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Kultivierungsgeschichte: Aufzeichnung über Reinkarnation: Entscheidung

Vor etwa 300 Jahren warteten 28 Menschen auf einer Ebene innerhalb der drei Weltkreise darauf, zu reinkarnieren und ich war einer von ihnen. Eins erleuchtetes Wesen kam zu uns und zeigte uns ein Bild eines Kaisers. Das erleuchtete Wesen sagte: „Dies ist eine bedeutende Persönlichkeit und sein Name lautet Aisin Gioro Xuanye (Kaiser Kangxi). Seine Anhänger werden sich große Verdienste erwerben. Gibt es irgendwelche Freiwilligen, um ihn zu beschützen?“ Alle sagten ja.

Das erleuchtete Wesen fuhr fort: „Einen Kaiser zu beschützen kann schwierig und riskant sein. Denkt bitte sorgfältig darüber nach, bevor ihr euch entscheidet.“ Einige Leute schwankten und 13 von 28 traten zurück. Das erleuchtete Wesen sagte zu den verbleibenden 15 von uns: „Bitte folgt mir.“ Es führte uns in einen anderen Raum, in welchem fünf Bilder waren. Doch die Bilder waren von starker Helligkeit und es war nicht klar zu erkennen, was auf ihnen war. Das erleuchtete Wesen sagte dann: „Es ist ein Test erforderlich, um die Leibwachen des Kaisers zu qualifizieren. Es geht darum, zu prüfen, ob ihr Ausdauer und Durchhaltevermögen habt und ob ihr Ungemach ertragen könnt.

Der Test besteht aus fünf Teilbereichen (Eis, Blitz, Schwert, Hagel und Standhaftigkeit) und man muss in allen Bereichen durchkommen.“ Daraufhin traten weitere sieben zurück. Das erleuchtete Wesen sagte zu den verbleibenden acht von uns: „Seid ihr bereit?“ Wir nickten zustimmend. Das erleuchtete Wesen winkte dann mit seiner Hand und wir gingen alle in die Bilder hinein.

Ich trat zuerst in den Bereich Eis ein. Es war eiskalt und mein Körper zitterte die ganze Zeit. Das einzige Gefühl war Kälte, vom Kopf bis zu den Füßen. Allmählich fühlte ich mich starr, gefroren, ich wurde klamm und steif. Nicht einmal meine Augen konnten sich bewegen. Das eiskalte Gefühl drang in meinen Körper ein, als würden alle meine inneren Organe einfrieren, Stück für Stück. Der Gefrierprozess war sehr klar wahrnehmbar und ich konnte sogar die knackenden Geräusche hören, als meine Organe gegeneinander stießen, nachdem sie gefroren waren. Am Ende war mein ganzer Körper gefroren.

Ich wusste nicht, wie viel Zeit verstrichen war, doch ich hatte immer noch ein wenig Bewusstheit. Zu diesem Zeitpunkt trat ich in eine andere Dimension ein, strahlend und sonnig. Anfangs fühlte ich mich warm, dann begann mein Körper aufzutauen und Wasser lief heraus. Als meine inneren Organe Stück für Stück auftauten, war dies sehr schmerzhaft und es juckte überall, das schmerzhafte Gefühl war unbeschreiblich. Als dieser Prozess abflaute, hatte ich eine kurze Atempause, dann wurde aber das Sonnenlicht brennend heiß. Es gab nichts, wohinter ich mich verbergen hätte können und das Sonnenlicht war so stark, dass ich meine Augen nicht öffnen konnte.

Ich fühlte, wie das Wasser in meinem Körper verdampfte, meine Haut runzelig wurde und mein ganzer Körper anfing, auszutrocknen. Dann fing auch das Wasser in meinen inneren Organen an, zu verdampfen und mein Körper verdorrte. Als ich mich in etwas wie Dörrfleisch verwandelt hatte und am Rande des Todes war, schwebte mein Körper und trat in eine andere Dimension ein. Dort erschien die Gottheit des Schwertes. Sie deutete auf den Schwertbereich auf dem Boden und sagte:

„Komm schon!“ Ich ringelte meinen Körper ein und rollte wie ein Ball in den endlosen Schwertbereich. Die Schwerter wurden immer schärfer und schärfer, schnitten mich, eines nach dem anderen, bereiteten mir immer mehr Schmerzen zu. Anfangs fühlte ich, wie mein Körper von den Schwertern verwundet wurde, Stück für Stück. Nachdem das Fleisch an meinem Körper zerschnitten war, wurden meine Knochen offengelegt und von den Schwertern zerschnitten. Dann wurden alle meine inneren Organe von den Schwertern zerteilt, eines nach dem anderen, Stück für Stück.

