aus Angst vor des Prinzen Macht, auch nur ein Wort zu sagen. Wang Wei stand auf und dichtete aus dem Stegreif ein Gedicht mit dem Bezug zu einer historische Geschichte, in welcher die Fehlverhalten jener, die sich an der Macht befinden, kritisiert wurden. Beschämt musste der Prinz das Paar freilassen und er schrieb die Schuld für das Fehlverhalten seinen Untergebenen zu.

In seinen jungen Jahren pflegte Wang Wei mit reichen und mächtigen Eliten gesellschaftliche Kontakte. Als jedoch seine Frau starb, als er über dreißig war, zog er sich langsam in ein einsames Leben zurück und widmete sich dem Studium des Buddhismus. Er ging keine Ehe mehr ein, sondern führte das Leben eines Buddhisten. Seine Kultivierung im Buddhismus wurde in seinen landschaftlichen und poesievollen Gemälden reflektiert, welche von frischer, ruhiger und natürlicher Malerei erfüllt sind. In dieser Zeitspanne vollendete er auch viele seiner besten Gedichte.

Die herausragendste Errungenschaft von Wang Wei war, die buddhistische Ebene in seine künstlerische Arbeit zu integrieren, weshalb er in der chinesischen Geschichte als der „Buddha Poet“ bekannt ist.

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