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Geschichten aus dem alten China: Manche Dinge sind wertvoller als Gold

Als menschliche Wesen mögen wir arm sein oder uns in einer schwierigen Situation befinden, doch wir müssen die Grundsätze von "menschlich sein" begreifen. Wir dürfen Reichtum nicht mittels unmoralischer Methoden ansammeln und wir sollen unsere Tugend weder verlieren noch verletzen.

In den alten Zeiten ging Yanli Jizi, der Bruder des Königs im Königreich Wu, auf einen Spaziergang und entdeckte ein Goldstück auf der Straße, das wohl jemand verloren hatte. Es war im Mai und schon sehr warm. Ein armer Holzfäller kam in Daunenkleidung vorbei und Jizi sagte zu ihm: “Hier, heb das Goldstück vom Boden auf”.

Der Holzfäller stellte seine Axt auf den Boden, zog seine Augenbrauen hoch und sagte ärgerlich: „Sie sind ein Edelmann, warum behandeln Sie andere Menschen, als wären sie unter Ihnen? Sie haben ein großartiges und heroisches Aussehen, warum aber sprechen Sie so unhöflich? Lieber würde ich im heißen Mai Daunenkleidung tragen, während ich Feuerholz schlage. Warum sollte ich Gold aufheben, das ein anderer verloren hat?“

Als er das hörte, schämte sich Yanli Jizi sehr. Er entschuldigte sich sogleich bei dem Holzfäller und fragte ihn nach seinem Namen. Der Mann entgegnete: „Sie sehen so aus, wie jemand von hohem Rang. Es wäre einfach Zeitverschwendung, würde ich Ihnen meinen Namen nennen“, worauf er wegging.

Der Bruder des Königs bewunderte die hohe Moral und persönliche Integrität des Holzfällers und die Tatsache, dass er Armut und Schwierigkeiten ertragen konnte, ohne unmoralischen Reichtum anzunehmen. Das ist eine Tugend, die menschliche Wesen haben sollten und es ist übereinstimmend mit dem, was in der göttlich-überlieferten Kultur gelehrt wurde – menschliche Wesen sollen edel, rein und moralisch sein. Wir sollten kein Geld einstecken, das wir nicht wirklich verdient haben.

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