Mit zusammengebissenen Zähnen rollte ich bergauf in einen anderen Schwertbereich. Dort war es noch schmerzhafter, weil die Schwerter schneller unterschiedliche Formen annahmen. Es war so, als würde jede einzelne Zelle in meinem Körper aufgeschnitten und die Zeit schien übermäßig lang zu sein. Ich hatte nur einen Gedanken: „Ich muss das durchhalten.“ Zum Schluss erreichte ich den Gipfel des Hügels. Überraschenderweise war es eine Klippe und ich begann zu fallen. Schließlich schlug ich auf dem Boden auf und hoffte, während ich große Schmerzen hatte, auf eine Pause. Als dieser Gedanke aufkam, begann sogleich Hagel auf mich herunter zu prasseln – ich hatte den Bereich Hagel erreicht.

Anfangs waren die Hagelkörner, die mich trafen, so groß wie Sojabohnen. Es war schmerzhaft und machte mich gefühllos. Dann schlug mehr Hagel in der Größe von Eiern kraftvoll aus allen Richtungen auf mich ein. Es raubte mir fast das Bewusstsein. Dann spürte ich, wie sich mein Körper ausdehnte, so dass ich eine größere Fläche hatte, auf die es hageln konnte, was noch mehr schmerzte. Inzwischen hatte mein Körper viele Löcher – überall dort, wo der Hagel auf meinen Körper aufschlug. In den Löchern war es schmerzhaft und kalt. Der Hagel prasselte fast endlos auf mich ein und mein Körper kollabierte beinahe. Ich wusste nicht, wie lange es gedauert hatte, doch schließlich hörte der Hagel auf. Dann erschien eine Gottheit des Eises.

Sie half mir beim Aufstehen und schob mich in eine andere Dimension. Während ich herauszufinden versuchte, was los ist, sagte eine Stimme zu mir: „Nun kommt der Test der Standhaftigkeit und du darfst nicht umfallen.“ Dann kamen zwei Leute auf mich zu und schubsten mich heftig, stießen mich fast um. Als ich zur Seite treten wollte und aufrecht hinstand, kamen noch mehr Leute auf mich zu. Sie traten zusammen, um mich zu schieben, mich außer Atem zu bringen. Es war so, als würden sie mich die ganze Zeit gewaltsam schieben und mir blieb keine Zeit zum Atmen. Es war so ermüdend und ich wollte mich hinkauern, konnte aber nicht.

Wegen des Schubsens hatte ich das Gefühl, meine inneren Organe würden deformiert und da sie so sehr gequetscht wurden, kamen sie beinahe aus meinem Mund heraus. Ich hatte immer noch das Gefühl, dies sei der Test der Standhaftigkeit. Zum Schluss hatte ich, nachdem sie mich so sehr gepresst hatten, das Gefühl, ich sei wie ein Blatt Papier geworden. Dann hörte das Drücken auf und ich transzendierte in eine andere Dimension. Dort erschien das erleuchtete Wesen wieder, das früher da gewesen war. Es nickte uns zu: „Herzlichen Glückwunsch! Acht von euch haben den Test bestanden.“ Inzwischen waren wir alle acht wieder frisch, voller Energie und ansehnlich.

Dann kam ein anderes erleuchtetes Wesen, das für Reinkarnationen zuständig war. Es nahm acht Büchlein heraus und sagte: „Nehmt je eines der Büchlein und bereitet euch auf die Reinkarnation vor.“ Auf dem Buchumschlag war es wie in einem Film. Ich konnte meine Geburt sehen, wie ich Kung Fu praktizierte, den Kaiser beschützte, den ganzen Weg bis zu meinem Tod. Nachdem ich dies angesehen hatte, wurden wir acht wieder zusammengerufen. Das erleuchtete Wesen nahm eine Schachtel mit der Aufschrift „Der kaiserliche Kung Fu-Meister“ heraus und sagte zu uns: „Dies ist eure Aufgabe und eure mächtige Tugend.“ Dann stiegen wir alle acht in die Schachtel hinein, welche sogleich herunterkam und wir wieder reinkarnierten.

