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Geschichten aus dem alten China: Rechtschaffene Taten bringen Glück

Liu Hongyi lebte während der Tang Dynastie in Pengcheng (der gegenwärtige Bezirk Xuzhou) im alten China. Seit Generationen hatte seine Familie in dem Gebiet zwischen den Flüssen Huai und Fei gelebt. Sie waren sehr reich und bewiesen oft aufrichtige Großzügigkeit, ohne auf Rückzahlung von jenen, denen sie halfen, zu warten. Sie hegten keinen Groll in ihren Herzen und führten ein anonymes Leben.

Eines Tages sah plötzlich eine Person, die wahrsagen konnte, Liu Hongyi auf der Straße und seufzte: „Hallo! Mein Herr, bitte warten sie. Ich muss Ihnen etwas sagen“. Daraufhin lud Liu diesen Wahrsager in seine Wohnung ein. Der Wahrsager erzählte ihm: „Sie haben eine Menge Glück, doch Ihnen bleiben nur noch zwei oder drei Jahre zum Leben. Was werden Sie nun machen?“

Mit Tränen in seinen Augen sagte Liu: „Das Leben einer Person wird vom Himmel bestimmt. Können sie mir helfen?“ Der Wahrsager sagte daraufhin: „Es ist nicht so wichtig, ein gutes Aussehen zu haben, sondern einen guten moralischen Charakter. Einen guten moralischen Charakter zu haben, ist nicht so wichtig, wie Nachsicht zu haben. Obwohl ihre Lebensspanne nicht mehr so lange ist, haben Sie doch eine Menge Tugend angesammelt. In punkto Nachsicht, sind sie besonders tolerant und nachsichtig. In Ihren verbleibenden zwei oder drei Jahren, sollten Sie ihre Zeit nutzen, um Ihre Tugend fleißig zu kultivieren und dann können Sie möglicherweise Ihre Lebensspanne verlängern. Ein bisschen Tugend kann hundert Missgeschicke eliminieren. Sie können auch Ihr Leben als hochrangiger Beamter mit viel Glück genießen. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, dass sie Ihr Leben nicht verlängern können. Sie sollten alles versuchen, um Tugend anzusammeln. Wir können uns doch in drei Jahren wieder begegnen.“ Nachdem der Wahrsager diese Worte gesprochen hatte, ging er hinaus und schritt davon. Liu wünschte ihm mit Tränen in den Augen eine gute Reise.

In diesem Jahr beabsichtigte Liu die Hochzeit seiner Tochter zu arrangieren. Er kaufte vier Sklavinnen als Hochzeitsgeschenk für seine Tochter. Unter diesen Sklavinnen war eine Frau namens Fang Lansun. Sie hatte ein wunderschönes und elegantes Aussehen und erweckte nicht den Eindruck, aus einer niedrigen Familie zu stammen. Er befragte sie nach ihrer familiären Situation. Fang entgegnete: „Zunächst hätte ich nicht gewagt, irgendetwas über mich zu sagen. Meine Familie war von hohem Rang und über Generationen hin berühmt. Mein Vater war Beamter im Huaixi Gebiet. Unglücklicherweise wurde er in die Rebellion der Banditen von Wu verwickelt. Von einigen korrupten Menschen in der königlichen Regierung wurde er jedoch verleumdet.

Meine Eltern wurden daraufhin auf schreckliche Weise ermordet und der ganze Besitz der Familie konfisziert. Von da an war ich niederrangig. Ich konnte keine Stelle finden, um Einspruch zu erheben. Alle meine Familienangehörigen waren von der königlichen Armee eingesperrt worden, als die Rebellion niedergeschlagen war und ihr Aufenthalt ist immer noch unbekannt.“ Liu seufzte: „Das Elend, das deine Familie durchlitt, würde sogar ein kleines Kind wütend machen, gar nicht zu reden von einem erwachsenen Mann! Wenn ich die Ungerechtigkeit, die man Dir angetan hat, nicht entschädigen würde, sollten mich die Gottheiten töten!“

Augenblicklich verbrannte Liu das Dokument, welches Fang Lansun zur Sklavin machte. Dann nahm er sie als seine Nichte an. Er gab eine Menge Geld aus, so dass Lansun noch vor der Hochzeit seiner Tochter, einen zuverlässigen jungen Mann heiraten konnte. Nach ihrer Heirat lebte Lansun ein sehr glückliches Leben. Durch seine Bemühungen hatte Liu Lansuns’s Familienprozess neu aufgerollt und der gute Ruf ihrer Familie wurde wiederhergestellt.

Nicht lange danach hatte Liu Hongyi einen Traum, in welchem eine in violette Kleidung gehüllte Person, einen elfenbeinernen Briefbogen haltend, sich zu Liu herunterbeugte. Diese Person sagte: „Ich bin Lansun’s Vater. Ich machte eine Eingabe an den Himmelsgott und erhielt eine Bewilligung, dass dein Leben um 25 weitere Jahre verlängert wird und dass die Segnungen auf drei Generationen deiner Nachkommen ausgedehnt werden. Jene, die diese Katastrophe über meine Familie gebracht haben, werden alle vor Gericht gestellt. Diejenigen unter ihnen, die noch am Leben sind, werden karmische Vergeltung erfahren, während die bereits gestorbenen zur Strafe in die Hölle geschickt werden. Außerdem werden ihre Nachkommen ebenfalls leiden. Der Himmelsgott hat mich für die erlittene Ungerechtigkeit gesegnet und er wies mich an, die Berge und Flüsse des Huaihai Gebietes zu regieren.“ Nachdem er dies gesprochen hatte, verbeugte er sich noch einmal und ging weg.

Nach drei Jahren kehrte der Wahrsager, wie versprochen, zurück. Er betrachtete Liu Hongyi sorgfältig und gratulierte ihm dann: „Ihr Leben ist verlängert worden. Dies ist eine Reflektion der Tatsache, dass ihre Ansammlung reichlicher Tugend den Gott des Himmels bewegt hat. Sie werden 25 weitere Jahre leben. Ihre Nachkommen werden auch für die drei kommenden Generationen gesegnet.“ Liu erzählte dann dem Wahrsager über den Vorfall mit Fang Lansun und ihrem Vater. Der Wahrsager seufzte: „In der Frühling-Herbst Periode, riskierte Han Jue vom Volksstamm der Jin, sein Leben und rettete heimlich die Leben der Nachkommen der Zhao Familie.

So glaubte Sima Qian, dass Han’s Familienangehörige sich freuen würden, über zehn Generationen hin, wegen Han Jue’s Ansammlung von Tugend, sehr hochrangige Beamte sein zu können. Lansun’s Familie hatte keine anderen Kinder hinterlassen und sie war bereits eine Sklavin geworden. Doch Sie haben keinen Nutzen aus der Schönheit des Mädchens gezogen. Stattdessen haben Sie eine Menge Geld ausgegeben, um sich des heimlosen Mädchens anzunehmen und haben die Ungerechtigkeit ihrer Familie wieder beseitigt. Bedeutet dies nicht, dass Sie eine Menge Tugend angesammelt haben?“ (Zitiert aus dem Yin De Zhuan, oder den Biographien der Tugenden)

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