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Ein Allgemeiner Diskurs über Medizinische Künste

In dem ersten Jahr der Herrschaft von Zhengguan (627 n.Chr.) der Tang Dynasty wurde Li Shimin zum Kaiser. Er errichtete Schulen, um die Krankheiten der Menschen zu heilen. Das Wort “Arzt” wurde in dieser Zeit erschaffen und bezog sich auf Menschen, die die Medizin studierten. [Im Chinesischen besteht das Wort „Arzt“ aus zwei Schriftzeichen. Das erste Schriftzeichen heißt „Doktor“ und das zweite „Student“.] Im 27. Jahr der Herrschaft von Xuanzong hat der Kaiser Li Longji den Einsatz von 20 Ärzten in jedem Landkreis, mit über hunderttausend Haushalten angeordnet und in Landkreisen mit weniger als hunderttausend Haushalten 12 Ärzte angeordnet.

Diese Ärzte reisten in dem ihn zugeteilten Landkreis umher und heilten die Menschen. Somit erhielt das Schriftzeichen „Arzt“ eine größere Bedeutung, als das Wort „Student“, da es sich auf jemanden bezog, der sich mit der Medizin beschäftigt. Dieser Begriff wird auch heute noch benutzt.
Was ist Medizin? "Medizin dient zur Heilung von Krankheiten." Das Buch Berichte über das Zurückholen ins Leben besagt, “Medizin ist die Fähigkeit, jemanden am Leben zu erhalten.“ Was bedeutet “am Leben zu sein? ” "Es ist das Gegenteil von tot sein." Das Buch Von Zehntausenden Krankheiten zurück ins Leben holen besagt, “In alten Zeiten wurden medizinische Fähigkeiten, als himmlische Fähigkeiten betrachtet, die ursprünglich dazu dienten, Leben zu retten. “ Das Wort Arzt stand für eine Person, die Krankheiten heilte und Patienten rettete. Es wurde als allgemeiner Begriff für Menschen verwendet, die sich mit der Medizin beschäftigten. Es gab keinen Unterschied in Bezug auf den Status oder Wohlhaben.

Sun Simiao, ein berühmter Chinesischer Arzt aus der Vergangenheit, hat die Medizin mit Ernsthaftigkeit und einem tiefgründigen Wissen über die Materie gelehrt. Er sagte: “Wenn jemand die Medizin lernen möchte, muss er den Ursprung der Medizin erforschen und mit Fleiß und Intensität lernen. Ohne solches Wissen, wird die medizinische Behandlung dem Patienten großen Schaden zufügen.“ Das heißt, dass Menschen mit geringen medizinischen Fähigkeiten und Kenntnissen, die Patienten aus Versehen verletzen oder sogar töten können. In China gibt es ein Sprichwort, welches besagt: “Bereits eine kleine Krankheit kann zum Tode für den Patienten führen, während eine Ernsthafte hingegen geheilt werden kann. Der feine Unterschied hängt von den Ärzten ab.“ Geringe fachliche Kompetenz kann den Menschen umbringen, die zwei Begriffe „Wissen“ und “Ernsthaftigkeit” jedoch können Gefahren in Sicherheit umwandeln und das Leben von ernsthaft Kranken retten.

Die Menschen in alter Zeit glaubten, dass man als Meister dieser Profession mit einem bescheidenen tugendhaften Leben zufrieden sein muss; man soll nicht nach Ruhm oder persönlichen Interessen streben. Ein Arzt, der wegen dem Geld feilscht und den Profit vor alles andere stellt, geht es nicht um die Sicherheit seiner Patienten. Egal, ob reich oder arm, müssen die Patienten alle auf gleiche Weise behandelt werden.

Wan Quan, ein berühmter Kinderarzt in der Ming Dynastie hatte einen Feind namens Hu Yuanxi, dessen 4-jähriger Sohn an einer Krankheit litt, bei der er hustete und Blut spuckte. Hu hatte in der ganzen Welt nach berühmten Ärzten gesucht, jedoch konnte keiner von ihnen die Krankheit seines Sohnes heilen. Er hatte keine andere Wahl, als letztendlich Wan Quan kommen zu lassen. Wans Absicht war, Leben zu retten, gleich welcher alte Groll zwischen ihnen lag und rannte sofort zu Hu nach Hause und untersuchte das Kind.