Ich wurde 1657 in eine Manchu-Familie in der Mandschurei geboren und mein Name war Kangcaier. Ich war der älteste Sohn in der Familie und hatte Kung Fu von Kindheit an geliebt. Mit 12 Jahren bot meine Familie einem Kung Fu-Meister ein hohes Gehalt, damit er mich unterrichtete. Nach sechs Monaten hatten sie das Gefühl, der Meister sei nicht gut genug für mich und so wechselte ich zu einem anderen, der vorgab, Nanmen zu sein (tatsächlich war er ein himmlischer General aus Nantianmen). Dieser Meister mochte mich sehr gern und sagte, mein physischer Körper sei ideal für das Praktizieren von Kung Fu.

Er unterrichtete mich so viel er konnte, und ich lernte sehr rasch. Ich war in der Lage, Ungemach zu ertragen und ich wurde bald sehr fähig. Ich konnte nicht nur Gebäude erklimmen und mich geschwind zwischen ihnen bewegen, ich lernte auch eine Spezialität – Eisenbillard. Es gab zwei Arten von Eisenbillard: eines hatte die Größe einer Traube und das andere – eine Kombinationsart – hatte die Größe eines Eies.

Das erstere hatte eine glatte Oberfläche und wurde direkt geschleudert, das letztere hatte eine raue Oberfläche und es enthielt eine Feder im Inneren, die mit drei kleinen Perlen verbunden war. Dieser Typ war sehr kraftvoll, weil sich beim Aufprall auf das Ziel seine Hülle öffnete und die drei inneren Perlen heraus katapultiert wurden, welche dann auf verschiedene Akupunkturpunkte zielten. Wegen seiner zerstörerischen Kraft bat mich der Kung Fu-Meister, sie nicht grundlos zu benutzen und normalerweise trug ich sie auch nicht bei mir.

Der Nanmen Meister unterrichtete mich drei Jahre und ging dann weg. Danach traf ich oft Menschen, die Gefallen an Kung Fu fanden und blieb mit ihnen zusammen. Mit der Zeit wurde ich 17. Mein Geist war immer noch rein und ganz dem Praktizieren von Kung Fu hingegeben. Eines Tages kam ein Wandermönch vorbei und sagte, nachdem er mich erblickt hatte: „Du existierst, wie ein Ohr existiert; du verschwindest, wie das Ohr verschwindet.“ Keiner in meiner Familie wusste, was er meinte. Meine Mutter bat den Mönch um eine Erklärung, der sagte einfach: „Bitte macht euch darüber keine Sorgen“ und ging weg.

Im Laufe dieses Jahres gab es eine Einstellungskampagne für kaiserliche Wächter und ich wurde ausgewählt. Wegen meines Fleißes, meiner Sorgfalt und meines Wissens um Kung Fu, wurde ich bald zu einem der Leibwächter des Kaisers befördert. Ich war mir der Verantwortung bewusst und blieb die ganze Zeit wachsam. Im Laufe der Zeit konnte ich spezifische Geräusche erkennen, ganz gleich, ob es sich um eine auf einem Gebäude kriechende Katze oder um andere aus der Ferne kommende Geräusche handelte. Ich hatte auch ein außergewöhnlich gutes Sehvermögen und konnte über weite Entfernungen sehen, sogar in der Nacht. In diesen fünf Jahren erlebte ich Dutzende lebensbedrohender Kämpfe und es war eine sehr intensive Zeit meines Lebens.

Als Leibwächter begleiteten wir den Kaiser, wohin er auch immer ging. Abwechselnd leisteten wir Tag- oder Nachtschicht, ungeachtet des Wetters. Der Kaiser behandelte uns gut und bot uns manchmal heiße Milch im Winter oder kalten Tee im Sommer an. Wir waren ihm auch sehr dankbar. Meine Schicht machte ich mit einem anderen Leibwächter Ahyige; oft patrouillierten wir nachts, ohne Geräusche zu machen. Wenn wir müde waren, lehnten wir uns manchmal für eine Pause an eine Säule. Gewöhnlich las der Herrscher abends noch in den Regierungsakten oder er las Bücher. Gelegentlich lud er uns um Mitternacht zu einem kurzen Gespräch im Inneren ein. Darüberhinaus belästigten wir den Kaiser selten und er wusste normalerweise vor dem nächsten Morgen nicht, was sich in der Nacht ereignet hatte.

