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Han Gan – der führende Pferde-Maler in der Tang Dynastie

Han Gan (etwa 740 n. Chr.) war ein Hofmaler in der Tang Dynastie. Er war ein guter Maler und beherrschte das Malen von Menschen, Pflanzen und Pferden. In der chinesischen Geschichte galt er als der beste Maler bei der Abbildung von Pferden.

In seiner Jugend verdiente er sich seinen Lebensunterhalt mit der Auslieferung von Wein. Einmal suchte er den Poeten Wang Wei zu Hause auf, um das Geld für eine offene Weinrechnung zu kassieren. Da Wang Wei nicht zu Hause war, setzte er sich hin und wartete. Während des Wartens zeichnete er Gestalten und Pferde auf den Boden. Als Wang Wei zurückkam und seine Zeichnungen sah, war er von Han Gans Talent so beeindruckt, dass er ihm anbot, ihm eine Ausbildung im Malen zu sponsern. Zehn Jahre später beendete Han Gan seine Malstudium und wurde zu einem gefeierten Künstler.

Die Tang Dynastie war für ihre starke Militärkavallerie berühmt. Weil Pferde für die Krieger eine wichtige Rolle spielten und unverzichtbar waren, besaßen viele Menschen in der Hauptstadt Chang’an ein Pferd. So waren Pferde damals auch das Thema der Malerei und Bildhauerei.

Han Gan widmete sich hingebungsvoll dem Pferde-Malen und verbrachte eine Menge Zeit in Stallungen mit der Beobachtung von Pferden. In einer Geschichte heißt es, als Han Gan einmal an den Hof gerufen wurde, und der Kaiser einen Lehrer für Malerei für ihn suchen wollte, Han Gan erwiderte, dass die Pferde in den königlichen Ställen seine besten Lehrer seien.

Anders, als viele Maler vor ihm, deren Striche die Gestalt der Pferde reflektieren sollten, achtete Han Gan auch sehr auf die Muskeln und das Fell der Pferde. Aufgrund seiner gewissenhaften Beobachtungen und Technik kreierte er einen eigenen Stil.

Das bekannteste klassische Werk von Han Gan trug den Titel: „Ein Portrait von ‚nachtleuchtendem Weiß‘“, welcher Han Gans anschauliche Malerei gut repräsentiert. „Nachtleuchtendes Weiß“ war ein Pferd, das dem Kaiser gehörte. In dem Gemälde ist das Pferd muskulös und voller Kraft. Es ist an einem Pflock angebunden, sein Kopf ist hochgereckt, die Mähne weht im Wind, die Ohren sind aufgerichtet, die Nüstern weit geöffnet, und die Augen in die Weite gerichtet. Dieses Gemälde ist gut strukturiert, die Pinselstriche sind präzise und kraftvoll.


Es steht außer Frage, dass Han Gan der beste Pferde-Maler in der Tang Dynastie war. Er verdiente sich seinen Ruf als Meister des Pferde-Malens zu Recht.

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