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Geschichten aus dem alten China: Man sollte sich von Schmeichlern fernhalten

Laut Shishuoxinyu aus der großen Tang Dynastie, ging Tang Taizong (ein Kaiser in der Tang Dynastie) einen Tag nach Beendigung einer Gerichtssitzung an einem Baum vorüber und war erfreut über das Gedeihen seiner Zweige und Blätter. Yuwenshiji stand dicht neben ihm und versuchte Tang Taizong zu schmeicheln, indem er immer wieder den Baum pries. Tang Taizong schalt ihn würdevoll: „Wei Zheng hielt mich an, mich von solchen mit einfachem Charakter fernzuhalten. Obwohl ich vermutete, Sie könnten eine solche Person sein, war ich mir nicht sicher. Doch nun weiß ich es.“ Yuwenshiji war entsetzt und bat um Verzeihung.

Konfuzius sagte: „Ich mag jene nicht, die dem Land mit ihren scharfen Zungen schaden.“ Er sagte auch: „Man sollte sich auch von jenen fernhalten, die gerne schmeicheln.“ Jene, die dazu da sind, um sich selbst beliebt zu machen, sind gut dafür, herauszubekommen, was ihre Vorgesetzten im Sinn haben und wie man sie glücklich machen kann. Damit ihre Vorgesetzten glücklich sind, können sie Dinge beschönigen und die Wahrheit verdrehen und erfolgreich jenen schaden, die aufrichtig und ehrlich sind. Und so hüten sich Weise vor jenen, die schmeicheln. Die offene Schelte Tang Taizongs direkt ins Gesicht von Yuwenshiji ist ein gutes Beispiel.

Um eine Person mit einfachem Charakter vom Rest zu unterscheiden, mag nicht so schwierig sein. Wenn ein Mensch geradeheraus spricht und zu sagen wagt, was er denkt, ist er aufrichtig. Jene, die sich beliebt machen wollen und schmeicheln, sind durchtrieben und schlau.

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