Eines Abends sah ich jemanden herumschleichen und als er näher kam, schleuderte ich eine Eisenkugel nach ihm. Mit einem schwachen Geräusch fiel er hin. Ich ging mit meinem Schwert in der Hand zu ihm und fand ihn bereits tot. Ein andermal traf eine meiner Kugeln einen Attentäter. Er war verletzt und rannte davon. Die kaiserlichen Leibwächter durchsuchten alles und konnten ihn überraschenderweise nirgendwo finden. Im Laufe des nächsten Tages entdeckten wir ihn im kaiserlichen Garten liegend, beinahe tot. Er hatte einen Brief bei sich, in dem der Kaiser verleumdet wurde.

Einmal stießen wir auf einen Mörder, der auf die Anwendung von Drogen spezialisiert war. Einer der Leibwächter des Kaisers war in dieser Sache ein Experte. Er roch etwas Ungewöhnliches und gab vor, vergiftet zu sein und legte sich hin. Ein anderer Wächter wurde ebenfalls aufmerksam und versteckte sich in der Nähe. Als der Attentäter zwischen die beiden gelangte, sprangen beide Wächter plötzlich auf und überwältigten ihn. Noch bevor wir eine Chance hatten, irgendeine Frage zu stellen, hatte der Mörder sich schon selbst getötet, indem er Gift schluckte, das er zuvor in seinem Mund platziert hatte. Diese Leute benutzten bei dem Versuch, den Kaiser zu ermorden, unterschiedliche Taktiken.

Ein Leibwächter benötigt beides, Mut und Vorsicht. Einmal verletzte ein Leibwächter einen Attentäter, der eine verborgene Waffe mit sich führte. Ohne Vorsicht ging der Leibwächter zu ihm hin, um eine Leibesvisitation durchzuführen. Plötzlich öffnete der Attentäter seine Augen und spuckte dem Wächter ein Dutzend vergiftete Nadeln ins Gesicht und auf den Körper. ein anderer Wächter kam und tötete den Attentäter. Der vergiftete Wächter hatte sehr heftige Reaktionen – sein ganzer Körper schwoll an und eiterte. Unter den heftigen Schmerzen bat er die anderen Wächter, ihn zu töten, doch keiner von uns war bereit, das zu tun. Am Ende starb er unter extremen Schmerzen. Wir alle waren sehr traurig.

Nachdem ich viereinhalb Jahre als Leibwächter gedient hatte, traf ich auf mehrere Attentäter mit großen Fähigkeiten. Zu Beginn tauchten zwei auf. Ahyige und ich kämpften je mit einem. Genau in diesem Moment sah ich drei weitere sich der Tür des Kaisers nähern. Sie versuchten hinein zu gelangen. Auch Ahyige sah dies und als er sich umdrehte, um sie aufzuhalten, tötete ihn der Attentäter, mit dem er gekämpft hatte. Ich war geschockt. Mit drei Kombi Billards tötete ich die drei Attentäter, die versucht hatten, zum Kaiser vorzudringen. Einer der zwei Attentäter vor mir schnitt mir jedoch ein Ohr ab, als ich meine Billards auf die anderen schleuderte. So war ich sogar noch entschlossener, sie aufzuhalten.

Bei dem Gedanken, die anderen Wächter würden bald kommen, schwenkte ich meinen linken Arm, täuschte vor, weitere Kugeln zu schleudern und während ich in meiner rechten Hand mein Schwert hielt, flitzte ich auf den älteren Attentäter zu. Er war gewappnet und schwenkte seinen Arm mit Gewalt gegen mich. Ich nutzte die Gelegenheit, wandte mich dem jüngeren Attentäter zu und tötete ihn. Der ältere Attentäter war wütend und rannte auf mich zu. Ich sprang zur Seite und er ging zum Körper des jüngeren Attentäters, hielt ihn und weinte: „Mein Sohn, mein Sohn!“ Es stellte sich heraus, dass sie Vater und Sohn waren.

Inzwischen waren die anderen Wächter angekommen. Der ältere Attentäter legte den Körper seines Sohnes hin und zog eine eigenartige Waffe heraus. Wir ließen ihm keine Zeit und überwältigten ihn. Als er erkannte, dass er keinen Erfolg haben würde, nahm sich der Attentäter selbst das Leben. Damals kam der Kaiser heraus und wir grüßten ihn. Der Kaiser fragte, wie viele Wächter verletzt seien. Dann spürte ich heftige Schmerzen an der Stelle meines linken Ohres. Am nächsten Tag schickte der Kaiser jemanden, um sich nach uns zu erkundigen. Die Kaiserin Dowager Xiaozhuang kam persönlich, um uns zu besuchen. Mit ihrer Güte und Würde war Ihre Majestät edel und unantastbar. Sie sagte zu mir, ich solle mich ausruhen und bat die kaiserlichen Ärzte, meine Verletzung zu untersuchen, während sie ein künstliches Ohr für mich einrichteten.

