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Katastrophe und Renaissance der traditionellen chinesischen Kultur (Teil 1)

Teil (1) finden sie unter:
http://de.clearharmony.net/articles/200803/42559.html

Die Menschheit ist bis zum heutigen Tag gekommen, nachdem sie mehrere Tausende von Jahren ein Auf und Ab und viel Trübsal erlebt hat. Die Kulturen, die die Menschheit schuf, sind vollständig und reichhaltig. Ich glaube, dass man in Bezug auf die Essenz, den Ursprung, die Erscheinungsform und die Auswirkung einer Kultur die Kulturen der Menschheit grob in die zwei Hauptkategorien, nämlich in Glauben und Nichtglauben an Gottheiten, einteilen kann.

Zum Beispiel sind die traditionelle chinesische Kultur und die Kulturen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) sowohl in Bezug auf ihr Erbe und ihre Erscheinungsform als auch in Bezug auf ihre Essenz und ihre Auswirkungen ganz unterschiedlich. Sie unterscheiden sich inhaltlich und formal erheblich voneinander. Wir wollen einmal den historischen Ursprung, die Entwicklung und die Erscheinungsform der beiden Kulturen betrachten, damit wir ein klares Verständnis von der traditionellen chinesischen Kultur haben.

1. Einleitung zum Verständnis über den Ursprung der traditionellen chinesischen Kultur

Die traditionelle chinesische Kultur betont den Glauben an Gottheiten.

Die Menschheit wurde von Gottheiten erschaffen und gleichzeitig übermittelten die Gottheiten der Menschheit eine Kultur, auf die sich die Menschen verlassen und auf deren Grundlage sie sich entwickeln können. So ist der Glaube an Gottheiten der Kern der traditionellen chinesischen Kultur.

Die traditionelle chinesische Kultur beinhaltet Kulturen, die die Kultivierung zum Mittelpunkt haben, wie Buddhismus und Taoismus, sowie eine Kultur, die die Gottheiten preist. Trotz verschiedener kultureller Phänomene, die keinen Bezug zu Gottheiten haben, haben diese Kulturen keine Inhalte gegen den Glauben an Gottheiten. Wenn wir auf ihre Wurzeln zurückgehen, können wir feststellen, dass sie alle irgendwie mit Kulturen zu tun haben, die von Gottheiten vermittelt wurden und Spuren von göttlich vermittelten Kulturen beinhalten.

Es heißt, dass der Gott Pangu Himmel und Erde erschuf und die Grundlage der chinesischen traditionellen Kultur legte, einer Kultur, die von Gottheiten vermittelt wurde. Die acht Diagramme, die von dem alten chinesischen Herrscher Fu Xi, dem Vater der traditionellen chinesischen Kultur, erfunden und weitergereicht wurden, sind die Quelle der reichhaltigen und tiefgründigen chinesischen Kultur. Der Gott Nuwan erschuf den Menschen aus Erde. Der Herrscher Huang bekam die Kontrolle über China und seitdem hatte das chinesische Volk unter dem Segen der Gottheiten einen Ort zum Leben und eine Plattform, um seine Existenz auszurichten. Cang Jie (1), der Chronist des Herrschers Huang, erfand die chinesischen Schriftzeichen. Daraufhin konnte die Menschheit die vom Himmel vermittelte Kultur schriftlich weitergeben.

Einfach und schlicht gesagt, die alten chinesischen Menschen waren rein und barmherzig. Ihr Glaube an Gottheiten kam aus dem Grunde ihres Herzens. Deswegen dauerten die drei frühen Dynastien (Xia, Shang und Zhou) extrem lange. Der Inhalt der Orakelknochen (aus der Shang-Dynastie) bezog sich meistens auf den Glauben an Gottheiten, Anbetungsrituale, Vorhersagen, ganz einfache Bräuche und die Barmherzigkeit der Menschen. Shi Jing (d.h. Buch der Lieder, die erste Gedichtsammlung in China wurde je nach Melodie und Thema unterteilt in Feng, Ya und Oden). Ein beträchtlicher Teil der Oden waren Lobsprüche auf Gottheiten.

