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Geschichten aus dem alten China: Ein freundlicher und großherziger Kaiser

Kaiser Xiaowen (孝文帝) war der sechste Herrscher der Nördlichen Wei Dynastie (386-534) während der Südlichen und Nördlichen Dynastien-Periode (420 bis 589). Er war freundlich, zurückhaltend und hatte eine hervorragende Neigung, andere Menschen zufrieden zu stellen.

Als er vier Jahre alt war, hatte sein Vater, der Kaiser Xianwen (獻文帝), eine unschöne Verletzung. Xiaowen saugte mit seinem Mund den Eiter aus seines Vaters Wunde.

Kaiser Xianwen liebte die Lehren des Buddhismus und lebte in Ruhe mit wenig Bestrebungen für weltliche Angelegenheiten und Reichtum. Er dachte oft daran, den Palast zu verlassen, um sich zu kultivieren. Daher erließ er ein kaiserliches Dekret: „Ich sehne mich immer danach, im Altertum zu leben und mir sind Ansehen und Reichtum gleichgültig. Ich bestelle hiermit den Kronprinzen zum Kaiser. Ich möchte nur in Muße und ohne Pflichten leben und mich selbst kultivieren.“ Somit übergab er den Kaiserthron an seinen fünfjährigen Sohn Xiaowen. Kaiser Xiaowen konnte seinen Kummer nicht beherrschen und fing an, zu weinen. Sein Vater fragte ihn, warum er weine. Er antwortete: „Mein Herz tut weh, weil ich meines Vaters Stellung übernehmen soll.“

Kaiser Xiaowen glänzte schon seit seiner Kindheit in der Kunst des Bogenschießens. Er schoss auf der Jagd mit unfehlbarer Sicherheit. Mit 15 Jahren wollte er nicht mehr töten und hörte mit der Jagd auf.

Auch noch als Kaiser war er liebenswürdig. Einmal schüttete ihm ein Diener aus Versehen heiße Suppe über die Hand; ein anderes Mal fand er in seinem Essen eine schmutzige Wanze. Er lachte nur und beklagte sich nicht. Bei einer Gelegenheit verleumdete ein Eunuch Xiaowen vor der kaiserlichen adeligen Witwe. Diese befahl, ihm einige Dutzend Stockschläge zu versetzen, ohne ihm Gelegenheit für ein einziges Wort zu geben. Xiaowen nahm es leicht und beklagte sich mit keinem Wort. Als er den Thron von der Witwe übernahm, als diese starb, bestrafte er den Eunuchen nicht, der ihn hinter seinem Rücken schlecht gemacht hatte.

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