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Geschichten aus dem alten China: Tugend zu sammeln bringt Segen – Tugend zu verlieren bringt Unglück

Chen Gongcai war ein Mann mit herausragendem literarischen Talent. Eines Tages sagte ihm eine Gottheit im Traum, dass er die „Nummer eins unter den betrunkenen Gelehrten war“ und dass er alle kaiserlichen Hofprüfungen auf verschiedenen Ebenen bestehen werden würde. Als er aufwachte, war Chen Gongcai verwirrt und erzählte anderen von seinem Traum. Eine Person meinte: „Besteht das (chinesische) Wort ‚betrunken’ nicht etwa aus zwei Teilen, Xin und You, und wenn man es kombiniert, geben sie dann auf dem chinesischen Mondkalender nicht ein bestimmtes Jahr an? Es bedeutet wahrscheinlich, dass du bei der höchsten kaiserlichen Hofprüfung im Jahr Xinyou als die Nummer eins unter den Gelehrten abschneiden wirst.“

Später bestand Chen Gongcai in der Tat im Jahr Xinyou die Provinzprüfung, doch bei der kaiserlichen Hofprüfung fiel er durch. Aus diesem Grund schloss er daraus, dass der Traum nicht ganz der Wahrheit entspricht.

Doch dann traf er die Gottheit erneut eines Nachts im Traum. Dieses Mal sagte die Gottheit zu ihm, dass die Vorherbestimmung sicher ist, doch die Person muss für sich selber bestimmen, ob sie Segen oder Unglück haben möchte. Beispielsweise bevorzugte ein Kaiser einen Minister und gewährte ihm eine hohe Beamtenposition und Reichtümer. Doch der Minister war nicht loyal zu seinem Kaiser. Konnte der Kaiser ihn nicht seines Ranges und seiner Reichtümer entheben?

Wenn einige Minister bösartig und launisch werden, nach Macht streben und Bürger zu Unrecht verurteilen, während sie die Gunst des Kaisers genießen, würde dieselbe Handlung nicht gegen sie gerichtet werden? Vorherbstimmung ist in der Tat ähnlich wie das Gesetz in der Menschenwelt. Die fünf Dinge, die du getan hast, nachdem du die Provinzprüfung bestanden hattest, und das Einstecken von Korruptionsgeldern hatten dazu geführt, dass du zuviel Tugend verloren hast. Wie kannst du den Himmel dafür verantwortlich machen, dass du keinen Segen und keinen Reichtum bekommst? Wenn du von heute an gute Taten vollbringst, Tugend sammelst und deine moralische Integrität verbesserst, wird es noch möglich, dass du für den Rest deiner verbliebenen Lebensjahre in Zufriedenheit verbringen kannst. Ansonsten wird der Himmel vielleicht sogar dein Leben einfordern.

Nachdem Chen Gongcai dies hörte, wachte er abrupt auf und begann zu weinen und verbeugte sich vor Dankbarkeit. Danach zeigte er Reue und wurde nachsichtig. Er versuchte stets gute Taten zu vollbringen und Tugend anzusammeln. Am Ende verbrachte er seine übrigen Jahre in Zufriedenheit und starb eines natürlichen Todes.

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