Nachdem er das Kind untersucht hatte, erzählte er seinem Feind, dass sein Kind innerhalb von einem Monat geheilt werden könne. Er schrieb sofort das Rezept auf. Nachdem das Kind fünf Dosen der verschriebenen Arznei eingenommen hatte, war der Husten zu siebzig Prozent reduziert und Mund und Nase hörten auf zu bluten. Jedoch hatte Hu Yuanxi das Gefühl, dass sein Sohn zu langsam gesundete. Er war immer noch misstrauisch gegenüber Wan Quan und glaubte, er würde seinen Sohn wegen der alten Geschichte nicht gut genug helfen und entschied sich daraufhin, einen anderen Arzt kommen zu lassen.

Also kam ein Mann namens Wan Shao. Normalerweise hätte Wan Quan diese Angelegenheit sicherlich nicht weiter verfolgt und auch nicht mehr darüber nachgedacht. Als er jedoch von anderen erfuhr, dass Hu bereits einen anderen Arzt holen ließ, sagte Wan Quan, dass Hu nur einen Sohn habe und seine Krankheit von keinem anderen geheilt werden könne, als von ihm selbst. Wenn er ginge, würde Hu nicht noch einmal nach ihm rufen und das würde sich negativ auf das Kind auswirken. Obwohl Wan Quan dafür nicht die Schuld tragen würde, hätte es ihm Leid getan, wenn der Junge sterben müsste. Also fragte er danach, das Rezept von Wan Shao einzusehen. Sollte es wirken, würde er sofort gehen. Wenn nicht, würde er versuchen, Wan Shao daran zu hindern, es weiter zu benutzen.

Nachdem er sich Wan Shao's Rezept anschaute war er überzeugt, es sei die falsche Behandlung für das Kind und würde es in Gefahr bringen. Mit Ernsthaftigkeit unterwies er Wan Shao: "Die Lungenenergie des Kindes steigt und fällt nicht. Sie ist verstreut und nicht gesammelt. Wie kannst du dann Fangfeng und Baibu [zwei chinesische Kräuter] benutzen?" Wan Shao hörte nicht auf ihn, stattdessen gab er zurück: "Fangfeng und Baibu sind beides zwei wunderbare Arzneien gegen Husten.“ Hu Yuanxi fiel von der Site ein: “Es ist ein geheimes Rezept.“ Wan Quan sagte darauf sehr Ernst: „Worüber ich mich Sorgen mache, ist das Kind. Ich bin nicht neidisch auf dich.”

Er konnte nicht einfach passiv zu sehen, wenn ein Mensch in Gefahr war. Kurz bevor er ging, sah er wie sich die Krankheit des Kindes verschlimmerte. Während er den Kopf des Jungen berührte, sagte er: “Nimm nicht soviel von der Medizin. Armer Junge, was kannst du bloß machen, wenn die Krankheit noch einmal rauskommt?“ Dann ging er ohne „Auf Wiedersehen“ zu sagen fort. Ganz wie erwartet, kam der Husten wieder, als der Junge einen Becher von Wan Shao's Medizin eingenommen hatte. Er konnte nicht mehr atmen und blutete wie vorher.

Dann weinte das Kind und sagte: „Ich habe mich nach der Medizin von Wan Quan besser gefühlt. Nun hast du diesen Mann gebracht, um mich zu vergiften!“ In diesem Moment ging es ihm schlechter. Plötzlich schien es, als wenn sein Leben in Gefahr sei. Hu`s Frau machte sich um ihren Sohn Sorgen und beschimpfte ihren Mann. So fing Hu schließlich an die ganze Sache zu bedauern. In diesem kritischen Moment musste er nun noch einmal mit einem schlechten Gewissen nach Wan Quan rufen.

Dieser machte jedoch daraus keine große Sache, sondern riet ihm ernsthaft: „Wenn du meinen Rat bereits zu Anfang angenommen hättest, müsstest du es jetzt nicht so bitterlich bereuen. Wenn du willst, dass ich deinen Sohn heile, musst du erst einmal deine misstrauische Gesinnung ablegen und mir voll und ganz vertrauen. Lasst uns einen Monat als Zeitraum für die Heilung des Jungen festsetzen." Schließlich brauchte er nur 17 Tage um den Jungen zu heilen.

Diese Geschichte hat viele Menschen zutiefst gerührt. Solch ein edler Charakter ist in der heutigen Zeit wünschenswert. In den heutigen Kreisen der Chinesischen Medizin, fragen die Ärzte sogar nach roten Umschlägen [Schmiergeldern], wenn sie eine Operation durchführen. Schämen sie sich nicht, wenn sie solch eine Geschichte hören?

Chinesische Version: http://www.zhengjian.org/zj/articles/2002/12/16/19663.html

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