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Traditionelles aus China: Grüner Tee

Chinas Teetradition ist wohl so alt wie die chinesische Kultur selbst. Zahlreiche Legenden ranken sich um die Entdeckung des Tees als Heilmittel. Die Älteste berichtet über den Kaiser Shen Nung(2737 – 2697 v. Chr.), der in China als Vater der Arzneikunde gilt.

Shen Nung kochte bei einem seiner Jagdausflüge, einer alten Tradition folgend, Wasser ab. Als ihm dabei einige Blätter eines wilden Teestrauches in das heiße Wasser fielen, färbte sich das Wasser grün und es verbreitete sich ein köstlicher Duft. Als der Kaiser das Wasser kostete war er entzückt. Seine Begeisterung wuchs weiter als er sich danach wunderbar erfrischt fühlte, obwohl er den ganzen Tag auf der Jagd war.

Spätestens um 600 n. Chr. galt grüner Tee als beliebtes höfisches Getränk in China und schließlich fand die Sitte des Teetrinkens in allen Bevölkerungsschichten Eingang.

Hauptsächlich schätzten ihn die chinesischen Gelehrten und Philosophen als ein Mittel, das den Kreislauf anregt, den Körper entgiftet, die Augen funkeln lässt, die Glieder leicht und den Geist klar macht. Tsching-Mung ein chinesischer Weiser (560 n. Chr.) beendete seinen Lobgesang auf den Tee mit den Worten: "Tee erzeugt keinen Rausch, daher ist er besser als Wein".

Es gibt sehr viele verschiedene Grünteesorten und die Qualitätsunterschiede sind gravierend. Die Kunst des Teetrinkens ist eng mit der chinesischen Philosophie verbunden. Neben der richtigen Zubereitung ist auch eine ruhige gelassene Haltung von Nöten, um den richtigen Effekt von Stressabbau und innerer Gelassenheit zu erzielen. "Während die erste Tasse Tee mir die Lippen und Kehle befeuchtet, die zweite Tasse meine Trauer vertreibt, die dritte mein Inneres durchforscht, fange ich bei der vierten Tasse an zu schwitzen, so dass alle Schlechte ausgeschieden wird. Bei der fünften Tasse bin ich gereinigt, die sechste Tasse bringt mich der Unsterblichkeit nahe, doch die siebte Tasse – oh, sie lässt mich den Hauch des Windes fühlen, der mich zu der Insel der Unsterblichkeit trägt", meinte einst ein chinesischer Mönch über das grüne Nass.

http://newsletter.faluninfo.at/n24/a372.html

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