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Dichtkunst der Tang Dynastie: „Die bittere Kälte in den Häusern der Bauern“

Die bittere Kälte in den Häusern der Landwirtschafttreibenden Dorfbewohner

Im Dezember des achten Jahres der Yuanhe-Periode (unter der Regierung des Kaisers Xianzong)
schneite es einmal fünf Tage nacheinander.
Selbst Bambus und Zypressen erfroren,
Ganz zu schweigen von den Menschen, die keine Kleidung besaßen!
Als ich in mein Dorf zurückkam,
bemerkte ich, dass acht oder neun von zehn Haushalten Not litten.
Der stürmische Nordwind war scharf wie ein Messer.
Die Lumpen, die sie trugen, bedeckten kaum ihre Haut.
Sie hatten keine andere Möglichkeit, sich zu wärmen, als vertrocknetes, wildes Gras zu verbrennen.
Die ganze Nacht saßen sie bis zum Morgen voll Not und Verzweiflung.
Erst damals machte ich mir klar, dass die Bauern während des frostigen Winters
Größeres Elend und Leid erleiden.
Wenn ich auf mich selbst zurücksehe, an jenem verschneiten Tage,
so befand ich mich in einem Haus, das einen engen Zugang hatte.
Ich trug einen Pelz, der mit einem seidenen Federbett bedeckt war.
Das Zimmer war warm, ob ich saß oder schlief.

Ich bin vor Hunger und Kälte geschützt,
dabei muss ich nicht fleißig in den ungeschützten Reisfeldern arbeiten.
Ich schäme mich, wenn ich an diese Bauern denke.
Ich frage mich: “Wie kann ich mich selbst als menschliches Wesen betrachten?“

Gedicht auf Chinesisch

村居苦寒
白居易

八年十二月,五日雪紛紛。
竹柏皆凍死,況彼無衣民!
回觀村閭間,十室八九貧。
北風利如劍,布絮不蔽身。
唯燒蒿棘火,愁坐夜待晨。
乃知大寒歲,農者尤苦辛。
顧我當此日,草堂深掩門。
褐裘覆絁被,坐臥有餘溫。
倖免饑凍苦,又無壟畝勤。
念彼深可愧,自問是何人?

Über Bai Juyi

Bai Juyi, auch unter dem Namen Bai Letian bekannt, war ein wohlbekannter Dichter in der Tang Dynastie. Er lebt von 772 bis 846 n. Chr. Die Sprache, die er in seinen Gedichten mit den eindeutigen Themen benutzte, konnte von den Menschen, die damals wenig gebildet waren, leicht verstanden werden. Die Gedichte flossen so sanft dahin, und sein poetischer Stil war so einmalig, dass er zu einer literarischen Form wurde, die man als „Grundlegende Klare Form“ bezeichnete.

Bai Jiyi glänzte in verschiedenen Formen der Dichtkunst besonders in langen erzählenden Gedichten. Unter seinen besten Arbeiten sind “Das Lied vom ewigen Leid“. Das ist ein langes Gedicht, das den Aufstieg und den Fall der berühmten, schönen königlichen Konkubine Yang Yuhuan beschreibt, sowie „ Das Lied des Pipa-Spielers“ (Pipa ist eine chinesische, birnenförmige Laute.) Im Laufe der Jahre haben Dichtkunstkritiker „Das Lied vom ewigen Leid“ als ein außerordentlich schönes Gedicht gepriesen.

Über das Gedicht

Bai Juyin schrieb dieses Gedicht, als er zur Beerdigung seiner Mutter in sein Heimatdorf zurückkehrte. Als er die Leiden der Bauern sah, ging er in sich und schalt sich selbst wegen der kümmerlichen Lebensbedingungen der Bauern. Das unterstreicht Bai Juyis edlen Charakter und seine hochstehende Moral.

Die Deutung des Verfassers

Dieses Gedicht ist in einfacher flüssiger Sprache geschrieben. Es ist ein klarer, erzählender Stil, der Bai Juyis aufrichtiges Mitleid für die armen und unglücklichen Menschen zeigt. Das ist für Bai Juyi bezeichnend.

Bai Juyi vergleicht die ärmlichen Bedingungen der Bauern mit seinem eigenen bequemen Leben. Wie er sich selbst kritisiert, zeigt deutlich seine Besorgnis über die Leiden der Menschen. Die Art, wie er sich selbst hinterfragt, spiegelt seinen edlen Charakter und seine hohe Moral wider.

Mit seinem Gedicht kritisiert Bai Juyi das Leben reicher, oft verdorbener Menschen. Obwohl es viele Menschen gibt, die mit ihrem Sinn für Gerechtigkeit Artikel schreiben, aber nur wenige, die über ihren eigenen Lebensstill nachdenken oder sich selbst kritisieren, wie es Bai Juyi tat. Seine hohe moralische Einstellung machte Bai Juyi zu einem großen Dichter in der chinesischen Geschichte. Die Tatsache, dass seine Dichtkunst immer noch beliebt und noch nach ein paar tausend Jahren hochgeachtet ist, hat eine Menge mit seiner hohen Moral zu tun.

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