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Geschichten aus dem alten China: Ein ehrlicher und sehr nachsichtiger Mann

Han Qi war der Herzog von Wei Guo und Premierminister im alten China in der Song Dynastie. Als er in Xiangzhou stationiert war, nächtigte er einmal in einem lokalen Gasthaus während eines Besuchs im Tempel von Konfuzius.
Plötzlich tauchte ein Dieb mit einem Messer in der Hand in seinem Zimmer auf und sagte zu Han Qi: „Ich kann mich nicht selbst ernähren, so dass ich dich um Hilfe bitten muss.“

Han Qi sagte: „Das Essgeschirr auf dem Tisch ist sehr viel wert. Du kannst das alles haben.“
Der Dieb sagte: „Ich will deinen Kopf dem Land im Westen präsentieren.“
Han Qi streckte seinen Kopf sofort aus.
Der Dieb senkte seinen Kopf und verbeugte sich: „Ich hörte, dass Sie sehr nachsichtig sind, so dass ich kam, um sie zu prüfen. Ich bin Ihnen für das Geschirr sehr dankbar und hoffe, dass Sie es für sich behalten.“

„Okay“, antwortete Han Qi. Han Qi erzählte während seines ganzen Lebens niemanden etwas über diesen Vorfall.

Später beging der Dieb andere Verbrechen und wurde zum Tode verurteilt. Auf dem Exekutionsboden beschrieb er ausführlich den Vorfall mit Han Qi. Er sagte: „Ich bin besorgt darüber, dass niemand nach meinem Tod über Hand Qis moralisches Verhalten erfahren wird."

Han Qi besaß große Nachsichtigkeit und eine natürliche Veranlagung, einfach und ehrlich zu sein. Er hatte es nie nötig, auf listige Tricks zurückzugreifen. Er hatte viel in seinem Leben erreicht und eine hohe Stellung in der Gesellschaft gehabt. Doch deswegen war er nie abgehoben. Ganz gleich, wie hoch die Verantwortung war und welche unerwartende Katastrophen und Gefahren auf ihn lauerten, stets war er unbesorgt. Er sah in jeder Situation immer heiter und friedlich aus. Zu seinen Lebzeiten waren Han Qis Reden nie ausgeschmückt. Er sprach, ob er nun im Gericht mit Beamten oder Zuhause mit seinen Familienangehörigen beisammen war, immer aus tiefstem Herzen heraus.

Eine Person, die Han Qi für mehrere Jahrzehnte beobachtete, schrieb seine Worte und Taten nieder und verglich und studierte sie wiederholt. Er fand, dass Han Qis Worte und Taten immer beständig waren, und es nie Widersprüche gab.

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