Vor über 2500 Jahren gab es die Lehren von Konfuzius und Laotse in China und Shakyamuni in Indien (er lebte zur selben Zeit wie Konfuzius und Laotse) und später wurden diese zu den drei großen Denkschulen in China, das heißt zu Konfuzianismus, Taoismus und Buddhismus. Natürlich ist der Glaube an die Gottheiten in der Tao-Schule und der Buddha-Schule offensichtlich, denn die Menschen nahmen diese Lehren als Richtlinien ihrer Kultivierung, um Göttlichkeit zu erlangen. Genau genommen handeln die Kulturen der Buddha-Schule und der Tao-Schule vom Wissen, wie man „über die säkulare Welt hinausgeht“. Das heißt, das Wissen findet keine Anwendung in der profanen Welt. Buddhistische Mönche leben in Tempeln, isoliert von der Gesellschaft. Sie gehen nur hinaus, um um Almosen zu betteln, was an sich schon Teil der Kultivierung ist. Darüber hinaus ändern die Mönche beim Eintritt in den Tempel ihre Namen und trennen sich von der profanen Welt. Viele Taoisten kultivieren sich in Einsamkeit. Einige bleiben weit weg von der profanen Welt, einige bleiben im Haus, doch ihre Herzen gehen darüber hinaus. In der Geschichte haben die Kultivierungswege und das Erreichen der Vollendung von vielen großen Kultivierenden in der Buddha-Schule und der Tao-Schule die Kulturen der Buddha-Schule und der Tao-Schule bereichert.

Der Konfuzianismus spricht über das Wissen in der profanen Welt und er ist auch die orthodoxeste Kultur in China. Doch der Kern des Konfuzianismus ist Tao. Konfuzius sagte: „Wenn man am Morgen Dao gehört hat, kann man am Abend ohne Bedauern sterben.“ Der Bekannteste aller konfuzianischen Texte ist das Buch der Wandlungen. Konfuzius las in seinen späten Lebensjahren so gerne im Buch der Wandlungen, dass die Lederbänder, die das Buchexemplar zusammenhielten, dreimal kaputt gingen. Das Buch der Wandlungen beschreibt Yin und Yang und die acht Diagramme, die von höchster Weisheit und die essentiellsten Teile der traditionellen chinesischen Kultur sind. Sie selbst sind Teile der göttlich vermittelten chinesischen Kultur. Die Tao-Schule und der Konfuzianismus haben den gleichen Ursprung. Wenn konfuzianische Praktizierende eine hohe Kultivierungsebene erreichen, gehören sie zur Tao-Schule. Konfuzius wählte einen Teil des „Tao“ aus, den er damals zur Verbreitung in der säkularen Welt als geeignet erachtete und gab diese Lehre an andere weiter.

Daher waren viele hoch kultivierte konfuzianische Gelehrte in der Geschichte auch große Eremiten. Sie hatten nicht nur das Talent zum Regieren des Landes, sondern hatten auch das Wissen von Himmel und Erde und grundlegende Kenntnisse. Sie hatten den Charakter des „Tao“.

Viele Gelehrte in der Geschichte, die es weit brachten, schafften alle drei Lehren zusammen, den Konfuzianismus, die Tao-Schule und die Buddha-Schule. Doch man darf die Buddha-Schule und die Tao-Schule nicht zusammenmischen. Die Tao-Schule betont die „Nichtigkeit“, während die Buddha-Schule die „Leere“ betont. An der Oberfläche sehen beide Schulen ähnlich aus, doch tatsächlich gibt es große Unterschiede und jede begründet ein unabhängiges Kultivierungssystem. Durch gegenseitigen Ausschluss behielten und bereicherten sie jeweils ihre eigenen Kulturen. Gelehrte können sich beide Schulen als Wissen aneignen. Doch wahre Kultivierende dürfen die beiden Schulen bei ihrer Kultivierung nicht zusammenmischen. Traditionell bezeichnet die chinesische Kultur keine der drei Schulen als besser als die anderen. Jede ist ein essentieller Teil in der Entwicklung der traditionellen chinesischen Kultur.

Weil die traditionelle chinesische Kultur von Gottheiten überliefert ist, wird das Reich der „Gottheiten“ natürlich in der Kultur widergespiegelt, wodurch die traditionelle chinesische Kultur mit den Eigenschaften von Tiefgründigkeit, allumfassender Natur, Vergeistigung, Eleganz, Vornehmheit, Schönheit und Heiligkeit ausgestattet ist.

(1) Laut Legende war Cang Jie Erfinder des chinesischen Schriftzeichensystems. Es heißt, dass er auch der offizielle Historiker für den Gelben Kaiser war. In der chinesischen Legende hatte er vier Augen mit zwei Pupillen in jedem Auge. Es heißt, dass hinterhältige Gottheiten in der Nacht weinten und der Himmel Hirse hervorbrachte, als er die Schriftzeichen erschuf. Er wird nicht als der einzige Erfinder der chinesischen Schriftzeichen betrachtet.

(Fortsetzung folgt)

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