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Fliegende Feen und irische Tänze in der Queen Elisabeth Hall – Die Große Gala zum chinesischen Neujahr in London

LONDON – Ein Hauch von Frühling lag an diesem Tag über London, als sich Chinesen und interessierte Westler auf den Weg zur nahe der Themse gelegenen Queen Elisabeth Hall machten. Der unabhängige chinesische Fernsehsender New Tang Dynasty hatte im Vorfeld des chinesischen Neujahrs am 9. Februar zu einer Gala mit internationalem Flair eingeladen. [Das chinesische Neujahr berechnet sich jedes Jahr neu auf der Basis des Mondkalenders. Für Chinesen auf der ganzen Welt ist es der Höhepunkt des Jahres und wird mehrere Tage lang in der Familie, mit Freunden und Kollegen gefeiert.]

Der Drache, im chinesischen Verständnis hoch verehrt als ein göttliches und glückbringendes Tier, nahm den westlichen Zuschauer gleich zu Beginn des festlichen Abends mit auf die Reise nach Osten. Er wurde lebendig durch die behende Koordination der Artisten, die das übergroße, traditionell bemalte Papiertier mit Tempo in kunstvollen Wendungen zu chinesischer Musik über die Bühne bewegten. Anschließend deuteten vier Kampfkünstler ihre unterschiedlichen Wege an, im Westen würde man von Akrobatik reden, im Osten weiß man, daß dies früher Wege der Kultivierung waren. Ein chinesisches Quartett brachte dann sehr zarte chinesische Musik aus Südchina in den großen Saal. Mit Bambusflöte, dem Seiteninstrument Pipa, der zweiseitigen Erhu und dem gezupften Yangquin malte es dem aufmerksamen Zuhörer filigranartige Landschaften.

In feinem Kontrast dazu und mit leisen europäischen Tönen führten Michael Hackmayer, Tenor, und Jacek Wohlers am Klavier in ihrer gemeinsamen Komposition „Immer feiner, immer klarer in mir“ ihre Zuhörer in die Bereiche Toleranz und Werte der Menschlichkeit. Für manchen Besucher sicherlich unerwartet, und doch sofort angenommen.
Sein chinesisches Pendant war die chinesische Opernsängerin Yang Jianshang, die mit ihrer vollen Altstimme die Komposition eines Gedichtes aus der Song Dynastie vortrug.

Eine mongolische Tanzgruppe der Kunstakademie von Taiwan eroberte die Bühne rasant mit ihrem Tanz „Happy Banquet“, indem Bündel von Esstäbchen zum Instrument wurden, welches sie geschickt akustisch nutzten. Vierzehn Tänzerinnen mit rotem Diadem und in rot-weißen Kostümen aus ihrer mongolischen Heimat boten eine Choreographie mit viel Abwechslung und Überraschung in den Formationen und ernteten am Ende großen Applaus.

Westliche und östliche Kultur wechselten sich an diesem Abend ab und brachten sich so gegenseitig in ihrer Eigenart besonders gut zur Geltung. Das Flöten-Quartett William Bennett, weltbekannt für seine Interpretationen barocker Meisterwerke, brachte in einem Mozart-Quartett den feinen Witz des großen Meisters sehr einfühlsam zu Ohren. Die Musiker brillierten durch Leichtigkeit und gutes Zusammenspiel. Ein wenig Wien schien darin mitzuschwingen, kraftvoll und zugleich zart.

In seiner Schönheit und Klarheit überraschte das getanzte Bild: „Himmlische Schönheiten aus der Tang-Dynasty“. Wir sahen auf der weitläufigen Bühne eine Welt der Buddhas, Bodhisatvas und himmlischen Feen, eine Harmonie in pastellenen Farben und Kostümen aus der Zeit der Tang-Dynastie, Ruhe und schwebende Bewegung, begleitet von traditioneller chinesischer Musik. Die Moderatoren sprachen alte chinesische Traditionen an, früher wurden in China die Buddhas verehrt, die Welt der Buddhas bringt allen Menschen Glück. Sich kultivieren, nach höheren moralischen Maßstäben streben, Rückkehr zu seinem wahren Selbst; ungewohnte Worte in solchem Rahmen, nachdem es die Kulturrevolution in China in den 60er Jahren solche Denkweise weitgehend aus den Köpfen der chinesischen Bevölkerung eliminiert hat. Und doch schienen die Szenen der Tänzerinnen, mit ihren Lotusblumen, ihren Instrumenten, die Herzen der Zuschauer zu rühren. Es gab großen Applaus.

Eine farbenprächtige Szene aus der Peking-Oper kontrastierte mit der schwungvollen irischen Stepptanzgruppe Celtic Feet, auf internationalem Parkett zu Recht bekannt für ihre Präzision und Verve. Danach, wieder in wunderschönen, zartfarbenen Kostümen, ein traditioneller Bändertanz von der Tanzgruppe aus Taiwan, fliegende Engel auf der Bühne.

Der australische Bariton hatte sich etwas Besonderes ausgedacht. Die Arie des Escamillo aus Bizets “Carmen” hatte er mit eigenem Text ausgestattet:” Thanks a lot I sure am glad to be where I can see so many friends of mine……”.

Zhou Mei und Vasilios Zoupounidis verbanden als Moderatoren Ost und West, in chinesischer und englischer Sprache. Alle auftretenden chinesischen Künstler leben aus verschiedenen Gründen nicht in der Volksrepublik China, sondern im Ausland.

Die Bilder stammen von der Webseite der chinesischen Epochtimes: http://dajiyuan.com

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