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Notizen eines Arztes: Ginseng und andere Heilmittel

Irgendwann erzählte ein alter chinesischer Arzt, dass einer seiner Patienten meinte, dass die Chinesische Medizin nicht mit heutigen pflanzlichen Heilmitteln Schritt halten könne. Dutzende von Inhaltsstoffen mancher Pflanzen werden festgehalten, wohingegen viele traditionelle Pflanzenbeschreibungen, beispielsweise die von Ginseng, auf lediglich einen Bestandteil hinweisen.

Nun berichtete ein über Jahre als Übersetzer Beschäftigter von Energielosigkeit und Schwächeanfällen, die so weit reichten, dass er Probleme mit dem Sprechen bekam. Er hatte viele Heilmittel eingenommen, doch trat keine Besserung ein. Ein Chinesischer Arzt riet ihm, ein Stück Ginseng in der Mundhöhle zu lagern. Dadurch verschwanden die Symptome.

Wie kommt es, dass Heilmittel mit unzähligen Inhaltsstoffen nicht zu dem Ergebnis führten wie dieses eine Stück Ginseng?

Gemäß der Klassischen Heilkräuterlehre von Shen Nong ist Ginseng "süß und etwas kühl. Besonders gut für Vitalorgane."

Man ist heute in der Lage, die Inhaltsstoffe Chinesischer Arzneien wissenschaftlich zu analysieren, kommt aber nicht an die wahre Essenz heran. Es ist eine Tatsache, dass der Kern eines Mittels und seine Wirkstoffe in der Chinesischen Medizin untrennbar sind. Im Kern sind das die Eigenschaften von Yin (weiblich) und Yang (männlich), nämlich: Kalt, kühl, warm oder heiß und süß, würzig, salzig, sauer oder bitter. Jede Geschmacksrichtung ist noch nach weiteren Besonderheiten unterteilt. So hat süß die Eigenschaft, überschäumendes Blut zu beruhigen, die Blutzirkulation und Vitalenergie zu verbessern.

Die Eigenschaften des Ginseng sind auf seine Standortbedingungen zurückzuführen (Signaturlehre). Normalerweise wächst er an Berghängen zwischen 500 und 1.000 Meter Höhe. Man findet es in den Bergen von Changbai und Xiaoxinganling im Nordosten Chinas.

Das chinesische Schriftzeichen für Berg resultiert aus dem Zeichen "Gen" der Acht Trigramme. Es hat mehr Yin als Yang und lehnt sich an das kühle und schattige Wesen eines Berges an. Allerdings wächst es an den stark geneigten Hängen, was die Yang-Seite eines Berges darstellt. So steht Ginseng unter leichtem Yang-Einfluss. Das Schriftzeichen "Gen" findet sich im Element "Erde" wieder, die leicht süß ist. Also besitzt Ginseng einen leichten Anflug des süßen.

Von den inneren Organen werden die Milz und der Magen dem Erdelement zugeordnet, das in der Chinesischen Medizin auch als Quelle der Energie angesehen wird. So kann die Yangseite der Süße in Ginseng das Yangelement der Milz und des Magens unterstützen, was in Energie, die durch den gesamten Organismus geschickt wird, resultiert.

Das Tor am Fuße der Berge von Changbai (aus Wikipedia)

Die heilende Schlagkraft des Ginseng ist unerreicht. Da sie den Menschen von Göttern nahe gebracht wurden, zeigen wohl der Ginseng als auch andere Elemente der Chinesischen Medizin, tatsächlich ihre Wirkung. Die traditionelle Chinesische Medizin ist ein Geschenk der Götter.

 
Quelle:
www.pureinsight.org

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