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Das karmische Ergebnis von Heuchelei

Ji Xiaolan, ein bekannter Schriftsteller in der Qing Dynastie, schrieb in einem seiner Bücher viele Geschichten nieder, die aufzeigten, dass eine Person für ihre Worte und ihr Verhalten verantwortlich ist, weil Gottheiten jeden Gedanken und das Verhalten eines jeden kennen. Im Folgenden nun zwei Geschichten aus seiner Sammlung.

Heuchelei in einem vergangenen Leben führt zu Armut im nächsten

Es war einmal ein Mann namens Fen Shunan aus Hejian. Er war sehr intelligent und ein guter Schriftsteller. In seinem Leben hatte er jedoch nicht viel Glück gehabt. Er lebte in Armut und war niedergeschlagen.

Eines Tages ging er in einen Tempel und betete zu den Gottheiten. Er fragte sie, warum sein Leben so erbärmlich war. In der darauffolgenden Nacht hatte er einen Traum, in dem jemand zu ihm sagte: „Du solltest dich nicht über die Gesellschaft oder dein Pech beklagen. Dein Leben ist so wie es ist wegen dir selber.“

„In deinem vergangenen Leben warst du bekannt dafür, durch Schöntuerei und Schmeicheleien, Loyalität und Rechtschaffenheit vorzutäuschen: du hast andere zu Taten ermutigt, von denen du wusstest, dass sie unmöglich erfolgreich sein konnten, sodass Menschen dir für deine Zustimmung dankten. Wiederholt fandest du Ausflüchte für eine schlechte Person, sodass sie dir Dankbarkeit entgegen brachte, obwohl du wusstest, dass ihr Verbrechen unverzeihlich war. Du gabst vor, der Gute zu sein und ließest andere die Schuld ausbaden. Du warst listig und boshaft!“

„Du hast um jeden Preis vermieden, was deine persönlichen Interessen hätte verletzen können. Als du mit wenig Mühe das Leben von anderen Menschen hättest retten können, hast du von der Seite aus zugeschaut und bist jeder Mühe ausgewichen. Du schienst freundlich zu sein, doch in Wirklichkeit warst du distanziert. Du gabst den Anschein, für andere zu sorgen, während du in Wirklichkeit gleichgültig warst.“

„Wenn ein Mensch einen Fehler macht, kann er ihn durch gute Taten ausgleichen. Doch wenn das Herz einer Person böse ist, steht das nicht im Einklang mit dem Gesetz des Himmels. Denk darüber nach. Ist es nicht passend, dass du in diesem Leben leidest?“

Als er dies hörte, war Fen von Reue erfüllt, doch sein Schicksal veränderte sich in diesem Leben nicht mehr, da er kurz danach starb.

Ein Lehrer muss Moral und guten Charakter anerziehen

Es gab einmal einen sehr talentierten Autor, doch er fiel beim Examen für einen Regierungsjob ständig durch.

Einmal war er krank und träumte, dass er in der Unterwelt sei. Er sah jemanden, den er kannte und fragte ihn, ob er an dieser Krankheit sterben würde. Die Person sagte: „Dein Leben wird noch nicht enden, doch du bist dabei, deine Existenz zu verlieren. Ich fürchte, du wirst sehr bald hier enden.“

Die Person sagte: „Ich verdiente meinen Lebensunterhalt als Lehrer. Ich habe gegen kein Gesetz des Himmels und gegen keine Regel der Gesellschaft verstoßen. Warum sollte ich meine Existenz verlieren?“

„Es ist genau darum, weil du dir deinen Lebensunterhalt durch Unterrichten verdient hast. Du bist Lehrer, doch du hast versäumt, Kindern gute Moral zu lehren oder ihren Charakter zu formen. Du hast Geld verdient, jedoch die Arbeit nicht gut erfüllt. Das ist genauso wie Diebstahl oder Verschwendung und deshalb hast du wenig Glück.“

“Als Lehrer werden dir Kinder anvertraut, um ihnen Tugend und Anleitung zur Aufrichtigkeit zu vermitteln. Die Eltern bezahlten dich, doch du hast ihren Kindern nicht das beigebracht, was du hättest sollen. Menschen wie du werden schwer bestraft: Solche, die dazu bestimmt sind, hochrangige Beamte zu sein, werden ihre Position verlieren; jene, die keine Beamten sind, werden ihren Lebensunterhalt verlieren.“

„Du siehst viele gebildete Gelehrte auf der Welt, doch manche sind mittellos und manche sterben jung. Wenn das passiert, beklagen sich die Menschen, dass das Gesetz des Himmels nicht gerecht sei, während dies in Wirklichkeit wegen ihres eigenen Fehlverhalten passiert ist.“

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