Seit acht Monaten im Gefängnis – Familie erfährt nichts über seinen Aufenthaltsort

Die Familie des 67-Jährigen war schockiert, als sie im Mai 2023 erfuhr, dass Xia Hongmin am 18. April 2023 in die Haftanstalt der Gefängnisverwaltung in Jidong der Provinz Hebei gebracht worden war. Dort soll er eine eineinhalbjährige Haftstrafe wegen des Praktizierens von Falun Dafa ableisten. Seine Angehörigen wussten auch nichts über die Gerichtsverhandlung und die Verurteilung.  

Es ist mehr als acht Monate her, dass Xia aus dem Bezirk Laishui in der Provinz Hebei ins Gefängnis kam. Jedoch wissen seine Angehörigen bis heute nicht, wo er inhaftiert ist. Es gibt acht Gefängnisse innerhalb der Jidong-Gefängnisverwaltung, die sich alle in der Stadt Tangshan in der Provinz Hebei befinden. Die Behörden haben Xias Angehörigen weder einen offiziellen Bescheid über die Einweisung in das Gefängnis ausgestellt noch haben sie sie telefonisch über seinen Aufenthaltsort informiert.

Bei den telefonischen Anfragen der Familie in der Jidong-Gefängnisverwaltung bekamen sie stets ausweichende Antworten wie: „Es gibt hier keine Person mit dem Namen Xia Hongmin auf unserer Liste“, „Dies ist eine Verschluss-Sache, wir können Ihnen nicht sagen, wo Xia Hongmin eingesperrt ist“ oder „Wenn Sie herausfinden wollen, wo er ist, bringen Sie Ihren Ausweis mit und kommen Sie hierher“.

Daraufhin wandten sich Xias Angehörige an die Polizeiwache der Gemeinde Hujiazhuang, die für seinen Fall zuständig war, aber die Polizei verwies sie an ein Büro der Staatssicherheit, das sie wiederum an die Staatsanwaltschaft verwies, die Xia angeklagt hatte. Nachdem sie von einem zum anderen geschickt worden waren, hatten sie immer noch nicht seinen Aufenthaltsort in Erfahrung bringen können.

Die Provinz Hebei wurde kürzlich von einem schweren Schneesturm heimgesucht. Xias Frau machte sich daher Sorgen, ob ihr Mann genug warme Kleidung hat. Sie sagte: „Wir wissen ja nicht, wo er festgehalten wird. Deshalb können wir ihm auch keine Kleidung bringen, geschweige denn, ihn persönlich besuchen.“ Sie ist sehr besorgt um seine Sicherheit, da in verschiedenen Gefängnissen innerhalb der Jidong-Gefängnisverwaltung bereits mindestens 36 Falun-Dafa-Praktizierende zu Tode gefoltert wurden.

Verhaftung und geheime Verurteilung

Xia war am 8. Juli 2022 verhaftet worden, als er auf einer Gemeindemesse mit Menschen über Falun Dafa sprach. Die Beamten der Polizeiwache Yongyang, die ihn festnahmen, beschlagnahmten sein Elektrofahrrad und ließen ihn Stunden später gegen Kaution wieder frei. Am nächsten Tag ging er wie gewohnt zur Arbeit, wurde aber dort von vier Beamten der Polizeiwache Yongyang verhaftet. Sie brachten ihn in das Bezirksgefängnis Laishui, wo er eine 15-tägige Administrativhaft absaß, ohne dass sie seine Familie benachrichtigten. Am 13. Juli sollte seine Familie zur Polizeiwache kommen, um sein Elektrofahrrad abzuholen.

Als Xias Administrativhaft am 23. Juli 2022 endete, weigerte sich die Haftanstalt, ihn freizulassen, und sagte, dass die Beamten der Polizeiwache Hujiazhuang sie angewiesen hätten, ihn in Haft zu behalten.

Xias Familie war verwirrt. Warum schaltete sich plötzlich eine andere Polizeistation (Gemeinde Hujiazhuang anstelle der Polizeistation Yongyang) in seinen Fall ein? Sie gingen zur Polizeiwache in Hujiazhuang, um sich zu erkundigen, was los sei. Ein Beamter dort erklärte ihnen, dass Xia im Jahr 2019 aus der Polizeistation geflohen sei, nachdem er verhaftet worden war, weil er in jenem Jahr auf einem Jahrmarkt in der Gemeinde Hujiazhuang mit Menschen über Falun Dafa gesprochen hatte. Als die Beamten der Polizeiwache Hujiazhuang von seiner jüngsten Verhaftung durch die Polizeistation Yongyang erfuhren, beschlossen sie, ihn wegen seiner damaligen Flucht strafrechtlich zu verfolgen.

Seine Angehörigen flehten die Polizisten an, ihn freizulassen, da er durch die Ausübung seines Glaubens kein Gesetz gebrochen habe. Doch die Beamten der Polizeiwache Hujiazhuang legten stattdessen einen Bescheid über die Administrativhaft vor, der das Siegel der Polizeibehörde Laishui trug. Diese Behörde beaufsichtigt beide Polizeistationen. In der Mitteilung hieß es, dass Xia ab dem 23. Juli 2022 weitere elf Tage Administrativhaft im Gefängnis des Landkreises Laishui erhalten habe.

Nach Ablauf dieser elf Tage Administrativhaft wurde Xia immer noch nicht freigelassen, sondern in die Haftanstalt von Laishui verlegt. Sein Fall wurde dann an die Staatsanwaltschaft Laishui weitergeleitet, bevor er von dort an die Staatsanwaltschaft der Stadt Zhuozhou weitergegeben wurde. Der Landkreis Laishui untersteht der Gerichtsbarkeit der Stadt Baoding. Die Staatsanwaltschaft Zhuozhou und das Stadtgericht von Zhuozhou sind ermächtigt, alle Fälle von Falun-Dafa-Praktizierenden in der Stadt Baoding zu behandeln.

Die Staatsanwaltschaft in Zhuozhou erhob zu einem unbekannten Zeitpunkt Anklage gegen Xia und schickte seine Akte an das Stadtgericht von Zhuozhou.

Als Xias Verwandte im Mai 2023 in der Haftanstalt Laishui anriefen, waren sie fassungslos, als sie erfuhren, dass er bereits am 18. April 2023 in die Jidong-Niederlassung der Gefängnisverwaltung der Provinz Hebei verlegt worden war. Die Haftanstalt weigerte sich zu sagen, in welches der acht Gefängnisse Xia gebracht worden war.

Dann rief die Familie Richter Xie Wenhai vom Stadtgericht Zhuozhou an, der ihnen mitteilte, dass Xia am 31. März 2023 zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden sei. Xie sagte, dass man die Familie deshalb nicht über seinen Prozess und seine Verurteilung informiert habe, weil er keinen Anwalt hatte. Wie anfangs erwähnt, hat die Familie keine offizielle Mitteilung vom Gefängnis über Xias Inhaftierung erhalten.

Quelle Minghui https://de.minghui.org/html/articles/2024/1/1/172020.html

Chinesische Version
https://www.minghui.org/mh/articles/2023/12/24/河北夏洪民遭诬判后下落不明-家人忧其安危-469643.html

Alle Artikel, Grafiken und Inhalte, die auf Yuanming.de veröffentlicht werden, sind urheberrechtlich geschützt. Deren nicht-kommerzielle Verwendung ist erlaubt, wenn auf den Titel sowie den Link zum Originalartikel verwiesen wird.

Das Neueste

Archiv