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Kultivierungsgeschichte aus Alter Zeit: Eine Gottheit namens Wei

Anmerkung: Die Chinesische Volkskunst kennt sehr viele Geschichten über Kultivierung, Unsterbliche und Taoisten. Diese Geschichten spiegeln die Tiefe wieder, bis zu der die gesamte chinesische Kultur, Tradition und Geschichte von dem Konzept der Kultivierung durchdrungen ist. Diese Geschichten haben keinen direkten Bezug zu Falun Gong, aber sie wurden auf Clear Harmony veröffentlicht, weil sie für die Menschen im Westen von Interesse sind, da sie einen Einblick in die tief verwurzelte kulturelle Tradition der Kultivierungswege in China geben.

Während der Dali Periode in der Tang Dynastie hatte der Kaiser Daizong einen lebhaften Traum. Im Traum sagte ein Mann zu ihm: “Es gibt einen kaiserlichen Altar auf dem Berg Taihua. Wenn du ihn finden kannst und dort eine Verehrungszeremonie abhältst, wirst du großen Segen erhalten.“ Gleich daraufhin sandte er einen seiner Beamten mit dem Namen Wei aus, um nach dem Altar zu suchen.

Als Wei am Fuße des Berges ankam, hatte der Gouverneur einen Empfang für ihn vorbereitet. Ein Hotel wurde reserviert und ein großes Bankett wartete bereits auf ihn. Außerdem ordnete der Gouverneur an, dass alle Gäste das Hotel verlassen sollten. Ein alter Mann sagte zum Hotelmanager: „Herr Wei wird nach diesem Mahl wieder abreisen. Ich bin alt und krank und kann kaum noch laufen, kann ich nicht einfach in meinem Raum bleiben? Ich verspreche, ihn nicht zu verlassen”. Der Manager willigte ein.

Bald danach kam Wei im Hotel an. Spät in der Nacht hörte er Husten aus einem der Hotelräume kommen. Er fragte: „Wer ist da?“ und schickte einen seiner Männer nachzuschauen. Der Mann kam zurück und sagte: „Es ist ein alter Mann.“ Wei rief den alten Mann zu sich und fragte ihn nach seinem Familiennamen. Der Alte Mann sagte: „Mein Nachname ist Wei.”

Wei antwortete: “Wir haben den selben Nachnamen. Wir könnten wahrscheinlich herausfinden, inwieweit unsere Familien miteinander verwandt sind.“ Der alte Wei fragte daraufhin nach dem Namen von Weis Großvater und Urgroßvater und Wei sagte es ihm. Er erzählte ihm auch davon, dass sein Urgroßvater an den Taoismus glaubte und nicht nach weltlichen Interessen strebte. Während der Sui Dynastie war sein Urgroßvater zum Taihua Berg gegangen, um sich zu kultivieren, jedoch war sein Aufenthaltsort unbekannt.

Der alte Mann seufzte vor Freude und sagte: „Ich bin dein Urgroßvater. Ich heiße Wei Ji. Ich habe zwei Söhne. Du bist der Enkel meines zweiten Sohnes. Ich hätte niemals geglaubt, dass wir uns so wieder sehen würden!“ Wei fing an zu weinen und kniete auf dem Boden, um Kotau vor dem alten Mann zu machen. Der alte Mann stoppte ihn und sagte: „Deine Urgroßmutter ist auch noch am Leben und zwei von deinen Großtaten deines Vaters leben ebenfalls in den Bergen. Zum Hanshi bin ich hier herunter gekommen, um für sie einige Kosmetika zu besorgen. Ich habe eine Tasche voller getrockneter Poria (Chinesisches Kraut)“.