Die Amtszeit für kaiserliche Leibwächter war fünf Jahre. Als die neuen Leibwächter ankamen, gab es eine Übergangsperiode, während der die früheren Leibwächter ihre Erfahrungen mitteilten und ihnen einige Tipps gaben, wie sie ihre Pflichten zu erfüllen hatten. Damals ersetzte ich Batu und mein Ersatz war Hayimu.

Als unsere Amtszeit um war, lud der Kaiser sechs von uns zu einem Mahl ein (ursprünglich waren wir acht Leibwächter, von denen zwei tot waren). Anfangs waren wir traurig, wenn wir daran dachten, dass wir den Kaiser bald zu verlassen hatten. Der Kaiser sagte, er würde uns auch vermissen und sprach eine ganze Weile mit uns. Als wir unseren Abschiedstoast aussprachen, sagte Wächter Aomu im Namen von uns allen zum Kaiser: „Eure Majestät, nach dem heutigen Tage wissen wir nicht, wann wir Sie wieder treffen werden. Wenn nötig, werden wir zu jeder Zeit für irgendeine Aufgabe bereit sein.“ Der Kaiser sagte: „Oft reden wir über karmische Beziehungen. Wenn wir in der Zukunft Gelegenheiten haben, einander wieder zu treffen, versteckt euch nicht.“ Als wir diese Worte vernahmen, fühlten wir uns alle viel besser. Zum Schluss gab der Kaiser jedem von uns ein schön geschmücktes Kästchen. In jedem Kästchen waren je eine große Perle und ein Jadezepter.

Drei Monate nachdem ich wieder zu Hause war, spürte ich Schmerzen im linken Ohr. Der Arzt konnte keinen Grund dafür entdecken. Ich bat darum, mein künstliches Ohr wieder abzunehmen, doch es schmerzte immer noch, begleitet von Kopfschmerzen und Schwindelgefühlen. Zwei Wochen später starb ich im Alter von 22 Jahren. Nach dem Sterben erinnerte ich mich an die Worte des Mönchs, als ich 17 war: „Du existierst, wie das Ohr existiert; du verschwindest, wie das Ohr verschwindet.“ Da erkannte ich, dass mein Leben bereits vorarrangiert gewesen war.

Kangcaier’s Leben war schwierig und kurz. Doch ich hatte keine Klagen, noch empfand ich Reue über meine Wahl.

Der ursprüngliche Gedanke, vom Himmel auf die Erde herunterzukommen war eine Entscheidung. In der folgenden Abstiegsreise, in unterschiedlichen Reinkarnationen, gab es viele Gelegenheiten, um Entscheidungen zu treffen. Auf meiner Ebene fand ich heraus, dass jeder von uns zu Dafa einen Verbindungsfaden hat. Jede korrekte Entscheidung von uns bildete einen strahlenden Knoten auf dem Faden, der bei Vergrößerung, alle Szenen, die sich während dieses Lebenszyklus oder auf dieser Ebene ereigneten, zeigen kann. Die alten Mächte setzten ein Limit von 500 solchen leuchtenden Knoten für einen fest, um ein Falun Dafa-Praktizierender zu werden. Ich hatte 618 Knoten und manche alltägliche Menschen hatten 498 oder sogar 499 Knoten.

Das heißt, wir sind auf einer langen, schwierigen und wertvollen Reise gewesen, um heute Falun Dafa-Praktizierende zu werden. Es ist nicht nur ein prähistorischer Gedanke, herunter zu kommen, sondern schließt auch jene Entscheidungen danach ein, die Bereitschaft auszuhalten, zu leiden, hilflos zu werden oder Verantwortung zu übernehmen. Nach all diesem haben wir die heutige Stufe, Falun Dafa-Praktizierende zu werden, erreicht.

