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Traditionelles aus China: Auswirkungen von Begierde (Teil 3)

Teil 2: http://de.clearharmony.net/articles/a117852-Auswirkungen-von-Begierde-Teil-1.html

Eine Katastrophe entschärft

In der Zeit der Qing Dynastie bahnte sich ein unkontrollierbares Feuer seinen Weg durch eine dicht bebaute Wohngegend in Hangzhou. Mehr als zehn Häuser wurden eingeäschert, allen Versuchen, die Flammen zu löschen, zum Trotz. Während dieser chaotischen Zeit beobachteten viele Zuschauer eine Gottheit, welche eine rote Flagge schwenkte und so das Feuer von einem bestimmten Haus weglenkte. Dieses war das Haus von Herrn Gu. Sein Haus blieb verschont und seine Frau und seine Kinder überstanden den Brand unversehrt. Herr Gu jedoch war nicht anwesend, weil er sich auf einer Geschäftsreise befand.

Dies ist die Geschichte über die Reise von Herrn Gu.

Als er sein Boot auf dem Suzhou Fluss andockte, zog eine weinende junge Frau seine Aufmerksamkeit auf sich. Er erkundigte sich nach ihrem Zustand und sie erwiderte: „Mein Mann wurde zu Gefängnis verurteilt, weil er eine Schuld in Höhe von 50 Silberlingen nicht bezahlen konnte. Ich kann es nicht ertragen, allein zu bleiben und so erwäge ich, mich zu ertränken.“

Ohne zu zögern holte Herr Gu 50 Silberlinge aus seiner Geldbörse und überreichte ihr diese. Die Frau dankte ihm und ging weg.

Auf seiner Rückfahrt legte er wieder in derselben Stadt an. Die Frau und ihr Mann entdeckten Herrn Gu und luden ihn ein, in ihrer Wohnung zu übernachten. Der Mann erklärte: „Wir sind finanziell unstabil und sind deshalb nicht in der Lage, Ihnen das Geld zurückzugeben. Bitte bleiben Sie doch übernacht in unserem Haus und lassen Sie uns Sie verwöhnen.“ Er bot Herrn Gu nachts seine Frau als Begleitung an. Respektvoll lehnte Herr Gu ab und schlief in seinem Boot.

Nachdem Herr Gu zurückgekehrt war, fragten ihn die Nachbarn, was für gute Taten er vollbracht habe, um solch einen Schutz von den Gottheiten für sein Haus zu bekommen und vom Feuer verschont zu bleiben. Herrn Gu fiel kein Grund dafür ein.

Nach wiederholtem Fragen überdachte er die Episode, wie er dem Ehepaar geholfen und deren Angebot abgelehnt hatte. Der Zeitpunkt stimmte genau mit dem des Feuers überein.

Herr Gu rettete das Leben des Ehepaares und den Ruf der Frau. Seine gute Tat bewegte den Himmel und eine Katastrophe wurde abgewendet. Die Moral dieser Geschichte ist, nicht mit dem Hintergedanken gute Taten zu vollbringen, den Schutz von Gottheiten zu erhalten. Im Gegenteil, ein Mensch sollte immer ein Gefühl bedingungsloser Barmherzigkeit für Andere haben. Positive Vergeltung ist nur ein Nebenprodukt, dem man nicht nachjagen darf.

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