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Geschichten aus dem alten China: Des Kaisers Tang Taizongs tugendhafte Sparsamkeit

Einmal wollte Kaiser Taizong ein Heilmittel herstellen lassen. Der Hauptbestandteil war Hammelfett, doch solches zu bekommen war schwierig, weil es nicht gerinnen sollte. Der Kaiser erkundigte sich bei einem höfischen Beamten, der im Guanglu-Tempel für Nahrungsmittel zuständig war, wie man solches Fett bekommen könne. Der Beamte war sich auch nicht sicher und versuchte, von einem anderen Beamten namens Hao Chujun einen Hinweis zu erhalten. Hao Chujun dachte nach und erinnerte sich daran, dass der Kaiser einem Tier nicht das Leben nehmen durfte. So dachte er sich etwas aus.

Hao Chujun berichtete dem Kaiser. Er erzählte dem Kaiser, sie würden fünfzig fette Schafe benötigen. Die Schafe würden dann eines nach dem anderen jeweils vor allen anderen geschlachtet, damit jedes Schaf durch diesen grausamen Anblick in Schrecken versetzt würde. Wenn es dann an der Zeit wäre, das letzte Schaf zu schlachten, wäre dieses dann so erschreckt, dass sein Fett nicht erstarren würde.

Doch Kaiser Taizong konnte den Gedanken, Schafe auf diese Weise zu töten, nicht ertragen. Er ordnete daher an, dass die Herstellung eines solchen Heilmittels gestoppt werde. Er belohnte Hao Chujun auch für seine Gelehrsamkeit.

Aus dem Buch Chaoyeqianzai aus der Tang-Dynastie

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