Eine Entscheidung zu treffen, auszuhalten oder zu leiden, ist leicht zu verstehen, doch was bedeutet es, sich zu entscheiden, hilflos zu werden? Hier ist ein Beispiel: Kangcaier’s früherer Lebenszyklus war Wei Zhongxian, ein berüchtigter hochrangiger Beamter in der Ming Dynastie, der viele Menschen tötete und viele Sünden beging. Als ich mich entschied, diese damalige Rolle zu spielen, tat ich dies, weil ich keine andere Wahl hatte. Erleuchtete Wesen, die sich entscheiden, hier herunter zu kommen, fürchten sich nicht, auszuhalten oder zu leiden, doch sie zögern, eine Rolle zu übernehmen, in der sie Sünden begehen. Es müssen nämlich alle Sünden zurückbezahlt werden und wenn die Sünden zu schwer sind, können sie sich bis zu einem Punkt ansammeln, wo man daran gehindert wird, ein Falun Dafa-Praktizierender zu werden.

Jedoch wenn niemand diese bestimmte Rolle übernahm, würde es da einen weißen Fleck geben, der wiederum die Reinkarnation eines anderen verzögerte. Daher kam es, dass ich die Rolle von Wei Zhongxian wählte. Ich tat es, um Verzögerungen für andere zu vermeiden und tat es, weil es keine andere Alternative gab. Einer von Wei’s früheren Lebenszyklen war der eines Mönchs, mit einer Menge De, welche alle durch die schlechten Taten von Wei in seinem Lebenszyklus aufgebraucht wurde. Obwohl Wei nicht zur Hölle fuhr, war er nach seinem Tod 100 Jahre in einem Eispalast auf einer himmlischen Ebene eingefroren (entsprechend 25 Jahren in dieser menschlichen Welt). Während dieser Zeit wurden seine karmischen Schulden ständig zurückbezahlt und sein Körper wurde kontinuierlich gereinigt.

Es gibt immer noch viele Wesen, die von höheren Ebenen herunterkamen. Sie kamen mit uns, wurden aber von den alten Mächten blockiert, Falun Dafa-Praktizierende zu sein. Sie sagten, diese Wesen hätten nicht so viele korrekte Entscheidungen getroffen und hätten in der Vergangenheit nicht genug Schwierigkeiten ausgehalten. Natürlich erkennt der Meister diese Arrangements der alten Mächte nicht an und wir dürfen sie ebenfalls nicht anerkennen. Doch seitdem wissen wir, unsere Chance der Kultivierung kam nicht mühelos und wir müssen sie wirklich wertschätzen.

Unser unerschütterlicher Mut und Glaube erlaubte uns, den ganzen Weg durch die Vergangenheit zu gehen, um Falun Dafa-Praktizierende zu werden. Dies ist ohne Beispiel und wir haben das Glück, die Gelegenheit zu bekommen, dem Meister bei Seiner Fa-Berichtigung beizustehen. Wir erretten jetzt gerade nicht nur Lebewesen, sondern sind auch für die Zukunft des Kosmos auf verschiedenen Ebenen verantwortlich.

Heute stehen wir immer noch vor vielen Entscheidungen. Zumindest entscheiden wir exakt, wie viel wir zu der Fa-Berichtigung und Errettung von Lebewesen beitragen können.

Indem wir unsere Vergangenheit wertschätzen und unsere Möglichkeit heute wertschätzen, können wir die richtige Entscheidung für Morgen treffen – etwas, wozu nur Dafa-Jünger privilegiert sind.

Anmerkung:
Es gibt eine 60 Jahre alte Praktizierende, die sich seit 2003 kultiviert. Sie ist fleißig beim Fa-Lernen und Praktizieren der Übungen. Sie achtet jedoch nicht viel auf Dinge der Sicherheit oder Mundkultivieren. Sie möchte alles wissen und beklagt sich oft über Dinge, die wir ihr nicht sagen. Als ich diesen Artikel schrieb, realisierte ich, sie war Ahyige, mein Leibwächter-Kollege, der von den Attentätern getötet worden war.

Andere Leibwächter, die in diesem Artikel erwähnt wurden, sind auch Praktizierende in meiner Umgebung.

In der Tat, solange jemand ein Praktizierender geworden ist, sollten wir ihm oder ihr unseren vollen Respekt geben. Schließlich haben wir gemeinsam eine lange Reise gemacht, bevor wir hierher kamen und uns heute wieder getroffen haben, um den Meister bei Seiner Fa-Berichtigung zu unterstützen. Diese karmische Beziehung fing im Himmel an und währte die ganze Strecke bis heute. Gibt es in diesem Sinne irgendeine Barriere zwischen Praktizierenden, die wir nicht durchbrechen könnten?

Also ich finde, der Ausdruck „Mitpraktizierender“ ist ein kostbares Wort, das wir alle wertschätzen sollten.

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