Wei sagte: „Der Kaiser wünscht, dass ich nach dem Altar der Unsterblichen suche. Die Lokale Regierung und die Bergbewohner wissen nicht, wo er sich befindet. Weiß du etwas über ihn?“ Der alte Mann antwortete: „Im Südwesten der mittleren Spitze des Lotusberges, da gibt es einen solchen Altar. Es kann vielleicht der Ort sein, den du suchst, aber ich bin mir nicht sicher.“ In dieser Nacht blieben der alte Mann und Wei zusammen. Der alte Mann aß nichts und trank nur ein wenig Wein und eine Suppe aus Ginseng und Poria.

Am nächsten Tag brach Wei zur Suche nach dem Altar auf. Der alte Mann sagte ihm: „Ich komme mit dir.“ Wei bot ihm sein Pferd an, doch der alte Mann sagte: „Du reitest auf dem Pferd. Ich habe meinen Stock und werde als erster vorangehen.“ Obwohl Wei auf dem Pferd ritt, schaffte es der Alte, ihm immer 30 Schritte voraus zu sein. Am Fuße des Berges wurde der Weg immer unwegsamer und steiler, so dass das Pferd nicht mehr weiter gehen konnte. Wei stieg vom Pferd ab und ging mit dem Alten ins Bergtal. Sie gingen ca. einen Li (0.5 km) und kamen dann an ein Haus. Dort waren drei Frauen. „Das sind deine Urgroßmutter und die Großtanten deines Vaters.“ Mit Tränen in den Augen kniete sich Wei vor ihnen hin und machte Kotau.

Seine Urgroßmutter war zwischen 70 und 80 Jahren. Die Großtanten seines Vaters sahen aus, als seien sie vierzig. Ihr Haar trugen sie offen. Sie waren wirklich froh, Wei zu sehen. Sie sagten: „Wie die Zeit nur vergeht! Nun haben wir einen Urgroßenkel!“ und waren eine Zeit lang freudig erregt. Danach kletterten Wei und der alte Mann auf den Berg, um nach dem Altar zu suchen. Der Berg war steil und Wei wurde in seinen Schritten unsicher, während der Alte lächelnd mit schnellen Schritten den Berg erklomm. Dann kamen sie zum südwestlichen Teil der mittleren Spitze und fanden dort auch den Altar.

Wei reinigte den Altar und hielt dann eine Verehrungszeremonie ab. Er platzierte ein Zeichen auf dem Altar und kehrte dann zum Steinhaus des Alten zurück. Dann sagte er zu seinem Urgroßvater, dass er zurückkehren musste. „Nachdem ich dem Kaiser Bericht erstattet habe, werde ich danach fragen, frei zu bekommen und dann euch besuchen.“ Der alte Mann sagte: “Du sollst alles tun, um den Kaiser zu unterstützen.”

Wei ging in die Hauptstadt zurück und erzählte in allen Einzelheiten darüber, was sich in den Bergen ereignet hatte. Der Kaiser war sehr erstaunt. Er forderte Wei auf, den alten Großvater danach zu fragen, am kaiserlichen Hof zu helfen. Als Wei in die Berge zurückkehrte, konnte er den ursprünglichen Weg nicht mehr finden und gab nach einigen Tagen der Suche schließlich auf. Er fragte alle Menschen, die am Fuße des Berges lebten, nach dem alten Mann. Als er die älteren Menschen fragte, sagten sie: “Als wir jung waren, sahen wir den alten Mann alle zwei bis drei Jahre kommen. Er sah immer gleich aus. Wir wissen jedoch nicht, wo er lebt.” Wei schaute zum Gipfel des Berges und weinte. Er ging zurück in die Hauptstadt, wo er den enttäuschten Kaiser traf. Er bat den Zuständigen für die Geschichtsschreibung diesen Vorfall in allen Einzelheiten aufzuzeichnen.

Quelle:
Taiping Guangji
Chinesische Version: http://www.zhengjian.org/zj/articles/2003/4/6/21087.html
Übersetzt aus dem Englischen: http://www.clearharmony.net/articles/200305/12395.html

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