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Geschichten aus dem alten China: Yu der Große, zähmt die Flut

Yu der Große wurde am 6. Juni 2297 v. Chr. geboren und starb im August 2198 v. Chr. Yu gilt als ein Nachkomme von Huangdi, dem Gelben Kaiser. Yu´s vollständiger Name war Wen-Ming Si, sein Vater wurde Gun genannt.

Legenden erzählen, dass vor tausend Jahren der Wassergott erzürnt war und ein derart großes Loch im Himmel öffnete, dass der Regen hinuntergoss wie ein Fluss und die Erde für viele Jahre überschwemmte. Überall war Hochwasser, und Gun, Yu´s Vater, wurde von König Shun herbeigerufen, um die Flut unter Kontrolle zu bringen.

Gun stieg in den Himmel und stahl einen Beutel himmlischer Erde – genannt xi rang – die zu gedeihen begann, sobald Wind daran wehte. Um die Flut einzuschränken, gab er etwas xi rang auf das Wasser und ließ den Wind darüber wehen. Bald schon gedieh die Erde und formte sich zu riesigen Dämmen. Gun freute sich sehr und hoffte, dass die Dämme das Hochwasser stoppen könnten. Aber, da die Dämme aus Erde gebildet waren, konnten sie das strömende Wasser nicht zurückhalten. Schließlich brachen sie zusammen und die Überschwemmung wurde noch ernsthafter. König Shun ließ Gun für sein Versagen töten.

Als Yu heranwuchs und die Menschen unter der Überschwemmung leiden sah, wurde er dazu bestimmt, das Hochwasser unter Kontrolle zu bringen. 13 Jahre lang versuchte Yu, das Hochwasser, das große Gebiete bedeckte, einzuschränken. Während dieser Jahre kam er dreimal an seinem zu Hause vorbei, nahm sich aber in seinem ganzen Fleiß keine Zeit, sich dort aufzuhalten. Ein populärer Spruch lautete: „Als Dayu (Yu der Große) das Hochwasser überwachte, kam er dreimal zu Hause vorbei und ging nicht ein Mal hinein“. Das ist eine bedeutende historische Erzählung in China.

Yu kam nach Wushan (das Wu Gebirge), welches sich über 800 Meilen weit erstreckte. Er wollte einen Durchgang durch das Gebirge hauen, damit das Wasser hindurch in das Meer entweichen konnte. Aber der Felsen war hart, und zeitweise wurden der Berg und die Felsen von der Belastung des Wassers ausgeformt. Viele Hilfsarbeiter verloren in den massiven Wasserfluten, die in den Berg hineinschlugen, ihr Leben. Yu war monatelang in Sorge, weil er keinen Weg sah, durch den Berg durchzukommen.

Yao Ji, die 23. Tochter der Königin Mutter des Westens, hatte ein gütiges Herz. Sie bewunderte Yu´s Entschlossenheit und war tief bewegt von den Leiden der Menschen auf der Erde. Also entschied sie sich, Yu zu helfen. Yao riet Yu, das Gebirge Wushan mittels Feuer aufzubrechen, und sie entsendete vier göttliche Generäle vom Himmel – Kuang Zhang, Yu Yu, Huang Mo und Da Dai – um Yu zu helfen.

Yu war Yao Ji sehr dankbar dafür und trug vielen Leute auf, von beiden Seiten des Berges Feuer zu legen. Yao Ji und die Göttlichen Wesen nutzten ihre übernatürlichen Möglichkeiten wie Blitze, um den Berg zu entzünden. Nach 49 Tagen gab der Berg nach und die Arbeiter konnten einen Tunnel durch Wushan bauen, sodass das Hochwasser zum Meer abfließen konnte.

Nachdem das Hochwasser sank, entstanden aus Wushan die drei schönen Schluchten des heute bekannten Yangtze Flusses. Während des Durchbrechens des Wushan, hatte Yao Ju ihre göttliche Energie ausgeschöpft und konnte nicht mehr zum Himmel zurückkehren. Sie blieb auf der Erde und verwandelte sich zu einer Bergspitze auf dem Wushan. Später nannten die Menschen ihn „Göttin Bergspitze“, und die himmlischen, jungfräulichen Schönheiten, die Yao Ji für immer begleiteten, wandelten sich in verschiedene Berggraten und Bergspitzen, die als Wushans zwölf Berggipfel bekannt sind.

Weil Yu so gütig und fürsorglich war, dass er die Leiden anderer Menschen vor seine eigenen stellte, liebten ihn die Menschen. Auch König Shun vertraute Yu und sprach ihm das Gebiet Xia zu, die heutige Stadt Dayu Zhou in der Provinz Henan.

Letztendlich überließ König Shun seinen Thron keinem seiner Söhne, stattdessen übergab er ihn, als er 2208 v. Chr. starb, dem kompetenten Yu, dem Großen.

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