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Traditionelles aus China: Lehre der 5 Elemente

Die chinesische Fünf-Elemente-Lehre ist vergleichbar mit der westlichen Vier-Elemente-Theorie (Erde, Wasser, Feuer, Luft), die sich laut Empodokles nach den fundamentalen Bestandteilen aller Materie orientiert; während bei der Fünf-Elemente-Lehre zusätzlich die geistigen Wandlungen mit einschließen. Empedokles sah in den vier Elementen den Urgrund aller Dinge und erklärte Werden und Vergehen als Mischung und Trennung dieser Elemente.

Beiden Theorien gemein ist, dass sie sich letztlich zurückführen lassen auf die bewusste Auseinandersetzung des Menschen mit der Zusammensetzung des Kosmos.

Die fünf Elemente bilden sich aus: Holz (Aufbruch), Feuer (dynamische Phase), Erde (Veränderung), Metall (Reife) und Wasser (Ruhe).

Eine weitere Unterscheidung der westlichen und östlichen Lehre liegt in der praktischen Anwendung. Die Fünf-Elemente-Lehre fließt, nach chinesischer Tradition, in alle Denkansätze und somit in viele Arbeitsprozesse ein. Sei es, Astrologie, Medizin, Charakterkunde; Unternehmenspolitik und Haushalt; ist die Anlehnung an kosmische Gesetzmäßigkeiten eine unumgängliche Auseinandersetzung; Die Lehre von den fünf Elementen mit ihren Entsprechungen spielt ebenso eine große Rolle für die Küche und die Ernährungsregeln der Chinesen. Sie bestimmt, was zu den verschiedenen Jahreszeiten gegessen werden sollte, um die Energien des Körpers im Gleichgewicht zu halten, also gesund zu bleiben. Diese Auffassung findet auch immer mehr in der westlichen Ernährungslehre Einzug.

Sowie alle Elemente aufeinander eine erzeugende Wirkung haben, können sie einander auch vernichten. Wasser löscht Feuer. Feuer schmilzt Metall. Metal zersägt Holz. Holz dringt – bildlich gesprochen in Form von Wurzeln – in die Erde ein. Die Erde begräbt Wasser unter sich.

Die fünf Elemente sind wichtigster Bestandteil einer Naturphilosophie, die versucht, das Weltgeschehen richtig zu deuten. Entstanden ist die Lehre aus der Beobachtung der Natur und ihren Wandlungen. Eine Jahreszeit geht in die andere über, aus dem Samen wird eine Pflanze, die wiederum stirbt und wird wieder zu Erde … und der Kreislauf beginnt von Neuem.

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